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Donnerstag, 9. Februar 2017

Das Fräulein Lenz und ich...

...Wir hatten einen schweren Start.
Denn bei meiner Mini Garderobe wurde es von der Cheyenne  ausgestochen. Und das obwohl der Schnitt von Lotte & Ludwig ewig zur Hälfte abgepaust rum lag. Sogar der Stoff war schon ausgesucht. Aber ich war mir nicht wirklich sicher ob der Schnitt wirklich was für mich ist. Denn er ist nicht Relaxed fit. Auch nicht Loose fit. Sondern Oversize...



Aber dann rief Elke zum Blusen Sew-Along auf...Zeit hatte ich keine und wollte daher gar nicht mitmachen und beim Schnitt war ich mir immer noch unsicher - aber wenn nicht jetzt, wann dann...?


Der Schnitt birgt kaum typischen Schwierigkeiten einer Bluse. Es gibt keine Passformprobleme, da Oversize. Es gibt keine 1000 Schnittteile, keine Manschetten oder Ärmelschlitze... Aber Stehkragen / Kragen und Knopfleiste. Und zwei eckige Passen die akurat eingesetzt werden wollen...


Und dann wäre da auch noch der Stoff. Der Schnitt benötigt weichfallende Stoffe. D.h. Viskose, Crepe, Seide, Voile und andere Stoff-Fieslinge sind für den Schnitt prädestiniert....
In meinem Fall ist es ein karamellfarbener Viskosetwill. Und der war perfekt dafür geeigent.


Der Zuschnitt war nicht ohne. Ich war sehr froh, über meine paar wenigen Schnittteile. Das Nähen ging erstaunlich gut. Dachte ich. Bis ich feststellte, dass mir, nach einsetzten der Passen an den Schultern, einige Zentimeter fehlten. Da man aber an den Passen, um um die Ecken zu kommen, die Ecken einschneiden muss und mein Twill sehr franzanfällig ist, habe ich mich nicht getraut, wieder aufzutrennen und mein Glück erneut zu versuchen. Ich habe das Problem einfach ignoriert.
War was? Ich finde, man sieht nichts davon...


Tja, und dann war da noch die Sache mit den Stecknadeln und den Fäden... Die in der Bluse steckenden Stecknadeln haben auf misteriöse Weise - nachts, klammheimlich - Fäden gezogen. An mehreren Stellen. Da war sie nun zwar fast ganz fertig meine Bluse, aber mit unschönen Schlingen...Dämpfen brachte nichts. Und die  Schlingen waren auch nicht groß genug um sie durch ein Nadelöhr zu friemeln und nach innen zu ziehen. Also habe ich mir was anderes überlegt.


Ich habe mir einen Hilfsfaden (türkis) genommen und mit der Nadel durch die gebildete Schlinge gezogen (Bild links). Dann habe ich die Nadel direkt neben der Schlinge zur Hälfte in den Stoff versenkt und anschließend das andere Ende des Hilfsfadens ebenfalls durch das Nadelöhr gezogen. So hat sich quasi eine Schlinge um die Schlinge gebildet. (Bild Mitte) Und wenn man nun die Nadel auf die andere Seite zieht und dabei drauf achtet, dass beide Enden mit durch den Stoff kommen, ziehen sie die Schlinge mit auf die Innenseite (Bild rechts). So sieht sie von außen zu mindest wieder top aus.

Ein paar Kleinigkeiten gab es dann noch zu erledigen. So hatte ich die Ärmel von 3/4 Arm auf Langarm verlängert und gesäumt. Das gefiel mir aber nicht so richtig. Gerne hätte ich eine schmale Manschette im Nachhinein dran gebastelt, aber die Knöpfe der Knopfleiste habe ich als zu groß dafür empfunden und kleinere gab es die nicht. Also habe ich mich dazu entschlossen, ein Gummi einzuziehen. So gefällt mir der Ärmel richtig gut. Und ich kann immer noch die Ärmel hochschoppen und 3/4 Arm tragen.


Auch insgesamt bin ich mit meinem Fräulein Lenz recht zufrieden. 2 Kleinigkeiten würde ich beim nächsten mal ändern. So würde ich zum Beispiel die Knopfleisteninnen (gibt es dafür ein Wort?) verdoppeln, so dass man innen nicht die Versäuberung der Knopfleiste, sondern nur den Stoffbruch. Dann könnte man die Knopfleiste auch offen tragen... Und ansonsten würde ich den obersten Knopf noch etwas weiter oben ansetzten. Da wird zwar das oberste Knopfloch schwieriger zu nähen, aber dann dellt die Leiste oben am Steg nicht so ein. Auf den obersten Knopf im Steg habe ich übrigens bewusst verzichtet. Das gefällt mir einfach besser.


Meine Zweifel ob der Schnit was für mich ist, sind auf jeden Fall verflogen. Ich fühle mich in der Bluse sehr wohl. Und freue mich, dass der SewAlong mir endlich den fehlenden Anstupser gab...


Am Sonntag habe ich mein Fräulein Lenz bereits ins Restaurant ausführen. In chic kombiniert. Also für meine Verhältnisse...Mit meiner sandfarbenen Jeans und meinem taupfarbenen Cardigan. Für mich ungewohnt monochrom, dafür aber sehr passend zu Selmin Farbmotto der #12colorsofhandmadefashion....


Die Fotos sind irgendwann nachmittags entstanden, als wir uns mal kurz von der Gesellschaft abseilen konnten. Entsprechend knitterig war dann der Stoff. Dass die Bluse anfänglich gebügelt war, müsst ihr mir jetzt einfach glauben...


Verlinkt mit Rums, EllePuls
Stoff: Viskosetwill von Stoff & Stil (Online nicht mehr verfügbar)
Schnitt: Fräulein Lenz, Lotte & Ludwig

Sonntag, 23. Oktober 2016

Wind-& Wetterparka - es wird...

langsam aber stetig.

Sämtliche Stoffe und Stoffproben sind bei mir eingetroffen. Wie zu erwarten, hatten die Stoffproben zu kurzfristiger Entscheidungsfaulheit und Planabweichungen geführt. 
Denn es war ein rehbrauner Twill dabei, der es mir sehr angetan hatte. Und der eigentlich bestellte, sandfarbene Outdoorstoff, verunsicherte mich. Welche war nun die Außenseite? Das Gold ging gar nicht. Weder haptisch noch optisch. Aber eine kurze Mail zum Verkäufer brachte Aufklärung. Gold ist innen (viel goldener und vorallem gläzender als auf dem Foto), Beige ist außen. Und nachdem auch der Futterstoff eingetroffen war und der rehfarbene Twill  farblich nicht so recht passen wollte, war ich wieder auf Kurs gebracht. Denn der Plan war eigentlich ein regen- und winddichter Parka...


Es folgten intensive Vergleiche. Zuerst Vergleich des "alten" W&WP mit der Schnittüberarbeitung. Anschließend mit dem Fisch-Schwanz-Parka aus der Ottobre. Letztendlich viel die Entscheidung komplett den W&WP zu nähen. Und zwar in der alten Version, mit Kapuze der neuen, aber dem Fischschwanz vom Ottobre-Schnitt ...
Nachdem ich den Schnitt abgepaust hatte, verglich ich den Schulterbereich noch einmal mit meinem Doufflecoat vom letzten Jahr. Der Schulterbereich ist ja meine „Problemzone“- breites Kreuz, wenig Brust... Schien aber zu passen.

Ich konnte also endlich mit dem Zuschnitt beginnen. Allerdings erst nur den Futterstoff um ggf. Anpassungen besser vornehmen zu können. Hab ich dann auch. Nämlich die Schulter um 1 cm nach innen gesetzt.


So gefällt es mir besser und ich habe immer noch Bewegungsfreiheit.
Und wie zu erwarten, fielen die Ärmel für mich zu kurz aus. Aber das kam mir gerade recht, denn so brauchte ich sie nicht zu kürzen um die verdeckten Bündchen einzunähen.

Diese Anpassung ging sehr einfach. Ich habe das Bündchen zuerst wie immer eingenäht. Und anschließend den zum Ring geschlossenen Futterstoff. So einfach ist das.


Mir gefällt die Kombination des Mind the Moose-Stoff mit dem Ärmelfutter-Taft und dem Braunen Bündchen. Schade, dass das hinterher keiner sieht....

Anschließend habe ich das Vlies zurecht geschnitten und separat zusammen genäht. Denn, wie ich erfuhr, lässt mit jeder Naht das Thinsulate mehr Wind durch. Fand ich logisch. Also, dass da wo ein Loch ist, es durchpfeift. Daher habe ich nicht gesteppt, sondern das Vlies über das Futter gestülpt und an den Kanten versäubert. So kann beim Verbinden mit dem Außenstoff nichts verrutschen und ich muss keine Angst haben, dass sich die Baumwolle aufribbelt. An den Schulternähten und der Kapuze habe ich die Nahtzugabe abgesteppt, damit sie nicht aufträgt.Wie schlau diese Vorgehensweise war wird sich zeigen...


Die Kapuze ist noch nicht angenäht. Ich hab nämlich die Wendeöffnung vergessen...

Das Futter ist also fast fertig. Fast- weil ich eigentlich gerne Belege dranbasteln wollte. Aber ich war bei der Bestellung des Außenstoffes etwas knauserig... Dafür habe ich massig Mind the Moose übrig.... Was ist da bloß schief gegangen? Mein Man hat meinen Vorschlag, aus dem Rest ein Weihnachtshemd für ihn zu nähen, dankend ausgeschlagen... Also wenn ihr Interesse habt...


Bisherige Zeitinvestition:
... 1h Abpausen
... 1h Zuschneiden Futter
... 1h Nähen Futter
...2,5 h verstecktes Bündchen + Zuschnitt Thinsulate
... 2 h Thinsulate nähen, Schultern rein setzten + Futter mit Vlies verbinden
= 7,5 h

Als nächstes steht also Zuschnitts-Tetris und Nähen des Außenstoffes an. Davor habe ich etwas Angst. Also vorm Nähen. Denn ich habe noch kein Ahnung wie sich diese Teflonbeschichtung mit meinem Nähfuß verhält...
Außerdem bin ich mir bei einigem Designferz insbesondereTaschen und Knöpfe noch unsicher und hoffe auf Eingebung während des Nähens....

Es bleibt also spannend...

Nun schaue ich mir aber erstmal an, wie die anderen Teilnehmer(innen) die letzten Wochen vorangekommen sind.

Verlinkt mit MMM


Sonntag, 25. September 2016

Wintermantel-Sew-Along 2016...

Endlich ist es wieder Zeit zum Wintermantel-Sew-Along!
Ich liebe zwar nachwievor meinen roten Doufflecoat vom letzten Jahr und hab ihn wirklich gerne getragen, aber für so richtig knackig kalte Wintertage oder wenn es arg windig war,  war er grenzwertig und ich habe dann auf meine Outdoorjacke zurück gegriffen...
Daher "brauche" ich  einen richtig warmen Mantel. Mit Futter. Und wenn es geht auch ein bisschen Regen- / Schnee (haha) abweisend. Daher habe ich den Sew-Along-Termin herbei gesehent. Ich kenn mich doch... So Großprojekte schiebe ich nämlich gerne vor mich her...

Der Schnitt steht schon lange fest und liegt schon geplottet seit einer Weile zu Hause. Es soll der Wind- und Wetterparka von Lotte & Ludwig werden. Der gefällt mir schon seit immer. Und ich habe im letzten Winter meinen Mann um seinen Parka beneidet. Allerdings gefällt mir auch der Autumn Windbreaker aus der Ottobre 4/13 sehr gut. Da werde ich sicherlich einige Elemente übernehmen, so wie die Belege und den Fischschwanz...

Ottobre 4/13 und Wind & Wetter Parka Lotte & Ludwig
Als sonstige Features / Änderungen stehen schon fest: - kleiner Kapuze als vom WWP, verdeckte Bündchen, eine Blende, mit Schulterpasse. Joa, soweit...

Diesmal soll die Farbe nicht so knallig sein wie beim Doufflecoat. Daher habe ich mir jetzt bei Aktivstoffe als Hauptstoff einen Baumwoll-Mischgewebe mit Teflon Imprägnierung in Sand  und in Rost-orange bestellt.
Wenn "Sand" genau so aussieht wie auf meinem Rechner, ist es von der Farbe exakt das was ich gesucht habe. Das einzige was mich eventuell stören könnte, ist die Haptik. Es könnte sein, dass mir die Griffigkeit fehlt. Deshalb habe ich von der Stoffmeile Segeltuchstoffproben in beige und Terra bestellt.
Als Futter mag ich auf jeden Fall "Mind the moose" von Soft Cactus in braun haben. Den finde ich für eine Winterjacke einfach perfekt.


Auch wenn das jetzt gedanklich schon recht weit klingt, gibt es doch noch einige Entscheidungen zu treffen. So weiß ich noch nicht welche Taschen. Vermutlich werden es doch die klassischen Beuteltaschen. Eventuell oben noch Paspeltaschen.
Dann ist überlege ich noch ob zweifarbig oder einfarbig und dafür mit Paspel. Das entscheide ich dann, wenn die Muster / Stoffe da sind....
Welche wärmende Einlage. Thinsulate? H640? Was anderes? Dazu wolte ich mir den Beitrag vom letzten Jahr noch einmal genau durchlesen. Oder habt ihr irgendwelche Empfehlungen? Ich bin wirklich eine Frostbeule...

Jetzt bin ich aber gespannt was eure Wintermantelprojekte so sind...

Sonntag, 29. November 2015

WJSA Finale...

Nachdem ich das letzte mal beim WJSA schon fast fertig war und euch die ein oder andere Detailaufnahme gezeigt hatte, präsentiere ich euch heute mit Stolz geschwällter Brust- meinen Doufflecoat:


Normalerweise bin ich nicht so. Lobhudelei und Selb-Beweihräucherung sind so gar nicht meins. Aber diesmal bin ich so richtig stolz - auf mich und auf meinen Mantel. Deshalb entschuldige ich mich lieber vorher und warne vor - es folgt eine Bilderflut und es wird hier gleich kräftig stinken... ;-)


Zwischenzeitlich hatte ich schlimmstes befürchtet. Das die Farbe nicht das Wahre ist, das Innenfutter doch irgendwie doof dazu. Die rückwärtige Passe hat mich in den Wahnsinn getrieben. Dann saßen ständig die Knebel und die Taschen auf unterschieblicher Höhe. Kurzum- ich war mehrere male kurz davor das Teil in die Ecke zu pfeffern und versauern zu lassen. Und wenn ich es fertigstellen würde, dass es anschließend im Schrank versauert, weil ich es nicht mehr sehen kann. Aber dem ist zum Glück nicht so. Ich liebe meinen Doufflecoat! Ich liebe die Farbe- auch wenn sie wirklich knallig ist.



Ich bin stolz drauf dass mir ziemlich viele Punkte sehr gut gelungen sind. Auch wenn sie manchmal mehrere Anläufe gebraucht haben. Natürlich nicht alle- aber die Pfuistellen zeige ich euch nicht. ;-)


Auch freue ich mich über alle Änderungen die ich vorgenommen habe und das der Mantel nach und nach "gewachsen" ist. Dass die Idee Zeit hatten sich zu entwickeln. Ich war mir nicht von Anfang an klar wohin es gehen würde... Daher bin ich sehr froh mich doch entgegen der ursprünglichen Planung für die Riegel entschieden zu haben. Sie machen auf jeden Fall was her.


Und ich bin begeistert von der Passform. Hier trage ich den Mantel mit einem mitteldicken Pulli. Er sitzt meiner Meinung nach wie es sich gehört. Aber auch mit dickem Pulli sitzt er noch gut ohne dass ich mich eingeengt fühle. Die Taille ist da wo sie hin gehört. Ich habe sie scheinbar an die richtige Stelle verschoben.


Auf dem Foto sieht es aus irgendwelchen Gründen so aus, als säßen die Taschen völlig unterschiedlich. Tun sie aber nicht. Und man sieht, dass der Saum zum Zeitpunkt der Fotos noch nicht fertig war. Mittlerweile sind Futter und Oberstoff mittles Hexenstich fixiert. 


Auch war es die richtige Entscheidung die Ärmel zu verlängern.


Nur die Kapuze hätte größer ausfallen können. Theoretisch - denn praktisch hätte der Stoff dafür nicht mehr gereicht.


Ihr merkt ich bin rundum begeistert vom Mantel und wahnsinnig froh beim Sewalong mitgemacht zu haben. Nähtechnisch hat mich das Projekt sehr vorran gebracht. Und das regelmäßige zeigen "müssen" hat dafür gesorgt dass ich am Ball bleibe und es nicht als UFO endet. Außerdem habem mir eure Kommentare bei der Entscheidungsfindung durchaus weitergeholfen. Deshalb an euch ein dickes dickes Dankeschön für eure Kommentare und die Durchhalteparolen.
Und natürlich auch ein großes Dankeschön und Lob an Karin und Lucy für die Organisation und die Tutorials des WJSA 2015.


Ich wünsche euch allen einen schönen ersten Advent und einen gut eingepackten Winter in euren neuen Mänteln.

Verlinkt mit MMM
Schnitt: Käpykuusi, Ottobre 6/12

Änderungen: Rückenteil im Stoffbruch statt zwei Einzelteile, Taille verschoben, Ärmel verlängert, Kragen mit abnehmbarer Kapuze, Knebel statt Riegel, Riegel mit Knöpfen statt Kreuzstich, Innentasche, Außentaschen vom Modell Classico, Taschnklappen
Stoffe: Walk von Schnäppchenstoffe, Futter: DapperStoff aus dem örtlichen Stoffladen


Sonntag, 15. November 2015

Endspurt beim WJSA...

So könnte man auch meinen Zwischenstand bezeichnen....
Nachdem ich vor 2 Wochen einen ordentlichen Durchhänger hatte, liefen die letzten beiden Wochen deutlich besser. Es war zwar nichts richtig fertig, aber tatsächlich fehlte auch nicht mehr viel...

Die Ärmel vom Futter und die Innentasche wurden angenäht.

Ich habe einen neuen Reißverschluss im Stoffladen besorgt. Alles andere wäre tatsächlich kein Option gewesen... Der war zwar dreifach so teuer wie der ursprüngliche, aber dafür gab es eine super Beratuung bei den Knöpfen dazu... Die fehlten nämlich auch noch. Sowas kann ich nämlich nur entscheiden, wenn ich es am (fast) fertigen Stück sehe.
Ich hatte mir also einige Knöpfe rausgesucht die ich mir vorstellen konnte. Aber wie sollte es anders sein - in dem Knopfröhrchen mit dem Knopf der mir zu dem Mantel am besten gefiel waren ganz andere Knöpfe drinnen... Ich fragte also die Verkäuferin nach den Wunschknöpfen. Natürlich konnte sie mir nicht sagen wo das richtige Röhrchen war, aber sie fühlte genau was ich meinte und zauberte aus einer nicht öffentlich zugänglichen Schublade die perfekten schwarz-braunen-beigen Männer-Mantelknöpfe hervor!


Somit konnte ich die Knopflöcher in die Ärmelriegel machen und den Ärmel entgültig schließen. Den Mantel auf mittellang kürzen. Die Gehrungsecke nähen. Den Reißverschluss, die Knöpfe und Knebelköpfe angenähen und das Futter einsetzten.



Und entgegen meiner ursprünglichen Planung habe ich doch einen Rückenriegel gemacht.


Der Oberstoff der Kapuze ist schon zusammen genäht. Fehlt noch das Futter. Auch hier werde ich entgegen den ursprünglichen Planung und euren Tipps das dunkle Futter nehmen. So im fertigen Zustand gefällt mir das einfach besser. Mit dem weißen Futter sieht irgendwie so Weihnachtsfrau mäßig aus.

 
Außerdem fehlen noch die zwei Knöpfe zum befestigen der Kapuze am Kragen und der Saum muss noch genäht werden.
Hier überlege ich noch was ich mache. Die Ottobre sieht eigentlich den Hexenstich vor. Theoretisch weiß ich wie er funktioniert, aber ob ich den so ordentlich hinbekomme? Beim Doufflecoat des Äffchens habe ich stattdessen den Saumstich meiner Maschine verwendet....
Ich möchte den Windriegel und den Kragen eh noch einmal absteppen damit er nicht so beult und der Kragen noch besser steht und sauberer aussieht.


Daher überlege ich ob ich den Saum unten nicht auch ganz normal mit dem Geradestich absteppe. Dann würde die Naht durchgehen... 


Ich werde mir dazu gleich in Ruhe das Futter-Tutorial von Karin durchlesen. Beim überfliegen konnte ich sehen, dass der Saum und der ensprechende Stich auch angesprochen wurde...

Sonntag, 1. November 2015

Zwischenstand 2...

Und schon sind wieder zwei Wochen vergangen- es ist also Zeit für den erneuten Zwischenstand beim Wintermatel Sewalong...
Ich weiß nicht wie es euch die letzten beiden Wochen so ergangen ist, aber ich merke, dass mir anmählich die Luft ausgeht. Das liegt sicherlich einerseits daran, dass ich dank kranker Kinder nicht so zum Nähen kam wie gewünscht und andererseits, dass ich das Gefühl hatte nicht vom Fleck zu kommen.

In den letzten beiden Wochen habe ich gefühlte 134 Stunden damit verbracht die rückwertige Passe aufzutrennen, wieder zu nähen, wieder aufzutrennen, wieder zu nähen, weil der Winkel und der Bogen nicht identisch war. Wahrscheinlich hätte man es nicht gesehen, aber mich hat es gestört. Jetzt ist es zwar immer noch nicht perfekt, aber ich kann mit Leben...
Anschließend konnte ich die Passe und die rückwertigen Nähte absteppen.


Anschließend habe ich mich dem Innenfutter gewidmet. Ich habe alle Teile zugeschnitten, versäubert, zusammen genäht und abgesteppt. Lediglich die Ärmel müssen noch festgenäht werden. Aber da ich gestern schon am richtigen Stecken gescheitert bin, habe ich es vertagt...
Und die Innenentasche muss noch versäubert und festgenäht werden. Aber da ich sie nur aufsetzte, sollte das recht problemlos klappen.

Hier hat das Futter was von Omas Küchenschürze. Ich hoffe zusammengesetzt wirkt das nicht mehr so...

Ich habe die Taschen zugeschnitten und geheftet. Allerdings muss die eine Tasche noch einmal ab, da sie trotz messen irgendwie um 1 cm versetzt sitzt.
Außerdem habe ich mich doch für Taschenklappen entschieden. Diese liegen jedoch nur zugeschnitten da.
Dafür sind die Ärmelriegel zugeschnitten, genäht und abgesteppt.


Der Kragen war heikel. Hierfür brauchte ich zwei lange Stücke und hatte Glück, dass der Stoff reichte und ich nicht stückeln musste. Grundsätzlich gefällt er mir soweit ganz gut. Er ist mir allerdings noch zu hoch. Hier werde ich noch mal 1-2 cm von der Höhe wegnehmen.

Der Reißverschluss ist bisher händisch geheftet. Leider fällt er ein wenig zu kurz aus. Für mein dafürhalten hätte er gut 15 cm länger sein können. Ok, ein bisschen ist es meine Schuld, da ich mich erst nach dem Kauf für den Kragen entschieden habe. Grundsätzlich habe ich jetzt 3 Möglichkeiten. Die erste wäre, so lassen und hoffen dass es mit dem Aufklaffen nicht so störend ist.
Die zweite wäre den Reißverschluss unterhalb des Kragens beginnen lassen, dann hätte er die von der Ottobre vorgeschriebene Länge. Dadurch gewinne ich ca. 7 cm, müsste aber oben einen Knopf / Haken einarbeiten, dass es oben nicht aufklafft. Oder die letzte Alternative, einen neuen längeren Reißverschluss kaufen gehen...


Zu guter letzt habe ich noch den Oberstoff der Kapuze zugeschnitten. Es fehlt noch das Futter.


Außerdem muss der Mantel noch gekürzt werden. Vielen Dank an der Stelle für eure rege Beteiligung was Länge und Futterwahl angeht. Ich bin in mich gegangen und habe noch einmal überlegt was ich wirklich will und brauche und habe mich entschieden. Für was, werdet ihr am Finaltag sehen.

Zudem müssen noch die Knebel und Knöpfe angenäht, das Futter eingesetzt und alles abgesteppt werden. Puuh...

Auch wenn ich einiges geschafft habe, ist irgendwie nichts richtig fertig und es bleibt noch einiges zu tun...
Und jetzt gesehe ich mal bei euch schauen wie es euch ergangen ist und werde werde mir das Tutorial für die Papselknopflöcher zu Gemüte führen...



Sonntag, 18. Oktober 2015

Winterjacken-Sewalong Zwischenstand 1

In den letzten beiden Wochen war ich fleißig, auch wenn ich natürlich nicht soweit vorangekommen bin wie ich gerne gewollt hätte.
Ich habe letzte Woche den Doufflecoat vom Äffchen fertig gestellt (der wird hier nächste Woche verbloggt) und dann erst einmal ein Nähpäuschen gebraucht. Aber das Gute daran ist, dass ich erste Erfahrungen mit dem Material Walk gemacht habe und weiß worauf ich achten muss und wo die Grenzen meiner Nähmaschiene sind - nämlich bei fünf Lagen Walk, einer Lage Teddy und einer Lage Jersey.
Außerdem habe ich die Nähpause genutzt um mir einen Futterstoff und einiges an Zubehör zu kaufen und mir über einige Details klar zu werden.

Nachdem ich gefühlt das komplette Internet nach einem passenden Baumwoll oder Jersey dursucht hatte, war klar, ich muss in die Läden und mir die Stoffe in echt ansehen. Die Farbe vom Oberstoff ist einfach zu speziell. Viele Stoffe waren dafür zu pinkig oder zu klein- oder zu großmusterig. Letzendlich fiel die Wahl auf einen blau-beige-weiß-rot karierten Stoff von Dapper.
Als Futter für die Kapuze möchte ich auf jeden Fall Teddystoff haben. Bin mir aber noch unklar ob dunkelgrau oder natur.

Auch bei den Knebelköpfen ist die Wahl noch nicht gefallen. Eigentlich habe ich die grauen und die naturfarbene Kodel dafür gekauft. Beim Schränke ausmisten fiel mir jedoch ein alter und sehr abgetragener Doufflecoat von mir in die Hände den ich ausgeschlachtet habe. Daher wären auch die braunen Knebelknöpfe eine Alternative. Meine Tendenz geht aber zu der hellen Kordel und graue Knöpfe...



Ich habe mir außerdem noch einmal den Schnitt vorgenommen und analysiert was mich stört.
Wie schon beim letzten mal erwähnt, ist mir der Hals zu nackig. Ich werde daher einen zusätzlichen Kragen einnähen. Die Kapuze werde ich nicht mit einfassen, da es zu dick wird und die Nähmaschine Stiche auslässt. Der Kragen wird mit Knöpfen am Mantel befestigt.
Insgesamt ist mir der Schnitt zu feminin. Ich mag es gerne etwas derber. Daher werden die Taschen eckig. Eventuell auch Klappe.
Die Ärmelriegel werde ich doch machen, allerdings auch in eckig und mit in die Naht eingefasst und mit Knopf am Ärmel befestigt. Beim Rückenriegel bin ich mir noch unsicher. Wenn dann auch eckig und mit zwei Knöpfen.
Innen möchte ich auf jeden Fall eine kleine Tasche mit Reißverschluss haben für Schlüssel Händy etc.


Neben der vielen Theorie, habe ich auch Praxis vorzuweisen. Ich habe das Schnittmuster um 6 cm verlängert und abgepaust und Modell "Müllsack" geklebt. Hier zeigte sich, dass die Größe 170 passen müsste, jedoch die Taille zu hoch saß. Diese habe ich 5 cm herunter verlegt und mich dann an den Stoff gewagt und gehofft dass es passt.

Als erstes habe ich Vorder- und Rückseite genäht. Auf der Rückseite habe ich jedoch die Nähte noch nicht abgesteppt, da sich senkrechete Falten gebildet haben und ich nicht sicher war ob ich nicht eventuell doch alles auftrennen muss. 
Anschließend habe ich meine Armlänge ausgemessen und die Ärmel um 4 cm verlängert. Durch das einsetzten der Ärmel ist der Faltenwurf hinten besser geworden, aber dennoch noch ein wenig vorhanden. Habt ihr eine Idee woran das liegt und wie ich die Falten hinten weg bekomme?


Was mich auch noch stört ist der Knubbel an den Kreuzungspunkten der Passen. Hier treffen 6 Lagen Walk aufeinander- das ist ein Haufen Stoff, der sich dementsprechend durchdrückt. Um es zu minimieren, werde ich die Schulternaht bzw. die Absteppung noch einmal auftrennen und die Nahtzugabe in dem Bereich deutlich zurückschneiden.

Was mir bei den diversen Anproben klar wurde, ist dass mir die Länge nicht gefällt. Mir ist das zu lang. Das muss auf jeden Fall kürzer.


Ich überlege noch was mir besser gefällt - nur ein wenig zu kürzen oder doch deutlich kürzer.

Was sagt ihr? Welche Länge ist euer Favorit? Ich muss noch mindestens eine Nacht drüber schlafen bis ich mich entscheide...

Wenn das klar ist, kann ich mich den Taschen widmen und deren Größe und Position festlegen, den Kragen konzipieren und die Kapuze kürzen.

Ihr seht, es geht voran, wenn auch nur schleppend. Was aben auch daran liegt, dass ich mir "meinen" Doufflecoat zusammen bastel. Aber das ist ja das tolle am Nähen - wir machen uns das so wie es uns gefällt...

Soweit mein Stand.
Jetzt gehe ich aber meinen Mitstreiterinnen beim Wintermantel Sewalong einen Besuch abstatten und sehen wie sie mit ihren Mäntel vorwärts gekommen sind.