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Donnerstag, 30. März 2017

Cambag Tessa...

Letzte Woche gab es auf Instagram schon den Teaser für die Cambag Tessa von CreaResa zu sehen. Allerdings war es das Geburtstagsgeschenk für meinen Mann. Dem gefällt die Tasche aber so gut, dass er sie nicht an mich antreten mag. Pffffft... Und weil ich ein bisschen neidisch war, hab ich auch eine für mich genäht. In knallrotem Kunstleder.



Dafür ohne Schischi... Ok, fast. Das quastenähnliche Ding am vorderen Reißverschlussfach konnte ich mir nicht verkneifen...



Und anstatt den Träger einfach an den Karabiner zu nähen, habe ich sie mit Buchschrauben befestigt. Die passen einfach toll zu den silbernen Reißverschlüssen von snaply... Allgemein war ich begeistert wie toll das rote Kunstleder und das Rot der Reißverschlüsse zusammen passt.



Genäht habe ich übrigens die Größe 2. Das ist für mich die perfekte Größe. Es passt Portemonnaie, Handy, Schlüssel und die Sonnenbrille rein. Mehr brauche ich nicht, wenn ich nicht ins Büro muss...



Die Tasche benötigt übrigens relativ wenig Stoff. Ich hatte ein 50 x 70 cm großes Kunstlederstück. Wie ihr seht, ist die komplette Außentasche inkl. Gurt und Gehänge draus entstanden und ich habe noch etwas übrig... Die Tasche ist daher super, um auch besondere Stoffschätze, wie es einige andere Probenäherinnen gemacht haben, in Szene zu setzten. 
Oder auch Reste zu verwerten. So habe ich z.B. die Reste von meiner LMV-Flamingo-Bluse für das Futter verwendet. Auch hier hat das Rot einfach perfekt gepasst und ich hab gleich eine optimale Kombinationsmöglichkeit zur Tasche...



Was gibt es ansonsten noch zur Cambag Tessa zu sagen?
Bei meiner Tasche habe ich mich exakt ans E-book gehalten (bei der meines Mannes nicht) und ich hatte keine Probleme beim Nähen. Dabei bin ich absolut keine geübte Taschennäherin.
Sicher, mal muss akurat arbeiten und sollte schon mal einen Reißverschluss eingenäht haben oder zu mindest einen Oberstoff wählen, der Fehlstiche und Auftrennarbeiten verzeiht. Aber ansonsten birgt der Schnitt keine übermäßigen Schwierigkeiten. Das E-book wirklich super gut erklärt. Und alle, ohne Ausnahme, haben tolle Taschen zustande gebracht.


Traut euch einfach!
Den Schnitt erhaltet ihr noch bis zum 11. April 2017 zum Vorzugspreis bei Resa im Shop.

Verlinkt mit Rums, Taschen und Täschchen
Schnitt: Cambag Tessa, CreaResa
Stoff: hochrotes Kunstleder von Swafing über Stofftanten, Futter Bestand, Reißverschlüsse von Snaply, sonstiges Zubehör vom Stoffmarkt

Und da nun auch schon der März fast zu Ende ist, quasi 1/4 Jahr, wird es Zeit ein Blick auf meine Stoffabbau-Statistik zu werfen:
Vernähte Meter: -12,3 m
Neu gekaufte Stoffe: + 13,8 m
Stand Stoffkiste somit: +1,5 m
Stand Upcycling Kiste: - 4 Teil 

Läuft nicht so würde ich sagen...


Donnerstag, 2. Februar 2017

Jumper...

Wer die letzten Tage auf meinem Blog vorbeigeschaut hat, konnte bei meinem Beitrag zur Farbe "grün" im Rahmen der #12colorsofhandmadefashion schon einen kleinen Blick drauf erhaschen - meinem Jumper. Das ist der neue Schnitt von FinasIdeen mit wahlweise den Trompetenärmeln oder einem Schlauchkragen. Oder, wenn man mag, auch beidem... Und seitlichem Schlitz und VokuHila.
Ich  habe mich für die schlichteste aller Varianten entschieden - nämlich die ohne allem. Aber schlicht muss weder einfach, noch langweilg sein, nicht wahr?


Ich habe entsprechend der Maßtabell eine 36 gewählt und keine Anpassungen gemacht. Von der Weite und Länge finde ich das Oberteil für mich wirklich optimal. A propos Länge- ich habe mich für die kurze Version entschieden. Wobei kurz relativ ist. Die lange Version ist nochmal deutlich länger und perfekt für Leggings und Jeggings...


 

Beim Ausschnitt habe ich mich für den größeren der beiden Möglichkeiten entschieden.



Um den cleanen Look zu behalten, habe ich den Beleg, der übrigens im Ebook enthalten ist, etwas anders gearbeitet als im Ebook vorgesehen. Den Beleg habe zu erst versäubert damit er sich später nicht aufrollt und aufträgt. Nach dem Annähen habe ich die Nahtzugabe an den Beleg festgesteppt und anschließend den Beleg händisch mit dem Saumstich rundum locker fixiert.
Wie man sieht, sieht man nichts.
Wenn ihr gaaanz genau hinschaut, könnt ihr die Fixation innen am untersten weißen Streifen erahnen. Wichtig bei der Methode ist, dass ihr ein Garn verwendet, dass eurem Hauptstoff sehr ähnlich ist.


Die Ärmel sind so lang wie der Stoff es hergab. Ich sollte es wirklich mal lernen, dass 1 Meter Stoff für Langarm bei mir nicht ausreicht...

Damit mein Strickoberteil nicht ganz so simpel daher kommt, habe ich es am Ärmelsaum noch mit einem Leder-Ösen-Akzent gepimpt. Das hatte ich schon häufiger gesehen und fand ich toll. Allerdings passte es bisher noch nie wirklich... Leider habe ich beim Ösen festdrücken nicht richtig aufgepasst und der Lederstreifen sitzt etwas schief und lässt sich auch nicht mehr gerade drehen. Naja- wir üben das noch mal ;-)

Dafür ist mir meine eigentliche Challenge, möglichst sämtliche Streifen passgenau zu treffen, geglückt. Nicht überall 100% perfekt, aber für mich perfekt genug um drüber hinweg zusehen. Und getragen fällt es schon dreimal nicht auf... ;-)


Ich freue mich sehr über meinen Jumper und möchte jetzt bitte Früüüüühling. Sofort!
Denn ich ahne, dass er wirklich Potential zum Liebliegsteil hat. Aber momentan ist es noch viel zu frisch für. Leider...

Und weil der Jumper genau das Jersey-Oberteil ist, welches ich mir genau aus dem Stoff, nur nach eigenem Schnitt für meine Mini-Garderobe nähen wollte, darf es die Skizze auf meiner Mini-Garderoben-Zusammenstellung ersetzten.



Weiter geht es mit dem Victoria Blazer von By Hand London. Das wäre nämlich eigentlich mein Februar Projekt gewesen, hätte sich das Probenähen nicht reingeschummelt ;-)

Ich ahne schon- es wird ein Spaß die schmalen Streifen ohne flimmern zu fotografieren...

Verlinkt mit: Rums
Schnitt: Jumper von FinasIdeen, kurze Version, größerer Ausschnitt
Stoff: Strickstoff vom Stoffmarkt

Donnerstag, 14. Juli 2016

Meine erstes Täschchen...

Bisher gab es von mir hier au dem Blog noch keine Taschen zu sehen. Aus gutem Grund. Ich bin da nämlich eher pragmatisch.
Ich habe einen ganzen Kühlschrank (ja, wirklich!) voll mit Taschen. Aber nutzen tue ich lediglich meine "Arbeitgeh-Tasche", die Spielplatztasche und eine kleine Umhängetasche, für meine Wertsachen... Ok, und noch den Rucksack für den Sport.

Daher bestand für mich keine Notwendigkeit Taschen zu nähen. Aber dann kam Tulipa. Ich war sofort verliebt und wusste, die Tasche wäre das I-Tüpfelchen meines geplantes Outfit als Hochzeitsgast...


Leider kann ich euch die Tasche nicht mit dem Kleid präsentieren, denn momentan müsste ich noch nackig zur Hochzeit. Aber Hauptsache die Tasche ist fertig, was? ;-)
Und so zu meinen Alltags-Klamotten macht sie sich auch richtig gut, oder nicht?


Der Taschenschnitt beinhaltet 3 Größen. Shopper, Handtasche und Mini. Für meine erste Tasche habe ich mich für die Mini-Version entschieden. Sie ist gerade so groß genug, dass mein Portmonnaie, Handy und Schlüssel rein passt.
Das ist für meinen Zweck völlig ausreichend....
Ansonsten eignet sich die Größe meiner Meinung nach wunderbar als Kindertasche (meine Jungs entwenden sie mir ständig zum Spielen...), Clutsch oder Kosmetiktäschen...


Die Größe ist allerdings ganz schön fummelig zu nähen Und das verwendete Echt-Leder macht es nicht unbedingt leichter.

Es war zwar ein Kraftakt und gezerre das Leder in die Rundung zu legen und auch das Absteppen war echt nicht ohne, aber es hat zum Glück von Anfang an problemlos geklappt. Nur das letzte Absteppen des Bodens und der vorderen Naht klappte nicht. Da wusste ich nicht wie ich die Tasche unter die Maschine packen sollte. Letztendlich wäre es ganz einfach gewesen.  Einfach umstülpen, so dass die rechte Seite innen ist... Aber dazu gibt es nun auch eine super Erklärung im Ebook. Für mich kam sie aber zu spät, da war das Futter schon drinen.
Auch wenn es kräftezerrend war (ich habe meine Finger ungelogen zwei Tage gespürrt)  hat das Leder in Kombination mit der Taschengröße einen Vorteil- ich konnte mir die Einlage (Decovil/H630) sparen....


Gefüttert ist innen ganz schlicht mit gepunkteter Baumwolle. Punkte gehen schließlich immer ;-)
Und damit nichts rausfällt, habe ich sie mit einem Magnetknopf gesichert. Auf diverse Reißverschlüsse oder Unterteilungen die im Ebook erklärt werden, habe ich verzichtet.

Auch habe ich statt des im Ebook geplanten Trägers, eine antikkupfer-farbene Gliederkette verwendet. Ich hätte eigentlich gerne richtiges Kupfer gehabt.  Das hätte noch schöner zu dem braunen Leder ausgesehen, aber ich bin nicht fündig geworden....


Die Aufhänger habe ich analog zu den anderen Größen dazu gefriemelt um die Gliederkette zu befestigen.

Im Allgemeinen finde ich das Ebook super erklärt. Und das sage ich jetzt nicht weil ich mit Probenähen durfte, sondern weil ich, als Taschen-Neuling, problemlos klargekommen bin. Wie alle anderen im Probenäh-Team auch. Und die kleinere Unstimmigkeiten/Erklärungsschwächen wie das Absteppen des Bodens sind behoben.
Daher denke ich, dass auch geübte Anfänger (so 1-10 Teilchen sollte man schon genäht haben) gut mit dem Schnitt zurecht kommen. Natürlich ist das auch abhängig vom Material....
Da man allerdings recht akkurat arbeiten muss und es doch einiges an Schnitteilen und Arbeitsschritte sind, bewerte ich den Schnitt mit 2 1/2 Schwierigkeitsknöpfen. 
Die Passformproblematik hat sich bei einer Tasche zum Glück auch erledigt- sehr sympatisch...
Und Beliebtheit entfällt, da sie für einem speziellen Zweck entstanden ist.

 

Ich muss sagen, mir hat das Nähen der Tasche wahnsinnig viel Spaß. Daher habe ich doch noch eine(n?) Shopper hinterher genäht, die jetzt meine Alltags-Büro-Tasche ist. Dazu aber demnächst mehr.
Und ich fürchte es wird nicht nur bei den beiden bleiben. Durch die Unterteilungen eignet sie sich super als Resteverwertung. Allerdings wirkt sie auch in gemustert oder ganz uni gut... So viele Möglichkeiten...
 
Stoff: Leder von Joe und Anna, Futter aus dem Bestand, Gliederkette von vintageparts.eu 

Donnerstag, 23. Juni 2016

B wie Bermuda...

Andere nähen sich für den Urlaub Röcke oder Strandkleider. Das fand ich für einen Berg-/ Wanderurlaub nicht so passend. Deshalb ist es bei mir eine Bermuda geworden... Hätte ich geahnt welches Wetter uns hier erwartet hätte ich meine Zeit wohl eher in einen Friesennerz oder dicken Pulli investiert... Wobei ich wirklich nicht meckern darf - die letzten zwei Tage waren super, so dass ich meine neue Bermuda tragen und Fotos machen konnte.


Den  Stoff habe ich vom Stoffmarkt. Ich war sofort von dieser Zweifarbigkeit angetan. Creme mit rot, so dass es von etwas weiter weg korallig aussieht. Daher habe ich gar nicht groß nach gefragt, um was es sich da handelt. Ich fürchte, irgendwas poly-mäßiges... Und sehr knitterfreundliches...


Ihr werdet es kaum glauben - die Bermuda war gebügelt und ich hatte sie keine 10 Minuten vor dem ersten Foto an... Allerdings wirkt sie in echt nicht ganz so arg knittrig wie auf den Fotos - zu mindest aus meiner Perspektive...

Genäht habe ich die Pinstripe Plaid aus der aktuellen Ottobre 2/16 ohne Änderungen. Das Nähen ging problemlos. An irgendeiner Stelle bin ich über das Ottobrisch gestolpert und hab dann letztendlich die Hose so zusammen genäht wie immer. Auch mit der Anleitung für den Reißverschluss habe ich so meine Probleme und habe auch hier einfach mal gemacht. Scheint zu passen... Dennoch, wenn ihr einen Link zu einer ordentlichen Erklärung zum Hosenreißverschluss einnähen habt, dann gerne her damit...


Gut erklärt ist jedoch wie der Hosenbund angenäht wird. Der sieht außen und innen schön ordentlich aus. Theoretisch. Praktisch sehe ich gerade auf den Fotos dass er durch das eingenähte Gummi seltsame Falten wirft... Vielleicht nutze ich doch noch den bisschen verbleibende Stoff um Gürtelschlaufen zu machen. Das hatte ich eh überlegt. Das macht eine Hose irgendwie vollständiger. Und unter einem Gürtel interessieren mich Falten wenig...


Hinten gibt es einen Abnäher. Der macht eine schöne Form.


Vorne ist hat die Hose auf beiden Seite zwei Falten. Dadurch bollert sie ein wenig. Macht sie aber auch interessanter- also die Falten, nicht die Beule...
Ansonsten handelt es sich hier um eine Hose mit hohen Bund. Das ist für mich ungewöhnlich. Normalerweise trage ich meine Hosen auf der Hüfte, aber ich muss sagen mir gefällt der hohe Bund auf den Bildern recht gut an mir. Das betont schön den Poppes und man muss keine Angst vor dem Bauarbeiterdekoltée haben...

Oder auch den Bauch, wenn ich zum Erstaunen der Jungs seltsam durch die Gegend hüpfe...


Eigentlich hatte ich überlegt die Hose wie auf diesen Fotos hochgekrempelt zu tragen. Denn die Innenseite des Stoffes ist noch einmal ein bisschen röter. Finde ich als Effekt auch ganz nett... Und die Beine wirken länger. Aber auch diese Bermudalänge gefällt mir erstaunlich gut. Daher habe ich mich- vorerst- gegen das Fixieren auf ca. 15 cm Beinlänge entschieden und werde die Hose je nach Laune als Bermuda oder als Shorts tragen. Noch habe ich den Sommer nämlich nicht aufgegeben...


Ansonsten folgt hier noch meine Zusammenfassung

Wer schon mal eine Hose genäht hat, sollte damit keine Probleme haben. Nur der Reißverschluss ist so eine Sache. Ansonsten finde ich dass die Hose bei mir gut sitzt. Allerdings muss ich mich an den hohen Bund an mir gewöhnen (optisch). Und der Stoff gefällt mir zwar gut, hat allerdings beim Tragen so seine Macken (Falten und Poly).

Heute verabschiede ich mich mit einem Foto der grandiosen Aussicht von unserer gestrigen Tour. Damit ihr mir auch glaubt, dass das Wetter tatsächlich Bermuda-freundlich war. Das lassen die obrigen Fotos gar nicht vermuten...


Stoff: Stoffmarkt


Dienstag, 22. März 2016

Streifen-Aiko

Dass Jenny von exclamation-point für die Aktion #12lettersofhandmadefashion den Buchstaben "A" zog, kam mir sehr gelegen. Der Stoff für eine Frau Aiko lag schon bereit.
Kurz hatte ich überlegt ob es nicht doch das A-Linien-Kleid wird, aber nach der recht aufwenigen Jeans war mir mehr nach einem schnellen Projekt. 4 Schnitteile, Säume-fertig!


Der Stoff hatte es mir im Laden direkt angetan. Streifen und Lila melange... Ich wusste sofort das es eine Frau Aiko werden würde. Ich mag nämlich das Bild, dass sich durch die Streifen und den gegensätzlichen Streifenlauf ergibt...


Ein bisschen (ok, ein bisschen sehr) stolz bin ich auf den Verlauf der Streifen. Nachdem ich beim Zuschnitt ein bisschen murks gemacht hatte, hatte ich beim Nähen das Schlimmste befürchtet. Aber meine Sorgen waren unbegründet. Der Murks war geringer als befürchtet und durch den schweren, quasi undehnbaren Stoff trafen sich die Streifen auch auf Anhieb



Was das genau für ein Stoff ist, war beim Kauf völlig nebensächlich, daher überlege ich nun im nachhinein, was ich da wohl trage. Der Stoff ist gestrickt, von beiden Seiten gleich, fällt schwer und ist nur minimalst dehnbar... Er fühlt sich an wie Baumwolle und ist angenehm auf der Haut... Habt ihr eine Idee was das sein könnte?

Ich hab an dieser Aiko einiges angepasst. Man lernt ja dazu. Da mir bei meiner Sweat-Aiko der Ausschnitt zu weit war und der Pulli für meinen Geschmack etwas zu sehr oversize ist, habe den Bruch um 3cm nach innen verlegt. So ist der Pulli insgesamt 12cm schmäler geworden und ist dennoch reichlich. Verlängert habe ich ihn auch wieder um 5 cm. Bauchfrei ist einfach nicht meins...
Auch die Ärmel habe ich wieder auf normal lang verlängert und wesentlich enger genäht. Insgesamt bestimmt 3 cm.


Der Pulli ist weit genug um ihn wirklich als dünnen Pulli über ein T-Shirt/ Langarmshirt zu tragen, aber dennoch fühle ich mich darin nicht verloren. Auch passt nun die Ausschnittweite für mich. Je nach T-Shirt lunst es nicht am Ausschnitt heraus. Und wenn doch, den farblich passenden Loopschal habe ich sogar schon im Schrank...


Verlinkt mit RUMS, #12lettersofhandmadefashion
Schnitt: Frau Aiko von Schnittreif
Stoff: Stoffladen

Donnerstag, 21. Januar 2016

Manchmal passt alles...

naja, ok fast alles. Und manchmal ist einfach der Wurm drinne. Diesmal hatte ich Glück.

Ich hatte gerade eine große Stoffbestellung losgeschickt. Unter anderem mit Sweat für einen Kragenpulli für mich. Allerdings ohne konkrete Vorstellung welches Schnittmuster ich nehme wollte.
Wie der Zufall es so wollte, rief Lotte & Ludwig ausgerechnet jetzt zum Probenähen für den „Mein BasicPulli“ auf. Auf gut Glück habe ich mich beworben. Das mache ich normalerweise nicht. Probenähen ist nicht so meins. Ich sitzte lieber in meinem kleinen Kämmerlein tüftel mir die Sachen so zurecht wie es mir passt- oft fernab irgendwelcher Schnittmuster. Zu mindest bei Pullis und T-Shirts... Aber diesmal musste ich einfach mein Glück probieren. Ich liebe die Schnitte. Die sitzten bei mir einfach und sind meist so variantenreich, dass ich nicht wirklich basteln muss. Und mal ehrlich „Baukastensystem“ und „1 Schnitt, 1000 Möglichkeiten“, so wurde der Schnitt beworben, klingt doch genau nach dem richtigen für mich, oder?
Und ich wurde tatsächlich ausgewählt!- Wahnsinn!

Meine Stoffbestellung kam an und der darin enthaltene Sweat war von der Farbe genau das was ich mir vorgestellt hatte. Das ist bei Internetbestellungen ja immer so eine Sache... Und Farbton war, wie sich herausstellte, exakt der gleiche wie bei einem gestreiften Jersey aus meinem Bestand. Perfekt!
Der Plan, wie der Pulli aussehen würde, war daher recht schnell gefasst. Auf jeden Fall Paspeln in die Raglannaht und die Taschen aus dem Ringelstoff. Und Ärmelpatches. Und natürlich mit Kragen! Deshalb hatte ich den Sweat überhaupt gekauft...

Im „Mein BasicPulli“ sind zwei Krägen erklärt. Der Schalkragen den man überlappend tragen und dann mit einem Knopf verschließen kann, wenn man möchte, oder ein kurzer Stehkragen. Ich habe mich für den Stehkragen entschieden. Vorallem weil ich die Idee mit dem Passstück so toll finde und die sich daraus ergebende Lösung für die Bänder.

Die Bänder habe ich nach Grundschulmanier aus dem Jersey gedreht bis sie sich zusammen rollen. Ich find sie chic und das Räupchen findet sie auch ganz toll ;-)

Den Kragen habe ich übrigens um 5 cm verlängert. Und damit er einen schönen Stand hat, habe ich einen Putzlappen mit eingenäht. Was anderes hatte ich gerade nicht da. Hat super funktioniert. Allerdings nur, weil ich auch so mit dem Kopf durchkomme und der Ausschnitt nicht gedehnt wird. Trotz Ausschnittverkleinerung die eigentlich für die Kapuze gedacht ist.

Für die Paspeln habe ich den Jersey in 45° Winkel zugeschnitten, so dass die einzelnen Ringel so lang wie möglich sind und mit dem Reißverschlussfüsschen Paspeln hergestellt. Die Arbeit hätte ich mir letztendlich sparen können. Denn beim Tragen haben die Paspeln seltsame Falten geworfen. Also habe ich die innenliegende Kordel wieder entfernt. Das ging zum Glück recht einfach ohne große Auftrennarbeit. Aber vorallem hat es das Problem behoben. Eventuell besteht das Problem nicht bei gekauften Paspeln, aber ich würde beim nächsten mal direkt Fake Paspeln machen. Einmal den Stoff mittig umbügelt und gut ist.

Eigentlich ist der Schnitt nach unten etwas ausgestellt. Da ich aber auch in der Hüfte so schlank bin, habe ich den Schnitt, wie im E-Book erklärt, angepasst.

Da ich auf das Bündchen verzichtet und nur gesäumt habe, habe ich Vorder- und Rückteil entsprechend verlängert. Allerdings tatsächlich nur um die Länge des Bündchens. Normalerweise muss ich Oberteile immer ordentlich verlängern, aber hier hat die Länge auf Anhieb gepasst.

Und weil die Taschen unten im Bündchen bzw. Saum mit gefasst sind, müssen auch sie entsprechend verlängert werden.

Nach dem Nähen stand wie immer das "Shooting" an. Miriam vor Raufaser- ein Traum... Aber auch hier hatte ich tatsächlich Glück. Die ganze Woche war verregnet, bis auf den einen Morgen an dem ich sogar Kinderfrei hatte.  Zwar musste ich alleine shooten und es war ziemlich frisch nur im Pulli, aber was macht man nicht alles...

Diese Version ist die erste von vier „Pullis“ die während des Probenähens entstanden sind, dich ich nach und nach vorstellen möchte. An einem weiteren sitzte ich gerade... Dieses E-Book bietet einfach so viele Möglichkeiten... Kapuze, Knopfleiste, Cardigan, Taschenvarianten, Schösschen, Tunnelzug etc.
Wer neugierig ist, kann ja mal im Ideenbuch luschern ;-)

Und das ist übrigens meine Version der Mama-Jungs-Kombi. Die Jungs haben nämlich auch einen BasicPulli nach dem überarbeiteten Kinderschnitt erhalten. Hier noch mal die drei auf einem Bild.


Passen wir nicht alle toll zusammen? Alle anders und doch nach dem gleichen E-Book. (Bzw. einmal Kinder- und Frauenversion auch als Kombie-book erhältlich).
Ich weiß, dass Bild gab es schon beim Jungsbeitrag, aber ich find's so toll... ;-)

Verlinkt mit RUMs, OutNow
Schnitt: Mein BasicPulli von Lotte & Ludwig
Stoff: Sweat Farbe Rost von Königreich der Stoffe

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Mein Ludwig Lässig...

Als mir das Schnittmuster für die Hose Ludwig Lässig begegnete wusste ich genau, die mag ich für das Äffchen haben - und für mich am liebsten auch!
Passenderweise war das Probenähen für die Erwachsenenversion gerade im vollen Gange und ich musste mich nur noch gedulden bis ich das (Kombi-)Ebook kaufen konnte. Kaum war es draußen, war es schon meins.
Sonst bin ich überhaupt nicht so. Überlege tagelang ob mir der Schnitt steht, ob sich das lohnt, oder ob ich es mir nicht selbst irgendwie basteln kann etc...
Aber bis auf die Loose fit aus der Ottobre hatte ich bis dahin noch keine Hose für mich genäht und die schräge Knopfleiste ist einfach der Clou...


Ich machte mich also ans Werk, kaufte einen schönen Twill-Stoff, verlängerte das Schnittmuster der Hose um 10cm, da sie auf Frauen mit einer Körpergröße von 170cm ausgelegt ist, ich aber 176cm groß bin und kürzen geht immer noch. Passte die Wadenbreite an, nähte, probierte sie zwischen und mmmhhhh.... Irgendwie...- ich weiß nicht...
Dennoch machte ich weiter. Nähte den Bund inkl. Gürtelschlaufen und wieder eine Zwischenanprobe. Mmmh, ja also... Ich weiß immer noch nicht.
An den Beinen fühlt es sich zu eng an und oben rum sitzt es so sackig.


 Aber gut, wenn die Hose schon so gut wie fertig ist, kann ich nun auch noch säumen und die Knöpfe annähen und Knopflöcher herstellen. Dann ist ist sie zu mindest fertig. Und vielleicht ist es dann wie mit neuen Frisuren. Man braucht manchmal einfach ein paar Tage bis man sich an den neuen Schnitt gewöhnt hat. Denn normalerweise trage ich enge Jeans, die einen schön knackig Popo machen und das ist halt eine Chino. Da is nix mit knackigem Popo...


Da ich sie dennoch gelungen fand, für mich eben sehr ungewohnt, habe ich sie immer wieder getragen. Mittlerweile hat der Stoff ein wenig seine natürliche Steifigkeit verloren, sich an den Waden geweitet und die Hose ist einfach nur noch mega bequem und ich finde sie toll. Und zwar nicht nur weil sie so bequem ist, sondern weil sie sich toll kombinieren lässt und letztendlich total zu mir passt.



Beim nächsten mal werde ich dennoch ein paar Änderungen vor nehmen. Und zwar werde ich, je nach Material, am Becken und Oberschenkel seitlich ein wenig von der Weite nehmen. Den Beleg vom Hosenschlitz würde ich mit einem dünneren/flexibleren Stoff machen, so dass es nicht so steif wird. Außerdem würde ich die Version nur mit Bund und eingezogenen Gummi machen. Ich knöpfe sie beim an- und ausziehen eh nicht auf ;-). Und zu guter letzt würde ich sie nur um 6 cm verlängern. Denn Vorsichts-4-cm waren unnötig. Die Länge hat genau gepasst, oder was sagt ihr?
 

Verlinkt mit RUMS
Schnitt: Mein Ludwig Lässig, von Lotte & Ludwig
Stoffe: Baumwolltwill vom örtlichen Stoffhändler