Donnerstag, 17. Januar 2019

Streifenliebe...

Werbung - der Schnitt wurde mir zum Probenähen zu Verfügung gestellt

Hier herrscht ganz große Streifenliebe. Schon immer! Blockstreifen, Ringel, dicke oder dünne Streifen - egal! Hautache Streifen! Da ist es ja wohl klar, dass ich einen Schnitt der Streifenliebe heißt, im Probenähen mitnähe, oder?


Zumal der Schnitt durch die diagonale Teilung auf Streifenspielereien ausgelegt ist. Perfekt für so Streifenmonks wie mich ;-) 
Aber soll ich euch was verraten? Es sieht schwieriger aus als es ist. Sofern ihr einen bi-elsatischen Streifenstoff verwendet, wo die Streifen insich nicht verzogen sind. Ich habe mich hier für einen mittelschweren Jersey von Lebensbekleidung entschieden und bin mit der Qualität mehr als zufrieden.

Wenn ihr den Oberkörper verlängert, so wie ich (meine Standerd 4 cm), müsst ihr darauf achten, den Winkel der Teilung nicht zu verändern, sonst bekommt ihr Probleme mit dem aufeinandertreffen der Streifen und müsst eventuell etwas ziehen. Aber das is ja nicht Sinn der Sache ...


Durch die Teilung auf Vorder- und Rückseite entsteht übrigens auch ein toller Streifeneffekt an der seitlichen Naht. Wollt ihr mal sehen?


Hier sieht man auch, dass der Schnitt, wie meistens bei Finas Ideen, mit Beleg gearbeitet wird. Den Ausschnitt habe ich um 2 cm verkleinert, da er mir sonst zu breit gewesen wäre und man die BH-Träger gesehen hätte.
Die Ärmel habe ich in der engen Version genäht und auf Langarm verlängert. Der Schnitt sieht eigentlich 7/8-Arm vor. Aber das sieht an mir schlichtweg zu kurz aus.
Und ich habe die Ärmel ganz normal im Fadenlauf zugeschnitten. Eigentlich sieht Fina einen Arm so und einmal im diagonalen Fadenlauf zu. Aber dafür hätte mein Stoff nicht mehr gereicht.
Hier bin ich übrigens mit genau 1m Stoff ausgekommen. Denn der Jersey von Lebensbekleidung hat Überbreite. Perfekt, so blieb kein nennenswerter Rest ürbrig.

Ansonsten hat der Schnitt Brustabnäher. Daher passt der Streifenverlauf im Bereich des Abnähers nicht ganz. Aber für diejenigen unter euch die mehr Oberweite haben, ist das natürlich super für den Sitz...
 

Das schwierigste ist fast mit den Schnitteilen nicht durcheinander zu kommen und sich nicht zu verschneiden. Deshalb lege ich immer bei Streifen die Schnitteile beim Zuschneiden aneinander. Normalerweise orientiere ich mich beim Zuschnitt am Streifen unter dem Armloch. Hier geht es nicht wegen des Abnähers und man muss sich von unten nach oben ausrichten. Aber wie genau das geht erklärt euch Fina. Sie hat euch nämlich extra auch noch eine Videoanleitung gedreht.
Dort findet ihr auch das Lookbook. Denn Streifenliebe geht natürlich auch ohne Teilung oder sogar ohne Streifen...


Verlinkt mit: DufürDicham Donnerstag, SewLala, WoF
Stoff: Jersey, breitgestreift -offwhite, marine von Lebensbekleidung
Schnitt: Streifenliebe von Finas Ideen*

*Der Schnitt wurde mir zum Probenähen zu Verfügung gestellt. Meine Meinung wird dadurch nicht beeinflusst. Das restliche Material ist selbstgekauft.

Mittwoch, 2. Januar 2019

Lieblingsstücke 2018...

- Werbung, ohne Auftrag.
Alles wurde selbst erworben -

Hallo ihr Lieben,
ich hoffe ihr seid gut reingekommen... Wie sieht es mit euren Neujahrsvorstätzen aus? Macht ihr welche? Oder lasst ihr es gleich bleiben, weil sie spätestens bis Ende Januar wieder über Bord geworfen wurden?
Ich nehme mir jedes Jahr auf's neue was vor. Nichts unmögliches - so wie keinen Stoff mehr zu kaufen und in der Auslegung bin ich durchaus flexibel. Aber Vorsätze zu formulieren helfen mir, mich zu fokusieren und meine Ziele nicht aus den Augen zu formulieren. Das muss natürlich nicht zwangsweise Anfang des Jahres sein, aber es bietet sich an...

Für 2019 habe ich mir vorgenommen wieder mehr zu bloggen und auf Instagram zu zeigen. Denn genäht (und sogar fotografiert) habe ich 2018 genug... Zumal das meiste auch gern getragene Stücke wurden. Und sie sollten doch hier auf dem Blog ihren Platz finden, oder?
Außerem möchte ich noch klarer (und reduzierter) in meinem Stil werden und noch mehr in Kombinationen denken. Denn was nutzt uns das bestsitzende Kleidungsstück, wenn es weder zu unserem Typ/ Alltag, noch zum restlichen Kleiderschrank passt?
Aber Grundsäzlich bin ich mit dem gegangenen Weg zufrieden...

Um das Jahr hier auf dem Blog gleich entsprechend der neuen Vorstätze zu starten, habe ich mich für den ersten MeMadeMittwoch für einer meiner liebsten Kombinationen aus 2018 entschieden.


Diese besteht aus dem Knotenshirt Mahé, meinen Alpaca-Sommer-Cardigan, meiner heißgeliebten dunklen Gloria und häufig mein türkis-braunen Schal.
Diese Gloria (hier mein Beitrag zu) habe ich, neben meiner gekauften schwarzen "Biker-Jeans" in Dauerschleife getragen.

Das Mahé-Shirt von Elle Puls hat mich auf dem ersten Blick angesprochen. Ich habe ihn direkt nach erscheinen gekauft und auch recht zügig genäht. Und das heißt was...
Der Stoff, ein Jersey vom Stoffmarkt, hat vielleicht einen Hauch zu viel Stand für den Knoten, aber für mich ist es ok so wie es ist. Den Knoten habe ich so positioniert, dass der bei meinen Hüfthosen knapp den Gürtel/Bund bedeckt. So sitzt er, finde ich optimal. Es soll ja den in die "Hosen-Rein-Steck-Look" imitieren. Dennoch kann es sein, dass er, je nach Bewegung, hochrutscht und durchaus auch mal den Bauch freilegt. Dagegen hilft ein Top drunter..


Auf dieses Shirt bin ich übrigens diverse Male angesprochen worden, wegen des "Gedingse" am Saum. Die Näh-Affinen haben sich für die Konstruktion interessiert. Die Nicht-Näh-Infizierten wollten lediglich ihr Gefallen am Knoten äußern...


Da ich meinen Sommer-Cardigan drüber trage, sieht man nicht, dass ich die Langarm-Version ohne Cut-Out genäht habe.
Die Strickjacke ist nach der kostenlosen Anleitung von Lotilda entstanden. Mit dem empfohlenen Garn - Lamana Cusi und Piura in Marine. Da es sich bei der Wolle um 100% Alpaca handelt, hält die Strickjacke doch erstaunlich warm. Trotz des Grobstricks.
Gestrickt wird sie mit Nadelstärke 10 bzw. 9 am Bündchen. Das ging wunderbar schnell. Ich habe sie auf der Fahrt in den Urlaub begonnen und eigentlich fast ausschließlich während den Fahrten gestrickt und mir fehlte am Ende des Urlaubs nur noch ein halber Ärmel.

Gestrickt wird der Körper am Saum beginnend, aber Vorder- und Rückenteil in einem Stück. Ab der Trennung für die Ärmel wird nur an einem Vorderteil bzw. Rückteil gestrickt. Die anderen beiden Teile liegen so lange auf einer andern Nadel. An den Schultern werden sie dann zusammen genäht und die Ärmel eingesetzt. So hat man zwar viele Maschen auf dem Seil, aber man spart sich die Naht zwischen den Vorder- und Rückteil.
Am Vorderteil werden außerdem Maschen zusammengestrickt, so dass ein leichtes V entsteht.


Auch die Ärmel beginnen am Bündchen. Nach dem Bündchen werden Maschen zugenommen und in dieser Breite bis zum Ende getrickt. Dadurch entsteht ein voluminöser- puffiger Ärmel. Das gefällt mir total gut. Und ist entgegend meiner Annahme auch nicht störend. 


Die Ärmel habe ich übrigens verlängert um ca. 7 cm. Das wäre nicht nötig gewesen, denn nach dem Waschen hatte ich ernsthaft Probleme, die Ärmel wieder auf die gewünschte Länge zu bekommen. In klamm hingen mir die Ärmel weit über die Fingerspitzen...
Beim Körper hatte ich nicht so die Probleme. Den hatte ich auch um ca. 10cm verlängert, damit er mir über den Hinten reicht (optisch entsprechend der Anleitung, aber ich scheine größer zu sein). Aber hier fallen ein paar Zentimeter länger nicht wirklich auf...
Das Waschen nach dem Stricken war übrigens nötig, da das Garn abgefärbt hat und ich schon während des Strickens blaue Finger hatte. Seitdem konnte ich kein abfärben mehr feststellen. Ansonsten ist die Wolle schön warm, weich und flauschig. Und trägt sich gut.


Alles in allem ist die Sommerstick-Jacke ein empfehlenswertes, zügiges Anfänger-Projekt. Sofern man Grobstrick mag und es kein 100% regelmäßiges Maschenbild geben muss. Allerdings gibt es die Anleitung nur für S (34). Oder man rechnet um.
Mit der angegebenen Wollmenge bin ich trotz Verlängerung gut ausgekommen.


Soweit zu einer meiner Lieblings-Kombis aus 2018.
Jetzt freue ich mich drauf, mir eure Lieblingskrationen aus dem letzten Jahr anzusehen.
Und wünsche euch alles Gute für das neue Jahr. Gesundheit, Kreativität und viel Näh- / Strickzeit.

Verlinkt mit MeMadeMittwoch, Sewlala,
Schnitte: Jeans Gloria,
              Mahé-Shirt von Elle Puls aus Singel-Jersey vom Stoffmarkt,
              Sommer-Strickjacke nach einer kostenlosen Anleitung von Lotilda, Wolle: Lamana Cusi und   
            Piura über Maschenfein

Der Jeans-Schnitt Gloria wurde mir zum Probenähen zu Verfügung gestellt, daher wird hier nicht weiter darauf eingegangen. Alle andere Schnitte und Stoffe die in diesem Post erwähnt werden sind von mir käuflich erworben worden...

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Lavanda und Gloria...

-Werbung,
die Schnitte wurden mir zum Probenähen zu Verfügung gestellt-

Heute habe ich "Fotoleichen" für euch...
Meine Lavendula von Firlefanz und meine zweite Gloria von Freuleins sind bereits während des Probenähens im Frühling /Frühsommer entstanden und wurden auch direkt abgelichtet.
Aber wer mag sich bitte schön eine lange Hose und ein 3/4-Shirt bei über 30° Grad anschauen?
Jetzt passt das Outfit wieder zu den Temperaturen...
Morgens, wenn es frisch ist, kombiniert mit Jäckchen/ Cardigan und notfalls Halstuch.


Lavendula ist die Ganzjahres-Version vom Sommer-Top-Variante "Lavanda". Beide haben diesen tollen V-Ausschnitt mit Raffung. Der einer kleinen Brust optisch ein bisschen mehr draufschummelt, aber einem großen Busen ungemein schmeichelt.


Das neben mir ist Christine von der Facebookseite "Zaubertatze". Wir kennen uns aus dem Berufsleben und haben uns beim Lavanda und Lavendula Probenähen wieder getroffen. Diesmal habe ich ihr die Fotos zu verdanken.

Wie ihr seht, gibt es neben der 3/4-Arm-Variante, auch die Option von Kurz-, aber natürlich auch Langarm.
Außerdem gibt es noch zwei Kleid-Varianten. Einmal eine schmale A-Linie und einmal mit tiefangesetztem Tellerrock. Außerdem gibt es, wie bei Lavanda auch, die Möglichkeit eines V-Rückenausschnitts.
Aber da es bei mir im Schrank an Basics mangelt und mein Reststück, ein relativ fester und dicker Jersey, nicht mehr hergab, habe ich mich für diese schlichte Version entschieden.


Wirklich häufig konnte ich mein Shirt auf Grund des mega Sommers bisher noch nicht tragen. Aber wenn, dann habe ich das feminine, körperbetonte Shirt gerne mit meiner Boyfriend-Jeans Gloria kombiniert. Hier seht ihr meine zweite Version. Im Gegensatz zu meiner erst, den Beitrag findet ihr hier, habe ich diesmal einen relativ dünnen Jeansstoff mit unbekannter Menge Elasthan verwendet. Und schon sitzt sie völlig anders.
Das ist das eigentlich fiese am Jeans nähen - das unvorhersehbare Verhalten des Stoffes. Gibt er nach beim Tragen? Wenn ja wieviel? Wie verhält es sich nach den ersten Wäschen?...
Deshalb trage ich die Hosen erst einmal ein bisschen ein um zu beurteilen ob noch etwas Weite dazu/weg muss. Diese Gloria passt so eigentlich gut als Boyfriendhose, aber sie muss spätestens nach 3 mal tragen in die Wäsche. Dann hat sie mir zu sehr Form verloren... Aber hey, damit kann ich leben. Und im Sommer war sie super zum tragen. Angenehm luftig.


Verlinkt mit: Sewlala, DuFürdicham Donnerstag
Schnitt: Lavanda von Firlefanz (Shirt) und Gloria von Freuleins (Hose)
Stoff: fester Jersey von Karstadt, Jeans vom Stoffmarkt

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Dill-Tee...

-Werbung, ohne Auftrag. Alles selbst bezahlt-

... Jetzt strickt ich auch noch! Zu mindest versuche ich es...
Lang genug habe ich die Strickfraktion der DIY-Szene um ihr können bewundert. Aber nur durch Bewunderung lent man es nicht...
Wobei ich ehrlich gestehen muss, dass ich Stricken in meiner Kindheit gelernt habe und diverse mehr oder weniger löchrige und regelmäßige Schals produziert habe. Seitdem lag es weitestgehend brach...


Als mir das Dill-Tee von We are knitters das erste mal begegnete war ich gleich Feuer und Flamme.Ich mag Perlmuster. Dennoch habe ich lange mit mir gerungen. Aber hey- es ist als einfach eingestuft. Und wenn man ehrlich ist, besteht es auch nur aus rechten und linken Maschen... 
Also habe ich bei einer Rabatt-Aktion ein Set erworben. Das ist perfekt für so Anfänger wie mich. Man erhält eine schön geheftete Anleitung (in mehrern Sprachen und auch mit ein paar Bildern), Wolle in der für das Projekt nötigen Menge, Nadeln zum Vernähen der Fäden, Sticker (netter Gimick- aber mehr als einmal nun auch nicht nötig) und wenn man mag auch die passenden Stricknadeln. Diese sind optional.


Da ich mir nicht vorstellen konnte, dass für M drei Knäul Wolle - übrigens reine Baumwolle in der Farbe Lachs - ausreichend sind, habe ich noch zwei weitere Knäule dazubestellt. Das war allerdings völlig unnötig. Denn ich habe meine Dill-Tee um 12 Reihen verlängert - 10 Reihen im rechtsgestrickten und 2 Reihen im Perlmuster Teil - und ich hatte noch gut 1/3 des dritten Knäuls übrig.
Ohne Verlängerung wäre mir das Strickteil deutlich zu kurz geworden.


Mit der Anleitung bin ich im großen und ganzen gut klar gekommen. Allerdings hätte ich mir gewünscht dass so Punkte wie Ärmel-Bündchen anstricken oder Maschen aufnehmen für Ausschnitt erklärt würden. Für die meisten mag es Basic sein, aber für mich war es das erste selbstgestrickte Kleidungsstück. Da benötige ich mehr Assistenz. Zumal auf die Tutorial-Seite von WAK verwiesen wird und dort sogar wie man Maschenanschlägt erklärt ist... Hilfe habe ich dann letztendlich auf You-Tube gefunden...

Das einzige was fast schiefgelaufen wäre, war der Halsausschnitt. Der ist knapp. Sehr knapp. Obwohl ich locker abgekettet habe, passe ich gerade so durch. Also auf jeden Fall größer vorsehen...


Für mein erstes richtiges Strickteil bin ich ziemlich zufrieden. Es ist nicht fehlerfrei, aber ich habe keine größeren Löcher produziert und es kam weder zu sonderbaren Maschenvermehrungen noch -minderungen. Und die Verbindungsnaht der beiden Strickteile ist mir quasi unsichtbar gelungen.
Das war ein Erfolgserlebnis was Lust auf mehr macht. Ihr dürft euch also hier demnächst auf das ein oder andere weitere Strickstück freuen...


Das DillTee war für mich als Strick-Einsteigerprojekt bestens geeignet. Es hat Spaß gemacht. Es ist recht schnell gestrickt (theoretisch, wenn man nicht so eine lahme Anfängerin ist wie ich), da es keine Ärmel hat und mit Nadelstärke 5 gestrickt wird. Und durch die Musteränderung fühlt es sich kurzweilig an.
Die Wolle lies sich gut verstricken und ich hatte keine Anknotungen (zum Glück bei dem Preis).
Leider erhält man bei We are knitters nur entweder Komplett-Pakete oder Wolle. Denn es gäbe da schon das ein oder andere Teil das mir gefallen würde, wo mir die vorgeschlagene Wolle jedoch nicht zusagt...
Da werde ich mich wo anders umsehen müssen. Für Vorschläge bin ich dankbar. Schließlich ist Stricken für mich Neuland...

Verlinkt mit: MeMadeMittwoch, Sewlala   
Schnitt: Dill Tee von We are knitters
Wolle: Pima Cotton, lachs

Donnerstag, 9. August 2018

Freestyle-Rock bzw. einfach mal gemacht...

- Werbung, unbeauftragt, alles selbst bezahlt -

Dieser Sommer hat mich kleidungsteschnisch an die Grenzen meines Kleiderschrankes gebracht... Das ist der Nachteil einer eher minimalistischen Garderobe. Auf eine so ausdauernde heiße Periode ist er schlicht weg nicht ausgelegt. Und schon dreimal nicht wenn es bürotauglich sein soll.
Deshalb habe ich als Ergänzung zu meinen luftig leichten Sommertops kurzerhand einen "Free-Style-Rock" genäht. Aus einem Reststück olivegrünem recht festen Leinen. Ohne Anleitung. Einfach wie ich ihn mir vorgestellt habe.


Etwas über knielang bzw. so lang wie das Reststück von 55cm + etwas Anhängsel x volle Breite hergab.
Mit Knopfleiste vorne. 

Und natürlich Taschen...
Damit die Tasche nicht zu steif ist, habe ich für den inneren Taschenbeutel aus einen dünnen Baumwollbatist gewählt. Den "Fehler" beide Taschenbeutel aus dem festeren Leinenstoff zu nähen, hatte ich bei meinem Leinenkleid gemacht.


Hinten habe ich im Bund ein Gummi eingefügt. Aus Bequemlichkeitsgründen. Und weil ich nicht nachgedacht habe. So ehrlich muss ich schon sein...
Denn mein Rock besteht letztendlich lediglich aus drei Rechtecken (wenn man die Taschen ignoriert) die am Bund gerafft werden. Aber so viel konnte ich gar nicht raffen, wie ich Stoff hatte. Das mag vielleicht bei einem luftig-leichten Stoff so funktionieren, aber der Stoff war dafür deutlich zu dick und steif. Dummerweise hatte ich schon die Taschen und die Knopfleiste genäht und auch schon zum Teil an den Bund genäht. Da fiel mir auf dass der Rock viel zu weit sein würde, da ich den Hüftumfang der Bundweite zu Grunde gelegt hatte... Dabei sitzt der Rock über dem Popes und da ist es naturgemäß schmaler und dank Knopfleiste müsste ich ihn auch nicht drüber ziehen...


Naja, schit happens... Man muss nur wissen wie man es rettet. Klar hätte man auftrennen können, aber ich habe mich für die Variante für Faule entschieden und ein Gummi eingezogen. Das trägt zwar auf, aber mich stört es ehrlich gesagt gar nicht.


Viel mehr stört mich ehrlich gesagt, dass ich den Bund vorne nicht verstärkt habe und er im Laufe des Tragens beginnt Falten zu werfen.
Und dass ich zu Faul war das Overlockgarn auf grau zu wechseln. Das wäre deutlich unauffälliger...
Dabei war dieses aufklaffen bei Bewegung genau das was mich, naürlich neben der Optik, zur Knopfleiste bewegt hat.


Versteht mein rumgemosere bitte nicht falsch. Ich mag meinen Rock und er hat mir schon an dem ein oder anderen heißen Arbeitstag das Leben erleichtert. Weil er sich einfach super angenehm trägt. Und ich fand es sehr befreiend eine Idee direkt aus dem Kopf bzw. nach Inspirationsbildern umzusetzten.

Ich berichte hier von meinen Fehlern/Missgeschicken, weil es reicht, dass sie einer macht bzw. um dafür zu werben vorher nachdenken und nicht zu faul sein. "Einfach machen"  funktioniert zwar, aber hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle Zeit genommen, wäre das Ergebnis sauberer und für mich zufriedenstellender gewesen...


Zu dem Rock trage ich auf den Bildern übrigens mein Top Belle von Finas Ideen. Für mich die perfekte Kombi. Das Top passt wunderbar zu den alt-kupfernen Knöpfen die ich in meinem Fundus gefunden habe...
Und ich liebe die Kombination von Rost und Olive. Ebenso wie Rosa zu Olive.
Verratet mir doch mal eure Lieblings-Farbkombi zu Olive...

Verlinkt mit Sewlala, Du für Dich am Donnerstag
Schnitt: eigener
Stoff: mittelfester Leinen, umgefärbt vom Stoffmarkt





Donnerstag, 28. Juni 2018

Hanna...

-Werbung*-
Freut ihr euch auch immer so, wenn zwei selbstgenähte Teile unbeabsichtigt bestens zusammen passen? Ich mich schon...
So geschehen mit dem Oberteil meines "Jumpsuits" den ich euch letztes vorgestellte habe -an dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die vielen lieben Kommentar dazu- und Hanna.


Hanna ist eine retro-angehauchte Shorts nach dem neusten Schnitt von Freuleins.
Die Shorts ist für Webware ausgelegt und gibt es in zwei Längen, kurz wie hier oder etwas länger.


Das besondere an der Shorts sind die abgerundeten Seiten und die aufgesetzten Taschen. Und dass der Tascheneingriff und der Saum mit Schrägband eingefasst werden.


Bei dieser Hanna wollte ich es mir leicht machen und habe ein gekauftes Schrägband verwendet.
Bei Hannes, der Kinderversion (98-152) von Hanna, die ebenfalls heute erschienen ist und die ich bei Gelegenheit auch vorstellen werde, habe ich das Schrägband selbst hergestellt. Das ist zwar mehr Arbeit, aber rückblickend finde ich, dass sich das selbsthergestellte Schrägband besser verarbeiten lies, weil es weniger steif war. Damit die Kurven schön werden, muss man nämlich das Schrägband ordentlich dehnen.
Wie man Schrägband selbst herstellt und am besten annäht sind im Ebook natürlich erklärt.


Eigentlich sind auch Gesäßtaschen vorgesehen. Die habe ich jedoch auf Grund des Musters des Stoffes weggelassen.
Es war schon Herausforderung genug, die Vordertaschen möglichst unsichtbar aufzubringen. So geht zwar ein wenig der Clou der Taschen verloren und man kann auch nur die eigentliche Form erahnen, aber ich wollte die Hose unbedingt aus diesem tollen Canvas von Cotton+Steel nähen.


Einerseits weil er mir etwas Urlaubsfeeling vermittelt (und ich urlaubsreif bin, aber der Urlaub noch in weiter Ferne ist) und weil ich ihn vor meinem inneren Auge passend zu meinen rosa Shirts gesehen habe. Die passen zwar auch gut. Aber meine Jumpsuit-Bree-Abwandlung passt noch einen ticken besser....


*Der Schnitt wurde mir zum Probenähen zu Verfügung gestellt. 

Verlinkt mit: SewLala, WoF, DufürDicham Donnerstag
Stoff: Canvas, Cotton+Steel aus der Poolside Collection über Delta Fabrics
Schnitt: Hanna von Freuleins

Mittwoch, 20. Juni 2018

Jumpsuit...

-Werbung, unbezahlt-
alles selbst gekauft

Könnt ihr euch noch an mein Mini-Garderoben-Projekt von letztem Jahr erinnern? Da hatte ich mir am Anfang des Jahres pro "Kategorie" einen Schnitt heraus gesucht und tatsächlich auch fast alle Nähprojekte umgesetzt. Alle bis auf zwei - meine Chobebag und meinen "Jumpsuit".


Für meinen Jumpsuit hatte ich im Laufe der Zeit ganz konkrete Vorstellungen entwickelt. Dunkelblau sollte er sein. Und aus Viskose. Und als Schnitt? Ein bisschen von hier und von dort... Aber definitif ein Fake-Jumpsuit.


Die Stoffsuche gestaltete sich schwierig. Mir sagte nichts so richtig zu. Bis ich zum erstemal den dunkelblauen Viskose-Crepe von Atelier Brunette sah...

Enthusiastisch machte ich mich ans Werk. Für die Hose hatte ich mir einen Burda-Schnitt ausgesucht. 6770, so der "Name".  Mir gefiel die Asymmetrie und die Falten im Schnitt. Die Beinlänge war mit 7/8 nicht so meins. Also verlängerte ich sie auf lang.


Es kam die erste Anprobe und mit ihr die Ernüchterung... Viel zu weit und ein Drehbein! Scheinbar hatte ich beim Zuschnitt der Viskose nicht aufgepasst....

Ich trennte die Hosenbeine also wieder auf, machte sie enger, versuchte den Fadenlauf am Drehbein zu korrigieren und war irgendwann ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Aber noch lange nicht überzeugt ob der Schnitt "meins" ist. Also trug ich die Hose einige male, wusch sie und fischte sie eines Tages, wie auch immer das passieren konnte, aus der 60° Wäsche raus....


Ich hätte heulen können! Die Anprobe offenbarte meine Befürchtungen.
Nix mit lockerer Sommerhose. Knackig saß sie. Und die Länge war indiskutabel kurz...

Ich war so sauer auf mich! Und stopfte die Hose in meine Zuschnitt-/Änderungskiste...
Dort lag sie bis sich der Sommer anbahnte und ich wieder Lust auf Sommerkleidung hatte. Und Muse für Schnitt-Basteleien und Änderungen...


Ich trennte erneut die Hosenbeine auf und freute mich drüber, dass ich letzten Sommer beim engermachen nicht die Nahzugabe eingekürzt hatte. So konnte ich glatt 4 cm in der Weite dazugewinnen.
Außerdem kürzte ich die Hosenbeine um nochmal ca. 10 cm. Somit muss sie nun eine ähnlich Länge haben wie im Schnitt vorgesehen ist.

Anschließend machte ich mich an das Oberteil. Dafür legte ich Bree aus der La Maison Victor (Jul/Aug 2016) zu grunde. Den Schnitt hatte ich schon einmal genäht und entsprechend angepasst (klick hier).
Damit sich nicht nur die Asymmetrie der Hose wiederholt, habe ich am Oberteil noch zwei Falten je Seite ergänzt.


Zu guter Letzt ergänzte ich das Set noch um ein Bindeband. Das Band ist ca. 1,5m lang und ca. 4,5cm breit. Die Länge ist gerade richtig um zur Schleife gebunden zu werden. Die Enden des Bandes habe ich angeschrägt...


In meiner Vorstellung kaschierte das Bindeband das breite Gummi der Hose. Tut es nicht. Ausmessen hätte wohl geholfen... Aber nach den Fotos stellte ich fest, dass das Bindeband und die Schleife auch gut funktionieren wenn ich das Oberteil über der Hose trage. Um so besser. Mir gefällt es mit Band nämlich noch besser als ohne.


Der Weg zu meinem Fake-Jumpsuit war hart. Und es lag nicht an Burda. Die Anleitung habe ich nämlich gar nicht est gelesen... Und das Teil ist alles andere als perfekt. Aber momentan überwiegt die Erleichterung. Die Erleichterung darüber die Hose gerettet zu haben. Und dass ich meine Idee mit den aufeinander zulaufenden Schrägen und den Falten genau so umsetzten konnte wie in meiner Vorstellung. Und das es trotz Zweiteiler nach Jumpsuit aussieht.
Meine Bedenken dass der Schnitt was für mich ist, sind komplett verflogen. Ich fühle mich in dieser für mich extravaganteren Kombi erstaunlich wohl. Und habe es schon und werde es auch sicherlich wieder tragen.
Als Set oder einzeln. Das wird sich im Laufe der Zeit herausstellen...


Und ich bin optimistisch, dass die ehemaligen Trennnähte nach dem Waschen und erneutem Bügeln nicht mehr so deutlich in den Vordergrund treten... Nur Dämpfen hatte leider nicht geholfen. 

Jetzt bin ich aber gespannt was es beim MeMadeMittwoch Special noch für Jumpsuits zu sehen gibt.

Verlinkt: MeMadeMittwoch, AfterworkSewing, Frau freut sich,
Schnitt: Hose-Burda,  6770, Oberteil- Bree, La Maison Victor, Juli/August 2016
Stoff: Viscose Crepe Midnight, Atelier Brunette über Finas Ideen