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Mittwoch, 20. Juni 2018

Jumpsuit...

-Werbung, unbezahlt-
alles selbst gekauft

Könnt ihr euch noch an mein Mini-Garderoben-Projekt von letztem Jahr erinnern? Da hatte ich mir am Anfang des Jahres pro "Kategorie" einen Schnitt heraus gesucht und tatsächlich auch fast alle Nähprojekte umgesetzt. Alle bis auf zwei - meine Chobebag und meinen "Jumpsuit".


Für meinen Jumpsuit hatte ich im Laufe der Zeit ganz konkrete Vorstellungen entwickelt. Dunkelblau sollte er sein. Und aus Viskose. Und als Schnitt? Ein bisschen von hier und von dort... Aber definitif ein Fake-Jumpsuit.


Die Stoffsuche gestaltete sich schwierig. Mir sagte nichts so richtig zu. Bis ich zum erstemal den dunkelblauen Viskose-Crepe von Atelier Brunette sah...

Enthusiastisch machte ich mich ans Werk. Für die Hose hatte ich mir einen Burda-Schnitt ausgesucht. 6770, so der "Name".  Mir gefiel die Asymmetrie und die Falten im Schnitt. Die Beinlänge war mit 7/8 nicht so meins. Also verlängerte ich sie auf lang.


Es kam die erste Anprobe und mit ihr die Ernüchterung... Viel zu weit und ein Drehbein! Scheinbar hatte ich beim Zuschnitt der Viskose nicht aufgepasst....

Ich trennte die Hosenbeine also wieder auf, machte sie enger, versuchte den Fadenlauf am Drehbein zu korrigieren und war irgendwann ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Aber noch lange nicht überzeugt ob der Schnitt "meins" ist. Also trug ich die Hose einige male, wusch sie und fischte sie eines Tages, wie auch immer das passieren konnte, aus der 60° Wäsche raus....


Ich hätte heulen können! Die Anprobe offenbarte meine Befürchtungen.
Nix mit lockerer Sommerhose. Knackig saß sie. Und die Länge war indiskutabel kurz...

Ich war so sauer auf mich! Und stopfte die Hose in meine Zuschnitt-/Änderungskiste...
Dort lag sie bis sich der Sommer anbahnte und ich wieder Lust auf Sommerkleidung hatte. Und Muse für Schnitt-Basteleien und Änderungen...


Ich trennte erneut die Hosenbeine auf und freute mich drüber, dass ich letzten Sommer beim engermachen nicht die Nahzugabe eingekürzt hatte. So konnte ich glatt 4 cm in der Weite dazugewinnen.
Außerdem kürzte ich die Hosenbeine um nochmal ca. 10 cm. Somit muss sie nun eine ähnlich Länge haben wie im Schnitt vorgesehen ist.

Anschließend machte ich mich an das Oberteil. Dafür legte ich Bree aus der La Maison Victor (Jul/Aug 2016) zu grunde. Den Schnitt hatte ich schon einmal genäht und entsprechend angepasst (klick hier).
Damit sich nicht nur die Asymmetrie der Hose wiederholt, habe ich am Oberteil noch zwei Falten je Seite ergänzt.


Zu guter Letzt ergänzte ich das Set noch um ein Bindeband. Das Band ist ca. 1,5m lang und ca. 4,5cm breit. Die Länge ist gerade richtig um zur Schleife gebunden zu werden. Die Enden des Bandes habe ich angeschrägt...


In meiner Vorstellung kaschierte das Bindeband das breite Gummi der Hose. Tut es nicht. Ausmessen hätte wohl geholfen... Aber nach den Fotos stellte ich fest, dass das Bindeband und die Schleife auch gut funktionieren wenn ich das Oberteil über der Hose trage. Um so besser. Mir gefällt es mit Band nämlich noch besser als ohne.


Der Weg zu meinem Fake-Jumpsuit war hart. Und es lag nicht an Burda. Die Anleitung habe ich nämlich gar nicht est gelesen... Und das Teil ist alles andere als perfekt. Aber momentan überwiegt die Erleichterung. Die Erleichterung darüber die Hose gerettet zu haben. Und dass ich meine Idee mit den aufeinander zulaufenden Schrägen und den Falten genau so umsetzten konnte wie in meiner Vorstellung. Und das es trotz Zweiteiler nach Jumpsuit aussieht.
Meine Bedenken dass der Schnitt was für mich ist, sind komplett verflogen. Ich fühle mich in dieser für mich extravaganteren Kombi erstaunlich wohl. Und habe es schon und werde es auch sicherlich wieder tragen.
Als Set oder einzeln. Das wird sich im Laufe der Zeit herausstellen...


Und ich bin optimistisch, dass die ehemaligen Trennnähte nach dem Waschen und erneutem Bügeln nicht mehr so deutlich in den Vordergrund treten... Nur Dämpfen hatte leider nicht geholfen. 

Jetzt bin ich aber gespannt was es beim MeMadeMittwoch Special noch für Jumpsuits zu sehen gibt.

Verlinkt: MeMadeMittwoch, AfterworkSewing, Frau freut sich,
Schnitt: Hose-Burda,  6770, Oberteil- Bree, La Maison Victor, Juli/August 2016
Stoff: Viscose Crepe Midnight, Atelier Brunette über Finas Ideen

Dienstag, 21. November 2017

Vic...

Für das Äffchen gab es - zum Glück rechtzeitig vor dem Kälte-Einbruch - die Jacke "Vic" aus der LaMaisonVictor 5/2016.
 Die Not war groß. Die alte Fleecejacke zwar heißgeliebt, aber mittlerweile deutlich zu kurz und das Ende des goldenen Herbst von den Metorologen für entgültig vorausgesagt... Es musste schnell Ersatz her. Der einzige warme Stoff im meinem bescheidenen Vorrat war ein blau-/marinefarbener Fleece. Da half auch kein gemoser des Äffchens - wohlgemerkt nach dem Zuschnitt - er wolle keine blaue Jacke...


Als ich ihm am nächsten morgen die fast fertige Jacke präsentierte, war er schon versöhnlicher und bestellte auch noch eine zweite Reißverschlusstasche... 


Aber da ich mir während des Nähens fragte, was man mit so einer Mini-Tasche anfangen soll - sie ist nur ca. 1 cm tief und 3,5 cm breit-  ignorierte ich diesen Wunsch. Und jetzt ist diese Brusttasche das absolute Highlight für das Äffchen... Unglaublich was da alles reinpasst... Notfall-Lutscher, Bahntickets, das Taschengeld, Haargummis und sonstige Schätze...


Die Papeltaschen werden vom Äffchen ausschließlich fürs Hände reinstecken benutzt. Die Anleitung war übrigens recht verständlich beschrieben. Mir gefällt zwar die Art wie ich sie z.B. bei meiner Donna genäht habe besser, aber auch interessant mal eine andere Methode kennenzulernen. Die hätte ja auch noch leichter sein können, nicht?

Zum Glück hatte ich das Schnittmuster vorher verglichen, denn die Jacke fällt schmal aus. Das Äffchen hätte mit seinen 1,10m laut Tabelle auch die 110 genäht bekommen sollen. Das was ihr hier seht, ist eine 116 ohne Veränderung. Ich finde sie passend. Zumal mein Fleece auch nicht dehnbar ist. Aber auch von der Gesamt- und Ärmellänge nicht übermäßig zu groß.


Dafür dass die Jacke im nicht gewünschten blau ist und nur die eine "Schätze-Tasche" besitzt, hat sie sich hier zum absoluten Lieblingspulli gemauster. Ob es am Kuschelfaktor und den frischen Temperaturen liegt oder doch an der "Schätze-Tasche" keine Ahnung. Aber ich bin auf jeden Fall erleichtert ;-)



Verlinkt mit
CreaDienstag, Dienstagsdinge, Made4Boys
Schnitt: Vic, LaMaisonVictor 5/2016

Stoff: Fleece aus dem Bestand

Montag, 16. Januar 2017

Zwischenstand bei #myfallessentials...

Tja, was hat sich seit dem ersten Beitrag zu #myfallessentials getan?
Ich war mir damals unsicher bei meinem Stil. Mir fehlte gefühlt die Linie...
Außerdem mangelte es mir an Basics. An beiden Punkten habe ich gearbeitet. Auch wenn ich zwischenzeitlich das Gefühl hatte nicht vom Fleck zu kommen und mich im Kreis zu drehen. Aber tatsächlich bin ich einen großen Schritt vorangekommen und war ich sogar sehr produktiv...


Es sind 2 normale Langarmshirts, ein Rollkragenpulli, ein simples Sweatshirt nach dem Grundschritt Relaxed aus der Ottobre (das Kleid muss mind. eine Nummer kleiner genäht werden), zwei Strickjacken - eine genähte und eine gestrickte, eine Cheyenne Tunic als erstes Teil meiner Mini-Garderobe 2017 und als Masterpiece mein Wind- und Wetterparka entstanden. Ein rotbraunes Langarmshirt und ein brauner Pulli werden noch folgen...
Alle Teile - bis auf die olivefarbene Strickjacke werden gerne und viel getragen. Die Strickjacke ist schlichtweg zu dünn um aktuell gertragen zu werden.
Damit Platz für die neuen Teile im Schrank war, habe ich im Vorfeld viel aussortiert. Und wenn der Winter rum ist, werden weitere Teile gehen müssen...

Die Collage gibt schon einen guten Eindruck meiner bevorzugten Farben wieder. Aber ganz offensichtlich wurde es, ich für zwischen den Jahren meinen Koffer nur mit lauter Lieblingsklamotten packte...
Nur meine aprikot-/lachsfarbene Bluse für chice Anlässe fehlt auf dem Stapel...


Die meisten werden diesen Stapel als zu bunt empfinden. Aber ich mag Farbe! Und ich fühle mich wohl in Farbe. Weiß, schwarz oder grau habe ich kaum mehr in meinem Schrank. Darin fühle ich mich nicht wohl. Ebenso wenn ich mich ausschließlich in neutralen /quasi neutralen Farben kleide...
Daher trage ich meistens meine Basisfarben kombiniert mit einer Akzentfarbe.

Als Basisfarbe haben sich hier braun, marine, sand und olive durchgesetzt. Wobei ich im Herbst / Winter olive dem sand  vorziehe. Ansonsten gibt es bei mir sonnen-/senfgelb, karamel und petrol als Akzentfarben. Im Frühling / Sommer statt karamel eher orange / aprikot / lachs.

Seitdem ich meinen Schrank farblich nach und nach auf Frühlings-/ Herbsfarben umgestellt habe, fällt es mir viel leichter mit dem Kombinieren. Denn farblich kann ich nun fast komplett kreuz und quer kombinieren.... Und das tue ich nun auch fleißig. Manches passt besser zusammen als anderes, aber so richtige Flopps gibt es eigentlich kaum noch...


Besonders glücklich bin ich natürlich über meinen Parka. Denn durch die Farbe "Sand" ist er wunderbar kombinierfreundlich. Nur zur meiner braunen Ludwig Lässig passt er nicht so gut.
Da er fast täglich im Einsatz ist kann ich nun auch Rückmeldung zum Oberstoff und dem Wärmeempfinden geben...
Der Oberstoff  hält was er verspricht. Er ist regen- und schmutzabweisend. Wenn das Räupchen mal wieder auf den Arm wollte und seine matschigen Schuhe an meiner Jacke abstreifte, reicht es den Matsch trocknen zu lassen. Anschließend lässt er sich problemlos ausklopfen.
Wärmetechnisch ist der Parka (bestehend aus beschichtete Baumwolle, Thinsulate und Baumwolle) ebenso warm wie mein Doufflecoat aus Walk. Bei ca. 5 ° kann ich mich drunter ganz normal kleiden. Ist es kälter, muss ich drunter meinen Fleece- oder Merinopulli tragen....
Was aber definitiv ein großes Plus für den Parka ist, ist dass er tatsächlich winddicht ist. Auch der klirenste Wind dringt nicht ein.  Das war ja das große Manko vom Doufflecoat.


Auch stilistisch ist mir einiges klar geworden.
Im Winter geht mir der Stil flöten - ich bin eine Frostbeule.  Das war mir jetzt nicht neu ;-)
Ich kann mich gar nicht warm genug einpacken. Daher trage ich tatsächlich am liebsten Pullis. Und gerne Grobstrick. Drunter ist es fast egal, Hauptsache Langarm und warm, da die Wahrscheinlichkeit dass ich den Pulli auch in Räumlichkeiten ausziehe, gegen Null geht. Für den nächsten Winter möchte ich daher gerne für mich stricken...


Der Pulli ist "Jennifer" aus der La Maison Victor 5/16 und wurde von meiner Mutter für mich gestrickt - natürlich in grün / petrol ;-) Wie immer bei LMV in 34 aber um ca. 10 cm verlängert.  Eigentlich ist Mohair vorgesehen gewesen, aber ich habe mir ihn aus Merinowolle gewünscht. Jetzt ist er zwar nicht so fluffig, passt da für aber zu mir und meinem Leben...

Im Herbst / Frühling liebe ich Cardigans. Am liebesten in einer längern Variante. Also über den Hintern gehend. Hier zum Beispiel meine Strickjacke aus der La Maison Victor (Modellnahme ist mir gerade entfallen).


Den habe tatsächlich ich gestrickt. Meine Strickfähigkiten sind definitif ausbaufähig. Dennoch bin ich stolz drauf. Denn es ist das erste Teil dass ich seit meiner Jugend gestrickt habe. Und das waren dann auch nur Schals... Die Wolle besteht aus unterschiedlichen Fäden. So auch einen weißen und kupferfarbenen, die sich immer wieder verdicken. Dadurch ist die Farbe nicht langweilig und passt toll vorallem zu rot und braun Tönen aber auch zu Jeans...

Jeans ist ein gutes Stichwort - Das ist mein Kleidungsstück schlecht hin! Ich trage durchaus auch was anderes als meine dunkle Jeans die auf der Hüfte sitzt, aber tatsächlich ist diese Hose wahrscheinlich das meistgetragene Kleidungsstück in meinem Schrank. Das kann man auch meinen Fotos erahnen...
Röcke trage ich so gut wie gar nicht. Und Kleider eigentlich fast ausschließlich im Sommer oder zu besonderen Anlässen...
Eigentlich war noch eine Hose geplant. Die steht bei meiner Mini-Garderoben-Liste für März auf dem Programm. Sie ist also nicht hinten runter gefallen, aber erst einmal ging es drum, den tatsächlichen Bedarf zu decken.

Was mir auch riesig geholfen hat, mir über meinen Stil klar zu werden, sind meine Schnittrecherchen und Skizzen für mein Jahresprojekt #Ich nähe mir meine Mini-Garderobe 2017.
Das Skizzieren hat noch mal richtig schön visualisiert was ich mag. Und es war gut zu sehen, was zusammen passt und was nicht. Ich denke, dass werde ich beibehalten...

Aber nun zu den was ich mag: Momentan sind es eher legere Schnitte - Relaxed /Loose fit. Nach wie vor die überschnittenen Ärmel, wie an den beiden Pullis und kleinere runde Ausschnitte.
Oder einen moderaten U-boot Auschnitt wie an meiner Tanja.


Grundsätzlich mag ich schon blusenähnliche Schnitte - allerdings trage ich sie sie vorwiegend im Frühling/ Sommer.
Es gibt spezielle Elemente die ich an "Blusen" mag. Das sind Stehkrägen, kurze Knopfleisten, verdeckte Knopfleisten und Riegel.


Ich denke, durch die Zusammenstellung lässt sich mein Stil recht gut erfassen.
Und momentan bin ich eigentlich recht zufrieden mit meinem Stil und dem Weg den ich eingeschlagen habe. Das liegt mit sicherlich auch daran, dass mir zwei Personen unabhängig und ohne dass ich danach gefragt hätte, sagten, dass ich einen coolen und für mich passenden Stil bekommen hätte... Wenn das nicht runter geht wie Öl...

Mittwoch, 23. November 2016

Manche Teile brauchen etwas länger...

Im Fall dieses Kleides ziemlich genau 2,5 Jahre! Ok, ich habe keine 2,5 Jahre dran gesessen. Die meiste Zeit schlummerte es in der UFO Kiste. Damals hatte ich es für eine Hochzeit begonnen, aber dann schlich sich das Räupchen ein und ich war recht früh ziemlich rund...

Das Kleid war natürlich gebügelt, aber das Foto ist im Laufe des Tages entstanden...

Als dieses Jahr wieder eine Hochzeitseinladung bei uns einging, war klar, dass ich mein Kleid Tanja von Schnittchen endlich fertig machen wollte. Denn es gefiel mir nachwievor. Vorallem der Tulpenrock mit der Faltenlegung hatte es mir angetan. Endlich was auf der Hüfte! ;-)

   So habe ich das Kleid aus der UFO Kiste gezogen. 


Wie ihr seht, hat sich einiges dran getan...
Die Ursprungsfarbe ging für mich gar nicht. Viel zu blass... Aber der Stand der Baumwolle und ihre leicht unregelmäßige Struktur waren für das Kleid perfekt.
Ich habe das Kleid also umgefärbt (in der Waschmaschine und die sah danach gar nicht mehr gut aus, also Achtung!). Mit der Farbe, eine Mischung aus Smaragd und Petrol bin ich wirklich glücklich, dafür dass es ein Zufallsprodukt ist...


Außerdem habe ich das Kleid im Oberkörper deutlich enger gemacht noch zweimal den nahtverdeckten Reißverschluss neu eingenäht bis er mir gefiel. Nachwievor nicht perfekt, aber unsichtbar genug...
Außerdem die Ärmel eingesetzt und gesäumt.

Zu Tanja gibt es zwei Ärmel Möglichkeiten - Kappärmel oder 3/4 Arm. Lange habe ich gezögert die Kappärmel zu wählen. Immerhin war die Hochzeit Anfang Oktober... Meine Wahl fiel auf die kurzen Ärmel, da ich drüber einen Blazer tragen wollte und wir uns ohnehin die meiste Zeit in Räumlichkeiten befinden würden. Die Entscheidung war genau richtig. Mir war abends ordentlich warm...

Ich habe allerdings erst das Kleid gekürzt und mit Schrägband versäubert bevor ich mich entschloss doch mit Hand zu säumen. Daher sieht man Innen das Garn etwas. Aber mich stört es nicht. Irgenwie hab ich am Tag der zweiten Fotos - wir hatten tatsächlich von meinem Abendoutfit keine gemacht- komisch gebügelt. Der Saum sieht unschön aus. Aber man sieht ja auf den anderen Fotos, dass es ihn auch in hübsch gibt ;-)
Außerdem habe ich noch schnell ein Unterrock zu genäht und ihn an die Nahtzugabe es Rockteils geheftet. Der erfüllt seinen Zweck voll und ganz und trug sich angenehm.

Tagsüber, beim Standesamt, war ich ein wenig legerer gekleidet. Mit Strumpfhose und Stiefeln. Und auf dem Weg zum und vor dem Standesamt mit Strickjacke (La Maison Victor) und Halstuch...


Abends habe ich, zu mindest für kurze Zeit, die kurze Version des Victoria Blazers aus Velour-Leder-Imitat und Baumwollfutter über dem Kleid getragen. Außerdem habe ich die Strumpfhose und Schuhe gewechselt. Was habe ich mich gefreut, als ich feststellte wie perfekt die Schuhe dazu passen. Endlich eine gute Gelegenheit sie auszuführen...


Ich finde den Victoria Blazer zu dem Kleid klasse. Genäht habe ich Größe 10 ohne Änderungen. Dank der technischen Zeichnungen hatte ich keine Probleme mit der englischen Anleitung. Ich hatte lediglich das Problem, dass das Baumwollfutter scheinbar zu schwer im Verhältnis zum Außenstoff war und sich nach unten herausgeschoben hat. Ich habe daher die Nahtzugabe mittels Hexenstich am Futter fixiert...

Der Blazer endet exakt am Beginn des Rockteil des Kleids. Auch die 3/4 Ärmel finde ich gut. Allerdings hätten sie für mich einige Zentimeter länger sein können... Und diesen Umschlag finde ich toll.
Leider habe ich kein Detailfoto. Da würde man nämlich sehen, dass es nicht enfach nur ein weißer Stoff ist, sondern einen Druck mit braunem gekritzel drauf hat....

Grundsätzlich mag ich es optisch sehr gerne wenn die Ärmel vom Blazer umgeschlagen sind und man das Futter sieht. Aber hier soll das sogar so und macht mit der Art Manschette richtig was her.

Inwiefern ich den Blazer im Alltag tragen werde, weiß ich noch nicht. Zur Jeans und Shirt wirkt es durchaus extravagant. Immerhin habe ich mir mittlerweile ein paar Kombinationsideen für den Frühling / Sommer überlegt...

Das Kleid werde ich sicherlich wieder tragen. Ich habe mich darin pudelwohl gefühlt. Und je nachdem was man dazu trägt kann es Up- oder Downgestylt werden. Ich finde, es geht auch super zu meinen heißgeliebten Chucks. ;-)


Und was sagt ihr? Hat es sich gelohnt das Kleid wieder hervor zu holen?
Und was sagt ihr zum Blazer?

Verlinkt mit MemadeMittwoch und dank meines nahtverdeckten Reißverschluss auch zu #12lettersfhandmadefashion - diesmal mit dem Buchstaben N
Schnitte:
Kleid: Tanja von Schnittchen,
Blazer: Victoria Blazer von by Hand London,
Cardigan: Rosina aus der La Maison Victor 3/16 aus Rico Fashion Top Spin in beige
Stoff:
Kleid: Baumwolle aus Schwiegermutters Bestand, gefärbt,
Blazer: Velour-Leder-Imitat vom Stoffmarkt

Donnerstag, 18. August 2016

Camouflage-Retro-Top...

Direkt nach dem Erscheinen der aktuellen La Maison Victor (Juli/August16) habe ich mir das Top Bree genäht. Für die heißen Sommertage...  Auch wenn gefrotzelt wird, dass dieser Sommer kein Sommer war, habe ich das Teil  recht häufig getragen. In allen möglichen Kombinationen... So wie hier mit Jeans oder zu meinen Chinos oder zu kurzen Hosen...


Im Büro mit einem luftigen Hängerchen drunter - der Ausschnitt ist schon seeehr tief geraten - nachmittags oft nur mit Bikini Oberteil... Seltsamerweise fühle ich mich mit Bikini drunter angezogener als mit BH. Dabei macht es stoffmengenmäßig wirklich keinen Unterschied. Komisch, oder? Geht es euch auch so?


Nun aber zum Schnitt. In der LMV ist es mit "schnell zu nähen" und als mittel schwer (2 von 4) eingestuft.
Schnell zu nähen ist es wirklich. Ich habe ca. 4 Stunden gebraucht für alles. Also mit abpausen, zuschneiden und nähen. Ok, dann noch einmal ca. eine halbe Stunde weil ich diverse Änderungen vorgenommen habe.
Grundsätzlich hatte ich das Top schon 12 cm länger zugeschnitten als vorgesehen. 6 cm wegen der Größe und nochmal 4 cm weil das Top an dem Model knapp aussah. Ich mag einfach kein bauchfrei...
Im nachhinein habe ich aber noch einige Änderungen vorgenommen. So habe ich aus dem Top die leichte A-Linie herausgenommen. Das ist mir mittlerweile schon öfters aufgefallen, dass mir diese Form nicht schmeichelt. Gerade geschnitten oder tailliert sieht bei mir einfach besser aus. Außerdem habe ich unten den Saum noch einmal aufgetrennt und das Gummi verlängert.

Statt des Druckknopfs oben, habe ich den Kreuzungspunkt einfach festgenäht. Die Ausschnittweite reicht mehr als aus um einfach nur hereinzuschlupfen. Außerdem habe ich die untere Stofflage punktuell an der äußeren Kante festgenäht. So kann die obere Stofflage sich frei bewegen und weich fallen. Hier auf dem Foto kann man es erahnen...


Erst hatte ich das nicht gemacht, aber da hat jeder noch so kleine Windstoß den leichten Baumwollstoff so verzogen, dass oft der Bauch frei lag....

Was mir an dem Sitz gut gefällt und wo ich auch nichts geändert habe und ich ehrlich gesagt auch nicht wüsste wie, ist wie der Halsausschnitt im Nacken sitzt. Da steht nichts ab. Und auch den Armausschnitt finde ich gut gelungen. Eng genug damit normalerweise (ja, ja Ausnahmen bestätigen die Regel) nichts hervorlunst, aber nicht einengend oder gar einschneidend.
 

Wie empfohlen habe ich mein Top aus einem "weichfallenden gewebten Stoff" genäht. In meinem Fall ist es eine ganz dünne Baumwolle. Eigentlich mit Halbkreisen und Strichen bedruckt. Also eigentlich ein graphisches Muster. 


Mein Mann meint aber, dass es von weitem was von Camouflage hat... Mal ehrlich, so ganz unrecht hat er nicht... Dennoch finde ich das Teil (nach den Änderungen) recht kleidsam geworden. Und vorallem sehr angenehm zu tragen. Wenn es heiß ist, gibt es kaum was angenehmeres als luftig-leichte Webware...


Schwer oder aufwendig zu nähen war es übrigens  nicht. Die zwei von vier Häusern kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Ich habe extra auch noch mal deren Definition von Stufe 2 angesehen. Das einzige was  nach deren Definition die Stufe zwei rechtfertigt, sind die Belege.
Das Top besteht aus einem Rückenteil, den beiden Vorderteilen, Ärmel- und einen Halsbeleg. Der wird vorne an den Beleg der Vorderteile dran genäht. Dieser ist aber schon im Vorderteil integriert und wird nur umgebügelt und abgesteppt. Ansonsten noch einen Tunnelsaum für das Gummi nähen und die Ärmelbelege annähen und umklappen...



Verlinkt mit: Rums
Stoffe: weichfallender Baumwolle-Webware vom Stoffmarkt

Mittwoch, 25. Mai 2016

Flamingos...

Animal- so das Thema des angekündigten Mottotag bei MMM. Na prima!
Genau das richtige für mich... Weder Animalprints, noch Tierdrucke sind meins... Aber man kann ja mal gucken was der Online -Stoffmarkt so hergibt, ne?

Und dann das! Flamingos- grafische aufgemacht! Auf Webware. Genauer gesagt Double Gauze- Wollte ich schon länger testen... Da setzte der Verstand aus. Und die guten Vorsätze auch. Ich war verliebt- ganz egal, dass der Hintergrund mint ist und mich die Farbe blass macht. Und Flamingos in der Regel ziemlich pink sind und auch dass überhaupt nicht meine Fabe ist... Cooles grafisches Muster = muss ich haben!


Dann kam der Stoff, übrigens von Charley Harper aus der Serie Maritime für Birch Fabric, und ich war erstmal enttäuscht... Die Flamingos hatte ich mir nur halb so groß vorgestellt. Und den Double Gauze viel weichfallender. Letztendlich ist es in seiner Steifheit und Griffigkeit ein bisschen wie Leinen. Toll, aber nicht das was ich erwartet hatte. Allerdings muss ich sagen, dass der Stoff, jetzt nachdem ich ihn zweimal gewaschen habe schon weicher geworden ist. 


Andererseits ist es auch logisch- bei Double Gauze handelt es sich, wie der Name schon sagt um doppelte Stofflage. Wenn man beim oberen Bild ganz genau hinschaut, kann man die Punkte an denen die beiden Lagen miteinander verbunden sind erahnen...

So recht wusste ich nicht was ich mit dem Stoff anfangen sollte. Tatsächlich für mich vernähen? Zwei Tage ging es in meinem Kopf: Bluse? Short? Kissen? Bluse? Kissen? Short? Kissen? Mein Mann ermutigte mich, meinem Plan bei der Stoffbestellung zu folgen. Wie ihr seht ist es die Bluse geworden. Und zwar die Donna von LaMaisonVictor.


Das war mein erster Versuch mit dieser Zeitschrift und ich bin begeistert. Die Zeitschrift ist schön aufgemacht und hat ansprechende Fotos inklusive Stilingvorschläge. Die Schnittbögen sind übersichtlich und die Erklärung ist im Vergleich zur Ottobre oder Burda ein Roman. In gut verständlich. Sogar Skizzen sind zur Erläuterung dabei...


Auch auf die Innenverarbeitung scheint wert gelegt zu werden. Der Ausschnitt ist komplett mit Beleg gearbeitet und wird hinterher festgesteppt. Zwar war das Anbringen und richtig klappen des Beleges ein wenig tricky, aber Anhand der Skizzen durchaus nachvollziehbar.


Und hätte ich mir beim Ärmelumschlag annähen die Skizzen genauer angeguckt, wäre der Erklärung gefolgt und wäre nicht der Meinung gewesen, dass die kein Ahnung haben- ich aber schon, hätte ich mit das Auftrennen und neu annähen sparen können...

Das sind die beiden kniffligeren Stellen der Bluse. Es sei denn man hat Angst vor Knopflöchern, dann muss man die Hürde noch nehmen. Die braucht man nähmlich. Ohne kommt man nicht richtig in die Bluse rein.


Und wie es für eine klassische Bluse gehört, hat Donna einen geschwungenen Saum. Sowas mag ich gerne...Und wenn man richtig ordentlich bügelt, lassen sich auch die Rundungen erstaunlich gut in Form bringen. Das steht hier leider nicht dabei. Auch wenn ich mittlerweile über die Wichtigkeit des Bügelns bescheid weiß, drücke ich mich gerne davor. Aber man kann es nicht anders sagen- es hilft beim Nähen und lässt das Ergebnis um einiges ordentlicher werden. So wie hier meinen Saum. Auf den bin ich ein wenig stolz...

Grundsätzlich finde ich die Passform der Bluse gut. Entsprechend der Maßtabelle habe ich eine 34 genäht. Da ich einige Zentimter länger bin als die für die Größe angegebene Länge, habe ich die Bluse um 3cm verlängert. Würde ich rechnen können, hätte ich gemerkt, dass es deutlich mehr hätten sein müssen. Dann wäre die Bluse auch so lang, wie auf den Bildern. So ist es gerade noch ok- der Saumhochpunkt ist doch sehr knapp vor hüftfrei...


Außerdem habe ich sie im Nachhinein unterhalb der Ärmel noch etwa eine Nummer enger genäht. Entweder fällt der Schnitt etwas größer aus oder es liegt am Stoff. Ein weichfallender Stoff, so wie angegeben, wäre sicherlich geeigneter gewesen.... Beim nächsten Mal... Das wird es sicherlich geben. Mir gefällt der Schnitt außerordentlich gut. Hat ja auch überschnittene Ärmel- auf die steh ich...


Das hier ist mit Abstand das ausgefallenste Teil in meinem Kleiderschrank. Das zudem absolut kombinationsunfreundlich und voll 80ies ist. Das ich im Laden never ever auch nur mit dem Popo angeguckt hätte... Und dennoch! Ich find die Bluse einfach mega. Ich bin sogar schon mehrfach (positiv) drauf angesprochen worden. Das passiert eher selten, da man meinen Klamotten selten ansieht das sie selbstgenäht sind. Vielleicht sollte ich öfters mal mutig sein und so ausgefallene Stöffchen tragen...
Aber jetzt bin ich erstmal gespannt was ihr dazu sagt und wie häufig ich sie tatsächlich tragen werde...

Verlinkt mit MMM
Stoff: Charley Harper Maritime Double Gauze über gundn-atelier