Dienstag, 6. Mai 2014

10 Tage raus aus dem Alltag…


Wir waren in Frankreich in der Campagne. Einfach mal nichts tun. Kein Telefon, kein Internet, kein Fernseher (bzw. den gab’s schon aber das Fernsehprogramm war einfach zu mies, um sich davor zu hocken). Aufstehen wenn das Äffchen quäkt und nicht der Wecker. Keinen festen Tagesablauf. Nur (fast) das machen, worauf man wirklich Lust hat. Meist haben wir – wenn das Wetter es zuließ – ausgedehnte Spaziergänge gemacht. Daran hatte auch das Äffchen Spaß. Entweder ging es vorbei an Bauernhöfen, Tiere und Taktooor gucken, entlang von Flüssen Bumm machen (Steine ins Wasser werfen) oder einfach nur übers Feld pffffffft pffffft machen – Pusteblumen pusten und schütteln.
Diese Entschleunigung hat uns allen gut getan.

Gerne hätte ich abends noch die alte Nähmaschine bedient, aber obwohl Nadel und Faden vorhanden waren, klappte es nicht so recht. Entweder hab ich mich zu blöd beim Einfädeln angestellt oder der alte Lederriemen hatte nicht mehr die richtige Spannung. Schade! Dennoch war es spannend sich an so ein Original zu setzten und rumzuspielen.
Also hab ich nur ein wenig zugeschnitten…


Vor dem Urlaub gab es noch einiges zu erledigen – das Äffchen benötigte natürlich noch das ein oder andere zum anziehen. Für das vermeintlich wärmere Frankreich, mussten noch ganz schnell ein Kurzarm-Shirt und eine dünne Mütze mit Schirm her.

Obwohl es nicht das erstes Raglan-Shirt ist, dass ich nach diesem Schnitt (Vitus von Frau mit Frosch) genäht habe, hat es mich so einiges an Nerven gekostet. Entweder ist der Faden gerissen, der Unterfaden hat kein ordentliches Bild gegeben oder er war irgendwie ständig leer. Ganz zu schweigen vom Saum mit der Zwillingsnadel… Nach dem wechseln des Garns ließen sich zumindest die ersten zwei Probleme beheben. Die anderen beiden beruhten auf meiner Doofheit – da kann man leider nix mehr machen ;-)

Obwohl ich das Kurzarm-Shirt cool finde – so schön Retro – ganz glücklich bin ich damit nicht. Im Gegensatz zu den vorherigen Shirts nach dem Schnitt, sind die Bündchen aus Jersey. Und das Halsbündchen legt sich nicht so toll an den Hals, wie ich es von den anderes gewohnt bin. Zu wenig gedehnt. Vielleicht werde ich es noch nacharbeiten und dann auch noch mal ein wenig kürzen. Getragen wirkt es doch einen ticken zu lang… Nichtsdestotrotz gefällt es dem Äffchen und er hat es sich ganz bewusst aus dem Schrank gezogen…

  
 Schnitt: Vitus – FraumitFrosch
Stoff: Stoffmarkt


Der Ringel-Body gehört natürlich nicht dazu. Und das Halstuch verdeckt den mittelmäßigen Kragen.

Seine Mütze ist die noch fix für den Urlaub genähte Mütze nach dem Schnitt Mila von m-hoch-drei. Dafür musste Schwiegerpapas altes Hemd sein Leben lassen. Aber es lagerte eh schon eine ganze Weile in Schwiegermamas Stoffschrank und wanderte bei meiner letzten Plünderung in mein Stoffreservoir…

Da das Hemd aus dünner Baumwolle ist, fand ich es optimal, um den Affenkopf vor Sonne zu schützen und dennoch nicht zu warm zu sein. Deshalb habe ich es auch extra nur einlagig genäht. Tja, leider war es im Urlaub nicht so warm wie erhofft.
Dennoch hat das Äffchen hat die Mütze oft tragen können – gerade wegen des Schirmes und dem von mir ergänzten Nackenschutz, der optional an- oder abgeklettet werden kann.

 Mützen-Schnitt: Mila von m-hoch-drei
Stoff: altes Männeroberhemd

Und nun ab damit zu Upcycling Dienstag und Made4Boys.

Kommentare:

  1. Liebe Miriam, die Kappe finde ich super, besonders den Nackenschutz zum An- und Abkletten - eine sehr gute Idee!
    Sei lieb gegrüßt von Nina, schön, dass Du mit dabei bist.

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  2. Wenn ich hier schon nicht mehr den ersten Kommentar hinterlassen kann, dann zumindest den zweiten ;-)

    Ich finde es super, dass Du den Blog gestartet hast und deine coolen Shirts & Co. hier zeigst.

    Und ich hätte die alte Nähmaschine auch zu gerne mal ausprobiert.

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