Donnerstag, 18. Oktober 2018

Lavanda und Gloria...

-Werbung,
die Schnitte wurden mir zum Probenähen zu Verfügung gestellt-

Heute habe ich "Fotoleichen" für euch...
Meine Lavendula von Firlefanz und meine zweite Gloria von Freuleins sind bereits während des Probenähens im Frühling /Frühsommer entstanden und wurden auch direkt abgelichtet.
Aber wer mag sich bitte schön eine lange Hose und ein 3/4-Shirt bei über 30° Grad anschauen?
Jetzt passt das Outfit wieder zu den Temperaturen...
Morgens, wenn es frisch ist, kombiniert mit Jäckchen/ Cardigan und notfalls Halstuch.


Lavendula ist die Ganzjahres-Version vom Sommer-Top-Variante "Lavanda". Beide haben diesen tollen V-Ausschnitt mit Raffung. Der einer kleinen Brust optisch ein bisschen mehr draufschummelt, aber einem großen Busen ungemein schmeichelt.


Das neben mir ist Christine von der Facebookseite "Zaubertatze". Wir kennen uns aus dem Berufsleben und haben uns beim Lavanda und Lavendula Probenähen wieder getroffen. Diesmal habe ich ihr die Fotos zu verdanken.

Wie ihr seht, gibt es neben der 3/4-Arm-Variante, auch die Option von Kurz-, aber natürlich auch Langarm.
Außerdem gibt es noch zwei Kleid-Varianten. Einmal eine schmale A-Linie und einmal mit tiefangesetztem Tellerrock. Außerdem gibt es, wie bei Lavanda auch, die Möglichkeit eines V-Rückenausschnitts.
Aber da es bei mir im Schrank an Basics mangelt und mein Reststück, ein relativ fester und dicker Jersey, nicht mehr hergab, habe ich mich für diese schlichte Version entschieden.


Wirklich häufig konnte ich mein Shirt auf Grund des mega Sommers bisher noch nicht tragen. Aber wenn, dann habe ich das feminine, körperbetonte Shirt gerne mit meiner Boyfriend-Jeans Gloria kombiniert. Hier seht ihr meine zweite Version. Im Gegensatz zu meiner erst, den Beitrag findet ihr hier, habe ich diesmal einen relativ dünnen Jeansstoff mit unbekannter Menge Elasthan verwendet. Und schon sitzt sie völlig anders.
Das ist das eigentlich fiese am Jeans nähen - das unvorhersehbare Verhalten des Stoffes. Gibt er nach beim Tragen? Wenn ja wieviel? Wie verhält es sich nach den ersten Wäschen?...
Deshalb trage ich die Hosen erst einmal ein bisschen ein um zu beurteilen ob noch etwas Weite dazu/weg muss. Diese Gloria passt so eigentlich gut als Boyfriendhose, aber sie muss spätestens nach 3 mal tragen in die Wäsche. Dann hat sie mir zu sehr Form verloren... Aber hey, damit kann ich leben. Und im Sommer war sie super zum tragen. Angenehm luftig.


Verlinkt mit: Sewlala, DuFürdicham Donnerstag
Schnitt: Lavanda von Firlefanz (Shirt) und Gloria von Freuleins (Hose)
Stoff: fester Jersey von Karstadt, Jeans vom Stoffmarkt

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Dill-Tee...

-Werbung, ohne Auftrag. Alles selbst bezahlt-

... Jetzt strickt ich auch noch! Zu mindest versuche ich es...
Lang genug habe ich die Strickfraktion der DIY-Szene um ihr können bewundert. Aber nur durch Bewunderung lent man es nicht...
Wobei ich ehrlich gestehen muss, dass ich Stricken in meiner Kindheit gelernt habe und diverse mehr oder weniger löchrige und regelmäßige Schals produziert habe. Seitdem lag es weitestgehend brach...


Als mir das Dill-Tee von We are knitters das erste mal begegnete war ich gleich Feuer und Flamme.Ich mag Perlmuster. Dennoch habe ich lange mit mir gerungen. Aber hey- es ist als einfach eingestuft. Und wenn man ehrlich ist, besteht es auch nur aus rechten und linken Maschen... 
Also habe ich bei einer Rabatt-Aktion ein Set erworben. Das ist perfekt für so Anfänger wie mich. Man erhält eine schön geheftete Anleitung (in mehrern Sprachen und auch mit ein paar Bildern), Wolle in der für das Projekt nötigen Menge, Nadeln zum Vernähen der Fäden, Sticker (netter Gimick- aber mehr als einmal nun auch nicht nötig) und wenn man mag auch die passenden Stricknadeln. Diese sind optional.


Da ich mir nicht vorstellen konnte, dass für M drei Knäul Wolle - übrigens reine Baumwolle in der Farbe Lachs - ausreichend sind, habe ich noch zwei weitere Knäule dazubestellt. Das war allerdings völlig unnötig. Denn ich habe meine Dill-Tee um 12 Reihen verlängert - 10 Reihen im rechtsgestrickten und 2 Reihen im Perlmuster Teil - und ich hatte noch gut 1/3 des dritten Knäuls übrig.
Ohne Verlängerung wäre mir das Strickteil deutlich zu kurz geworden.


Mit der Anleitung bin ich im großen und ganzen gut klar gekommen. Allerdings hätte ich mir gewünscht dass so Punkte wie Ärmel-Bündchen anstricken oder Maschen aufnehmen für Ausschnitt erklärt würden. Für die meisten mag es Basic sein, aber für mich war es das erste selbstgestrickte Kleidungsstück. Da benötige ich mehr Assistenz. Zumal auf die Tutorial-Seite von WAK verwiesen wird und dort sogar wie man Maschenanschlägt erklärt ist... Hilfe habe ich dann letztendlich auf You-Tube gefunden...

Das einzige was fast schiefgelaufen wäre, war der Halsausschnitt. Der ist knapp. Sehr knapp. Obwohl ich locker abgekettet habe, passe ich gerade so durch. Also auf jeden Fall größer vorsehen...


Für mein erstes richtiges Strickteil bin ich ziemlich zufrieden. Es ist nicht fehlerfrei, aber ich habe keine größeren Löcher produziert und es kam weder zu sonderbaren Maschenvermehrungen noch -minderungen. Und die Verbindungsnaht der beiden Strickteile ist mir quasi unsichtbar gelungen.
Das war ein Erfolgserlebnis was Lust auf mehr macht. Ihr dürft euch also hier demnächst auf das ein oder andere weitere Strickstück freuen...


Das DillTee war für mich als Strick-Einsteigerprojekt bestens geeignet. Es hat Spaß gemacht. Es ist recht schnell gestrickt (theoretisch, wenn man nicht so eine lahme Anfängerin ist wie ich), da es keine Ärmel hat und mit Nadelstärke 5 gestrickt wird. Und durch die Musteränderung fühlt es sich kurzweilig an.
Die Wolle lies sich gut verstricken und ich hatte keine Anknotungen (zum Glück bei dem Preis).
Leider erhält man bei We are knitters nur entweder Komplett-Pakete oder Wolle. Denn es gäbe da schon das ein oder andere Teil das mir gefallen würde, wo mir die vorgeschlagene Wolle jedoch nicht zusagt...
Da werde ich mich wo anders umsehen müssen. Für Vorschläge bin ich dankbar. Schließlich ist Stricken für mich Neuland...

Verlinkt mit: MeMadeMittwoch, Sewlala   
Schnitt: Dill Tee von We are knitters
Wolle: Pima Cotton, lachs

Donnerstag, 9. August 2018

Freestyle-Rock bzw. einfach mal gemacht...

- Werbung, unbeauftragt, alles selbst bezahlt -

Dieser Sommer hat mich kleidungsteschnisch an die Grenzen meines Kleiderschrankes gebracht... Das ist der Nachteil einer eher minimalistischen Garderobe. Auf eine so ausdauernde heiße Periode ist er schlicht weg nicht ausgelegt. Und schon dreimal nicht wenn es bürotauglich sein soll.
Deshalb habe ich als Ergänzung zu meinen luftig leichten Sommertops kurzerhand einen "Free-Style-Rock" genäht. Aus einem Reststück olivegrünem recht festen Leinen. Ohne Anleitung. Einfach wie ich ihn mir vorgestellt habe.


Etwas über knielang bzw. so lang wie das Reststück von 55cm + etwas Anhängsel x volle Breite hergab.
Mit Knopfleiste vorne. 

Und natürlich Taschen...
Damit die Tasche nicht zu steif ist, habe ich für den inneren Taschenbeutel aus einen dünnen Baumwollbatist gewählt. Den "Fehler" beide Taschenbeutel aus dem festeren Leinenstoff zu nähen, hatte ich bei meinem Leinenkleid gemacht.


Hinten habe ich im Bund ein Gummi eingefügt. Aus Bequemlichkeitsgründen. Und weil ich nicht nachgedacht habe. So ehrlich muss ich schon sein...
Denn mein Rock besteht letztendlich lediglich aus drei Rechtecken (wenn man die Taschen ignoriert) die am Bund gerafft werden. Aber so viel konnte ich gar nicht raffen, wie ich Stoff hatte. Das mag vielleicht bei einem luftig-leichten Stoff so funktionieren, aber der Stoff war dafür deutlich zu dick und steif. Dummerweise hatte ich schon die Taschen und die Knopfleiste genäht und auch schon zum Teil an den Bund genäht. Da fiel mir auf dass der Rock viel zu weit sein würde, da ich den Hüftumfang der Bundweite zu Grunde gelegt hatte... Dabei sitzt der Rock über dem Popes und da ist es naturgemäß schmaler und dank Knopfleiste müsste ich ihn auch nicht drüber ziehen...


Naja, schit happens... Man muss nur wissen wie man es rettet. Klar hätte man auftrennen können, aber ich habe mich für die Variante für Faule entschieden und ein Gummi eingezogen. Das trägt zwar auf, aber mich stört es ehrlich gesagt gar nicht.


Viel mehr stört mich ehrlich gesagt, dass ich den Bund vorne nicht verstärkt habe und er im Laufe des Tragens beginnt Falten zu werfen.
Und dass ich zu Faul war das Overlockgarn auf grau zu wechseln. Das wäre deutlich unauffälliger...
Dabei war dieses aufklaffen bei Bewegung genau das was mich, naürlich neben der Optik, zur Knopfleiste bewegt hat.


Versteht mein rumgemosere bitte nicht falsch. Ich mag meinen Rock und er hat mir schon an dem ein oder anderen heißen Arbeitstag das Leben erleichtert. Weil er sich einfach super angenehm trägt. Und ich fand es sehr befreiend eine Idee direkt aus dem Kopf bzw. nach Inspirationsbildern umzusetzten.

Ich berichte hier von meinen Fehlern/Missgeschicken, weil es reicht, dass sie einer macht bzw. um dafür zu werben vorher nachdenken und nicht zu faul sein. "Einfach machen"  funktioniert zwar, aber hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle Zeit genommen, wäre das Ergebnis sauberer und für mich zufriedenstellender gewesen...


Zu dem Rock trage ich auf den Bildern übrigens mein Top Belle von Finas Ideen. Für mich die perfekte Kombi. Das Top passt wunderbar zu den alt-kupfernen Knöpfen die ich in meinem Fundus gefunden habe...
Und ich liebe die Kombination von Rost und Olive. Ebenso wie Rosa zu Olive.
Verratet mir doch mal eure Lieblings-Farbkombi zu Olive...

Verlinkt mit Sewlala, Du für Dich am Donnerstag
Schnitt: eigener
Stoff: mittelfester Leinen, umgefärbt vom Stoffmarkt





Donnerstag, 28. Juni 2018

Hanna...

-Werbung*-
Freut ihr euch auch immer so, wenn zwei selbstgenähte Teile unbeabsichtigt bestens zusammen passen? Ich mich schon...
So geschehen mit dem Oberteil meines "Jumpsuits" den ich euch letztes vorgestellte habe -an dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die vielen lieben Kommentar dazu- und Hanna.


Hanna ist eine retro-angehauchte Shorts nach dem neusten Schnitt von Freuleins.
Die Shorts ist für Webware ausgelegt und gibt es in zwei Längen, kurz wie hier oder etwas länger.


Das besondere an der Shorts sind die abgerundeten Seiten und die aufgesetzten Taschen. Und dass der Tascheneingriff und der Saum mit Schrägband eingefasst werden.


Bei dieser Hanna wollte ich es mir leicht machen und habe ein gekauftes Schrägband verwendet.
Bei Hannes, der Kinderversion (98-152) von Hanna, die ebenfalls heute erschienen ist und die ich bei Gelegenheit auch vorstellen werde, habe ich das Schrägband selbst hergestellt. Das ist zwar mehr Arbeit, aber rückblickend finde ich, dass sich das selbsthergestellte Schrägband besser verarbeiten lies, weil es weniger steif war. Damit die Kurven schön werden, muss man nämlich das Schrägband ordentlich dehnen.
Wie man Schrägband selbst herstellt und am besten annäht sind im Ebook natürlich erklärt.


Eigentlich sind auch Gesäßtaschen vorgesehen. Die habe ich jedoch auf Grund des Musters des Stoffes weggelassen.
Es war schon Herausforderung genug, die Vordertaschen möglichst unsichtbar aufzubringen. So geht zwar ein wenig der Clou der Taschen verloren und man kann auch nur die eigentliche Form erahnen, aber ich wollte die Hose unbedingt aus diesem tollen Canvas von Cotton+Steel nähen.


Einerseits weil er mir etwas Urlaubsfeeling vermittelt (und ich urlaubsreif bin, aber der Urlaub noch in weiter Ferne ist) und weil ich ihn vor meinem inneren Auge passend zu meinen rosa Shirts gesehen habe. Die passen zwar auch gut. Aber meine Jumpsuit-Bree-Abwandlung passt noch einen ticken besser....


*Der Schnitt wurde mir zum Probenähen zu Verfügung gestellt. 

Verlinkt mit: SewLala, WoF, DufürDicham Donnerstag
Stoff: Canvas, Cotton+Steel aus der Poolside Collection über Delta Fabrics
Schnitt: Hanna von Freuleins

Mittwoch, 20. Juni 2018

Jumpsuit...

-Werbung, unbezahlt-
alles selbst gekauft

Könnt ihr euch noch an mein Mini-Garderoben-Projekt von letztem Jahr erinnern? Da hatte ich mir am Anfang des Jahres pro "Kategorie" einen Schnitt heraus gesucht und tatsächlich auch fast alle Nähprojekte umgesetzt. Alle bis auf zwei - meine Chobebag und meinen "Jumpsuit".


Für meinen Jumpsuit hatte ich im Laufe der Zeit ganz konkrete Vorstellungen entwickelt. Dunkelblau sollte er sein. Und aus Viskose. Und als Schnitt? Ein bisschen von hier und von dort... Aber definitif ein Fake-Jumpsuit.


Die Stoffsuche gestaltete sich schwierig. Mir sagte nichts so richtig zu. Bis ich zum erstemal den dunkelblauen Viskose-Crepe von Atelier Brunette sah...

Enthusiastisch machte ich mich ans Werk. Für die Hose hatte ich mir einen Burda-Schnitt ausgesucht. 6770, so der "Name".  Mir gefiel die Asymmetrie und die Falten im Schnitt. Die Beinlänge war mit 7/8 nicht so meins. Also verlängerte ich sie auf lang.


Es kam die erste Anprobe und mit ihr die Ernüchterung... Viel zu weit und ein Drehbein! Scheinbar hatte ich beim Zuschnitt der Viskose nicht aufgepasst....

Ich trennte die Hosenbeine also wieder auf, machte sie enger, versuchte den Fadenlauf am Drehbein zu korrigieren und war irgendwann ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Aber noch lange nicht überzeugt ob der Schnitt "meins" ist. Also trug ich die Hose einige male, wusch sie und fischte sie eines Tages, wie auch immer das passieren konnte, aus der 60° Wäsche raus....


Ich hätte heulen können! Die Anprobe offenbarte meine Befürchtungen.
Nix mit lockerer Sommerhose. Knackig saß sie. Und die Länge war indiskutabel kurz...

Ich war so sauer auf mich! Und stopfte die Hose in meine Zuschnitt-/Änderungskiste...
Dort lag sie bis sich der Sommer anbahnte und ich wieder Lust auf Sommerkleidung hatte. Und Muse für Schnitt-Basteleien und Änderungen...


Ich trennte erneut die Hosenbeine auf und freute mich drüber, dass ich letzten Sommer beim engermachen nicht die Nahzugabe eingekürzt hatte. So konnte ich glatt 4 cm in der Weite dazugewinnen.
Außerdem kürzte ich die Hosenbeine um nochmal ca. 10 cm. Somit muss sie nun eine ähnlich Länge haben wie im Schnitt vorgesehen ist.

Anschließend machte ich mich an das Oberteil. Dafür legte ich Bree aus der La Maison Victor (Jul/Aug 2016) zu grunde. Den Schnitt hatte ich schon einmal genäht und entsprechend angepasst (klick hier).
Damit sich nicht nur die Asymmetrie der Hose wiederholt, habe ich am Oberteil noch zwei Falten je Seite ergänzt.


Zu guter Letzt ergänzte ich das Set noch um ein Bindeband. Das Band ist ca. 1,5m lang und ca. 4,5cm breit. Die Länge ist gerade richtig um zur Schleife gebunden zu werden. Die Enden des Bandes habe ich angeschrägt...


In meiner Vorstellung kaschierte das Bindeband das breite Gummi der Hose. Tut es nicht. Ausmessen hätte wohl geholfen... Aber nach den Fotos stellte ich fest, dass das Bindeband und die Schleife auch gut funktionieren wenn ich das Oberteil über der Hose trage. Um so besser. Mir gefällt es mit Band nämlich noch besser als ohne.


Der Weg zu meinem Fake-Jumpsuit war hart. Und es lag nicht an Burda. Die Anleitung habe ich nämlich gar nicht est gelesen... Und das Teil ist alles andere als perfekt. Aber momentan überwiegt die Erleichterung. Die Erleichterung darüber die Hose gerettet zu haben. Und dass ich meine Idee mit den aufeinander zulaufenden Schrägen und den Falten genau so umsetzten konnte wie in meiner Vorstellung. Und das es trotz Zweiteiler nach Jumpsuit aussieht.
Meine Bedenken dass der Schnitt was für mich ist, sind komplett verflogen. Ich fühle mich in dieser für mich extravaganteren Kombi erstaunlich wohl. Und habe es schon und werde es auch sicherlich wieder tragen.
Als Set oder einzeln. Das wird sich im Laufe der Zeit herausstellen...


Und ich bin optimistisch, dass die ehemaligen Trennnähte nach dem Waschen und erneutem Bügeln nicht mehr so deutlich in den Vordergrund treten... Nur Dämpfen hatte leider nicht geholfen. 

Jetzt bin ich aber gespannt was es beim MeMadeMittwoch Special noch für Jumpsuits zu sehen gibt.

Verlinkt: MeMadeMittwoch, AfterworkSewing, Frau freut sich,
Schnitt: Hose-Burda,  6770, Oberteil- Bree, La Maison Victor, Juli/August 2016
Stoff: Viscose Crepe Midnight, Atelier Brunette über Finas Ideen

Donnerstag, 24. Mai 2018

Belle...

- Werbung*-
Seid ihr auch schon fleißig dabei eure Sommergarderobe aufzustocken?
Ich bin eigentlich gut ausgestattet für den Sommer. Vielleicht noch 2-3 Basic-Shirts und eine kurze Hose... Die könnte ich tatsächlich gut gebrauchen. Aber an Belle, dem neuen Schnitt von FinasIdeen, den es seit heute gibt, kam ich einfach nicht vorbei...



Im Probenähen tauchten nach und nach immer mehr tolle Belles auf. Ganz egal ob als Top oder als Kleid. So dass ich mich entschloss doch mitzunähen.

Die Wahl ob Kleid oder Top wurde mir durch die Menge des Stoffes abgenommen. Aber der Stoff musste es sein! Hatte ich doch im letzten Herbst nur einen Meter vom tollen Atelier Brunette Viskose Crepe für genau so ein luftig leichtes Sommerteilchen gekauft.
Der Meter hat mengenmäßig genau für Belle in Toplänge (zzgl. 4cm Verlängerung wegen meiner Größe von 174cm)  gereicht.


Seht nur, wie weich er fällt...Und es trägt sich sehr angenehm auf der Haut. Der Crepe-Stoff fühlt sich gar nicht so kühl und glatt an wie man es normalerweise von Viskose kennt, sondern ist durch seine Struktur ganz weich und man nimmt ihn kaum wahr. Auf dem ersten Bild kann man eventuell die Strukur etwas erahnen...


Aber zurück zu Belle.
Belle besteht im Prinzip lediglich aus 4 Schnittteilen und dem Beleg. Nämlich dem Vor- und Rückteil, sowie einer Schulterpasse. Am Ansatz dieser Schulterpasse wird gekäuselt. Vorne nur ein wenig. Hinten in wenig mehr. So dass sich eine angehneme Weite für den Sommer ergibt.
Hinten hat Belle einen etwas tieferen V-Ausschnitt als vorne. Eigentlich wird am hinteren V-Auschnitt die Kante auch gerafft. Aber das hat mir nicht so gut gefallen, weshalb ich es wieder augetrennt habe. Dadurch war natürlich mein Ausschnitt für den Beleg zu lang. Also habe ich es mir an der Spitze zurecht gefummelt.
Wollt ihr ebenfalls auf die Raffung am hinteren Ausschnitt verzichten und wisst es im Vorfeld, dann verlängert euch die Schenkel des hinteren Belegs. Das macht die Sache einfacherer.
Aber bitte auf keinen Fall ziehen. Die Kante ist im schrägen Fadenlauf und kann, wenn ihr Pech habt und zieht, ausleiern und sich dann nicht mehr schön anlegen.
 

Hier seht ihr noch einmal die beiden V-Auschnitte zum Vergleich.


Habt's fein und bis hoffentlich bald...

Verlinkt mit: Rums, FinasIdeen
Schnitt: Belle von FinasIdeen*
Stoff: Chestnut, Viskose Crepe von Atelier Brunette über FinasIseen


*Der Schnitt wurde mir im Rahmen des Probenähens kostenfrei zu Verfügung gestellt. Dies beeinflusst jedoch nicht meine Meinung

Dienstag, 22. Mai 2018

Sommer - / Strandoutfit...

-Werbung, unbezahlt-

Ich habe den Menschen(s)kinder-Sew-Along von Karin vom Blog Grüner Nähen dazu genutzt endlich zwei Ideen, die ich schon länger für das Äffchen hatte, umzusetzten. 
Nämlich einmal eine knielange Shorts aus einen Rest pinkem Jeansstoff und das aussortierte Leinenhemd vom Papa auf Kindergröße zu schrumpfen.
Allerdings sollte man für das Sew-Along drei Teile nähen. Nach kurzer Überlegung entschied ich mich für ein Tank Top. Hier besteht Bedarf und kann entweder mit oder ohne Hemd drüber getragen werden. Quasi als lässiges Beachoutfit...


Von der Idee der pinken Hose war das Äffchen gleich begeistert. Hatte er sich doch letztes Jahr im Urlaub den pinken Stoff ausgesucht.
Genäht war die Hose auch recht schnell, da ich auf einen für uns altbewährten Schnitt, Small fry skinny Jeans von Titchy Threads, zurück gegriffen und auch noch auf die eigentlich vorgesehenen Kappnähte verzichtet habe. Den Schnitt gibt es als normale lange Jeans, oder eben als überknielang, wie hier.


Außerdem habe ich mich für die aufgesetzten Taschen entschieden. Der innere Taschenstoff ist grau-blau und schaut an der Kante heraus. Die Nähte sind noch einmal in grau abgesteppt. Ganz in Jeansmanier...


Ich finde ja pinke Hosen für Jungs / Männer ziemlich lässig und man sieht sie, wenn man danach Ausschau hält, auch immer wieder. Sogar beim Modeschweden habe ich neulich welche gesichtet...
Dennoch scheint er mit seiner Hose ein Exot zu sein - was mir ehrlich gesagt gar nicht so bewusst war. Für das ein oder andere Elternteil ist klar: pink = Mädchen! Keine Frage... Da wird das Kind gar nicht weiter angeguckt, ob es nicht vielleicht doch noch männliche Merkmale haben könnte... Gestern hat auch nicht das schwarze T-Shirt mit Motorrädern dagegen geholfen... Schade.
Schade für die Erwachsenen, dass sie so im "Genderdenken" gefangen sind und es entweder bewusst oder unterbewusst an ihre Kinder weitergeben ("pink ist nur was für Mädchen und Puppen sowie so...") und schade für mein Kind, dass die unachtsame Aushalten muss.
Dabei mag er die Hose total gerne mag und zieht sie aus freien Stücken an. Ich hoffe einfach drauf, dass er mit seinen 5 1/2 Jahren genug selbstvertauen hat sein Ding weiter durchzuziehen. Zu den Sachen zu stehen die er mag und die höher zu Werten als die Meinung anderer.
So auch zu pink. Denn er mag die Farbe einfach total gerne. Und das ist auch in Ordnung so.

So kam es dann auch, dass er sich, als ich den blau-weiß-gestreiften Stoff fürs Tank Top herauszog, sofort auf den darunter liegenden pink-weißen Streifenstoff stürzte. Der und kein anderer musste es sein...


Mir persönlich war das zu viel pink auf einmal. Um den Pink-Schock ein wenig zu minimieren (egal ob Junge oder Mädchen, ich hätte keinen der beiden Geschlechter pink zu pink angezogen) habe ich den geringelten Stoff im Eimer mit Petrol gefärbt. Und zwar so, dass sich ein möglichst harmonischer Farbverlauf ergibt. Eigentlich gehört da noch ein Plott vorne drauf. Aber mangels Plotter habe ich ihn bei einer Freundin in Auftrag gegeben und es ist noch auf dem weg zu mir. Das Bild reiche ich gerne nach...

Zuletzt noch das Hemd. Es wurde vom Männe heiß geliebt. Jedoch wurde das Leinenhemd von Wäsche zu Wäsche immer kleiner. Trotz Beachtung der Waschangaben...  Der Stoff war einfach zu schön um es wegzugeben. Und beide Jungs lieben Hemden. Daher war klar, dass es ein Hemd für einen der beiden werden würde.
Also habe ich das Hemd einmal richtig heiß gewaschen und hinterher in den Trockner gesteckt, dass es ja nicht mehr einläuft


Einerseits um möglichst wenig Arbeit zu haben, aber auch weil die Details des Hemdes, wie die geblühmte Knopfleiste und Innenseite der Manschette, so schön sind, habe ich versucht möglichst viel des Originalhemdes zu erhalten. Dafür habe ich den Hemdenschnitt (Lenni aus der Ottobre 6/12) drüber gelegt und so zugeschnitten, dass Saum und Knopfleiste sowie Ärmelschlitz erhalten blieben. Die Manschetten habe ich abgetrennt, auf benötigte Länge gekürzt und wieder an die verkleinerten Ärmel angenäht.
So musste ich im Prinzip nur den Kragen und den Steg als typisches Hemddetail neu nähen. Alles andere ist Bestand. Da der Stoff jedoch knapp war - man mag es kaum glauben, immerhin war es ein XL-Hemd was zu einer 122 werden sollte- musste ich die innere rückwertige Passe aus den Vorderteilen ausschneiden. Daher auch noch einmal der geblühmte Streifen im Rücken.
Aber für eine zusätzliche Tasche reichte der Stoff doch gerade noch...


Statt den beiden Falten seitlich, die der Schnitt eigentlich vorsieht, habe ich mittig eine Quetschfalte genäht. Das mag ich einfach lieber.


Auf diese Art ein Hemd zu nähen geht echt fix. Denn alle kniffligen / zeitaufwenigen Punkte konnte ich übernehmen.
Da der Schnitt eher kurz ausfällt habe ich mich für 116 mit 128 Länge und 116 Armlänge entschieden. Im Nachhinein hätte es sie 122er Länge wohl auch getan...



Aber gut, dann hat er nächsten Sommer auch noch was von seinem Leinenhemd. Und offen getragen, so dass man das Tank Top sieht, fällt es eh nicht auf, dass das Hemd etwas kürzer sein könnte... ;-)


Mein Kind wäre dann startklar für den Strand... ;-)

Verlinkt mit CreaDienstag, Menschenskinder
Schnitte *:
               Hose: Small fry skinny Jeans von Titchy Threads
               Tank Top: Twisted Tank in der Basis Version von Titchy Threads
               Hemd: Lenni, Ottobre 6/ 12
Stoffe: Jeans, Leinenhemd, Jersey aus dem Bestand

*Die Angaben zur Schnitte und Stoffe dienen zu Information. Alle wurden von mir erworben.