Donnerstag, 16. April 2015

PowPow Juna

Endlich kann ich meine PowPow Juna bei RUMS vorstellen. Am Wochenende hatte es sich endich ergeben, dass ich die Jacke an hatte, das Wetter mitmachte und der Gatte die Kamera dabei hatte.  Immerhin begleitet sie mich schon eine Weile und wenn ich mir das gestrige Wetter so ansehe, ist die "Übergangszeit" wohl bald vorbei.
Einerseits schade, weil ich meine Jacke mag und siedann nicht mehr so häufig anziehen kann, anderseits freue ich mich, dass man sich nicht mehr so dick einpacken muss und die Sonne genießen kann...

Nun aber zurück zur Jacke - Normalerweise lege ich einfach drauf los und  lass die E-Books links liegen. Diesmal jedoch nicht. Ich hab mir das E-Book einmal komplett durchgelesen und dachte nur: Häääää? Bitte, wie soll das gehen? Ich hatte einen ordentlichen Knoten in meinem Kopf...
Also hab ich vorsichtshalber aus Reststoffen eine Probepaseltasche genäht. Und schau an, die war leichter als gedacht. Also nix wie ran an die eigentliche Jacke.
Und tatsächlich, wenn man es Schritt für Schritt so macht wie es im E-Book erklärt ist, dann klappt es. Hier der Beweis ;-)


 
 
Meine Jacke ist außen aus anthrazitfarbenen Sweat und innen mit petrolfarbenen Jersey gefüttert. Die Kapuze mit dem wunderbaren Baumwollstoff "Seashore Shelly" in petrol. In den hab ich mich sofort verliebt als ich in gesehen habe. 




An den Tascheln und an der Kapuze habe ich eine selbsthergestellte Papsel eingearbeitet. Das musste sein. Sie passt vom Ton einfach genau zum Bündchen ;-)
Außerdem habe ich an den langen Ärmelbündchen noch ein Daumenloch vorgesehen.



Die extra große Kapuze hat mir an windigen Tagen schon super Dienste geleistet. Und vielleicht finde ich auch irgendwann noch eine passende Kordel. Alles was ich bisher gefunden habe war mir zu fipsig. Allerdings finde ich es auch auch ohne ganz cool.

Und was ich persönlich so praktisch finde ist, dass ich das Räupchen darin tragen kann und die Jacke unten zugeht und oben so fällt, dass es uns beiden dennoch nicht kalt wird.


Ich denke, ich werde mir für den Herbst noch eine machen. Vielleicht aus Breitcord. Mal sehen...
Und noch eine Memo an mich- beim nächsten mal das untere Bündchen enger als die empfohlenen 85 cm machen...

Schnitt: PowPow Juna von Muckelie
Stoffe: anthrazitfarbener Sweat von Buttinette, Seashore Selly von Soft Cactus, extrabreites petrolfabenes Bündchen von Dawanda, petrolfarbener Jersey vom Stoffmarkt
Verlinkt mit: RUMS

Montag, 13. April 2015

Upcycling zur Cargohose

Nach dem Wegsortieren von Äffchens Winterhosen war klar, dass neue "normale" Hosen her mussten. Da kam die Anfrage einer Freundin gerade recht, ob ich Interesse an ihrer alten Jeans hätte. Na klar, habe ich. Immer! Ist ja nicht so, dass sich zig andere ausrangierte Hosen in meinem Depot befänden, die auf ihr zweites Leben warten... ;-)
Die Hose war am Po zwischen den Schenkeln aufgerissen und verschlissen. Aber ich hatte Glück. Gleich doppelt!
Das Hinterteil des Schnittmusters passte genau auf die Rückseite der Jeans. Knapp an der verschlissenen Stelle vorbei. Und endlich eine Hose, wo ich die original Hosentaschen erhalten konnte.


Und auch vorne passte das Schnittmuster und ich konnte auch die Vordertaschen und die coolen Sitzfalten übernehmen.


Aber einfach "nur" die Hose kürzen und verschmälern, wäre ja langweilig. Das Äffchen braucht Taschen. Möglichst viele oder große. Immerhin werden unterwegs massig Steine gesammelt und die muss in der Regel Mama tragen... Wer sonst? ;-)
Deshalb wollte ich gerne eine Art Cargohose fürs Äffchen haben. Also noch Knieverstärkungen, diese typischen seitlichen Taschen und eine Möglichkeit die Hose hozukrempeln vorsehen.




Ist die Hose nicht mega cool geworden?
Das Äffchen liebt sie. Einerseits wegen den Taschen, aber sicherlich auch, weil sie so viel Bewegungsfreiraum lässt.



Die Hose ist übrigens so konzipiert, das sie sich noch um ca. 2 cm  verlängern lässt. Vielleicht passt dann die Position der Knieverstärkungen besser. Wie man sieht, sitzt sie eigentlich ein wenig zu tief, obwohl ich die Höhe von einer passenden Hose abgenommen habe... Aber was soll's ;-)

Schnitt: Bonny Pants mit Saumabschluss, gepimpt
Stoff: geerbte Jeans
Verlinkt bei: My kid wears, Für Söhne und Kerle, Made4Boys

Montag, 23. März 2015

Tatü-tata das Feuerwehrshirt...


Als Grundschnitt habe ich den Regenbogenbody von Schnabelina mit Amerikanischen Ausschnitt genommen. Welche Größe ich tatsächlich genäht habe weiß ich gar nicht mehr. Es sollte zu mindest eine 56-62 werden.
Die entsprechende Breite, Länge und Ärmellänge habe ich von Kaufshirts abgenommen. Wobei es da gravierende Unterschiede gab. Bis zu 5 cm in der Ärmellänge! Aber scheint gepasst zu haben ;-)




Und als ob ich es geahnt hätte, wie eindrucksvoll hier manchmal die Sirene des Räupchen heult, habe ich mich für den Feuerwehrstoff entschieden. Da kann er locker mit dem Martinshorn mithalten ;-)

Schnitt: Schnabelina Regenbogenbody als Shirt
Stoff: Feuerwehrjersey vom Stoffmarkt, gelber Jersey Lillestoff über Kleewald
Verlinkt: Made4Boys, My kid wears

Donnerstag, 12. März 2015

Was lange währt...

... wird endlich gut. Zumindest bin ich sehr glücklich mit meinem neuen Stillhoodie. Gute zwei Wochen habe ich dafür gebraucht!
Ich hätte nie gedacht, dass man für so ein doch recht schlichtes Teil soooo Ewigkeiten brauchen kann... Aber man kann! Nähen mit zwei Kindern, davon ein Neugeborenes ist doch eine andere Hausnummer...
An manchen Tagen hat mich das Räupchen gerade mal 10 Mintuten dran arbeiten lassen. Das reichte dann gerade mal dafür die Sachen wieder raus zu kramen und zu stecken oder eine Naht zu machen. Wenn ich Glück hatte und er gnädig mit mir war, hatte ich 30 Minuten...
Abends, zu meiner normalen "Nähzeit" war ich einfach zu platt.



Wenn man so gestückelt arbeitet passieren leider auch Fehler. Zu mindest mir. Oder es lag am akuten Schlafmangel... Wer weiß...
So habe ich das Unterteil mit der Stillöffnung einfach gute 10 cm zu kurz zu geschnitten. Weiß der Teufel wie das passieren konnte! ;-) Leider ist es mir erst aufgefallen, als ich schon die Ärmel dran genäht hatte. Also meinen liebsten Freund, den Nahtauftrenner bemühen, Ärmel ab, neu zuschneiden, wieder zusammen nähen.
Einen Vorteil hatte jedoch mein Missgeschick. Ich konnte testen wie groß die Stillöffnung sein musste. Im nachhinein hätte sie ruhig kleiner ausfallen dürfen.Wenn die Brust nicht mehr ganz prall gefüllt ist, die Öffnung jedoch schon mehrfach an die richtige Stelle geschoben wurde, ist die Öffnung durch das nachgeben des Stoffes manchmal so groß, dass sie unter der Papsel hervor lunst. Da werde ich demnächst wohl doch noch weitere Druckknöpfe annähen...


Ich finde die Lösung mega praktisch. Sie ist wirklich unglaublich diskret. Es leiert nix aus. Bzw. es ist eventuell das Unterteil das ausleiert, aber das fällt ja nicht auf. Ist ja drunter. Man muss nicht drauf achten dass irgendwelche Schals die Brust verdecken, wie bei Shirts mit Knopfleiste und das Rumgefummel zum wieder zuknöpfen entfällt auch.
Leider kann ich euch kein Stillfoto zeigen. Das Räupchen hat das Shooting nämlich komplett verschlafen ;-)
Das Äffchen nicht, der hat sich immer wieder ins Bild geschlichen ;-)





Inspiriert wurde ich dazu durch das MommyShirt von Mommymade. Grundschnitt ist - mal wieder - die Martha mit Kapuze. Natürlich abgeändert. Kapuze vorne überlappend, Ärmel mit "normaler" Bündchenlänge und natürlich die Einarbeitungen der Papseln...

Ps: Mittlerweile haben das Räupchen und ich uns aneinander gewöhnt. Ich weiß jetzt wann ich ihn wie zum Schlafen hinlegen muss. Und abends bin ich auch nicht mehr so platt... D.h. ich kann auf ein bisschen mehr Nähzeit hoffen ;-)

Verlinkt bei RUMS
Schnitt: abgewandelte Martha
Stoff: mauvefarbener Jersey und Streifenjersey vom Stoffmarkt. pinker Jersey für Papseln und Bündchen Königreich der Stoffe

Montag, 2. März 2015

Retro-Strampler für's Räupchen...

Heute trägt bzw. trug mein Räupchen seinen Retro angehauchten Strampler.
Ich liebe das Teil! Und leider wird er es nicht mehr oft tragen können, da es nun doch reichlich knapp im Schritt und der Länge wird.
Das ist auch der Grund warum ich eigentlich keine bzw. kaum kleine Größen nähe. Da hat man ein Liebliengsteil oder zwei oder drei... und die kleinen Würmer haben es gerade mal eine handvoll mal an. Viel zu schade um die Mühe und die Zeit die rein investiert wurde... Aber so ganz ohne selbstgenähtes in 56 konnte unser Räupchen nun auch nicht bleiben. ;-)
Daher ist unter anderem dieser Mikey-Strampler aus schokobraunen Babycord entstanden. Gefüttert ist er mit einen alten braunen Longsleeve von mir.



Auf der Vorderseite habe ich drei Elefanten von einem Stück Reststoff aus der Urban Zoologie Serie von Robert Kaufman drauf appliziert. Ich finde dadurch wirkt er ein wenig Retro.
Um es mit dem Retro nicht zu übertreiben, habe ich für die Beinbündchen, das Schrägband und die Kam Snaps in apfelgrün gewählt. Passendes orange wäre auch da gewesen ;-)




Verlinkt mit: My Kid wears, Made4Boys
Stoff: Babycord von Michas Stoffecke
Schnitt: Mikey von Le-Kimi

Mittwoch, 25. Februar 2015

Eine Martha die keine ist....


Für mich ist wieder mal ein neues Oberteil entstanden. Stillfreundlich natürlich... ;-)
Was ist da naheliegender als eine Martha zu nähen? Zumal der Schnitt bei mir gut sitzt.
Daher habe ich den Schnitt als Grundlage genommen. Und abgewandelt - ziemlich viel abgewandelt. Eigentlich kann man nicht mehr wirklich erkennen, dass es mal eine Martha war...
Die typische Unterteilung unter der Brust ist verschwunden. Es ist weder Kragen noch Kapuze noch normaler Rund- bzw. V-Ausschnitt des Schnittes vorhanden. Nur die Ärmel sind noch Original und auch die Länge ist unverändert.

Statt das Oberteil zweiteilig aufzubauen und so stillfreundlich zu machen, habe ich mich für eine Knopfleiste entschieden. Ich habe also den "normale" Martha-Ausschnitt in der Mitte aufgeschnitten, oben den Übergang von Ausschnitt zur Knopfleiste abgerundet und mit Bündchen versehen. Damit die Nahtzugabe nicht blöd absteht und möglicherweise knubbelt, habe ich diese mit einem Zierstich festgehäht. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben dabei nicht zu dehnen, aber so ganz ist es mir wohl nicht geglückt, da der Stoff an der Ziernaht hin und wieder sich wellt. Netterweise fällt es getragen nicht so sehr auf.



Und weil ich schon "Deko" (Ziernähte) an meinem Oberteil habe, mussten natürlich auch wieder die Puffärmel-Version genäht werden. Wenn schon, denn schon... Wenn mir das vor nicht allzulanger Zeit gesagt hätte... Aber momentan mag ich es mich weiblicher bzw. nicht so sportlich zu kleiden. Das müssen die Mama-Hormone sein... ;-)



Und weil mir meine "Martha", die nicht wirklich eine ist, so gut gefällt, stelle ich sie bei MeMadeMittwoch vor.
Was sagt ihr- hättet ihr den Marthagrundschnitt erkannt?

Verlinkt mit: MeMadeMittwoch
Schnitt: Martha von das Milchmonster, in abgewandelt
Stoff: Jersey vom Stoffmarkt

Donnerstag, 19. Februar 2015

Still-Martha, die Erste...

Lange konnte ich mit dem Martha-Schnitt nichts anfangen. Warum, kann ich gar nicht so recht sagen...

Aber vor ziemlich genau einem Jahr kaufte ich mir ein Oberteil, dass mich gleich an die Martha erinnerte. Gleiche Länge, Unterteilung unter der Brust, geschwungene Taschen im Rockteil, zum über Leggings tragen... Allerdings natürlich ohne typischen Martha-Kragen. Naja, auf jeden Fall war ich von dem Oberteil so schwer begeistert, dass der Martha-Schnitt doch bei mir einzog.

Und dann lag er da. Das Schnittmuster halb zugeschnitten und wartete. Und wartete. Bis ich mich kurz vor dem Ende meiner Schwangerschaft doch endlich für eine Version und Stoff entschloss.

Auf gut Glück passte ich das Schnittmuster für eine Stillverion an.
Das Oberteil sitzt, je nach Füllstand der Milchbar mal besser, mal weniger gut. Aber für mich ist es ok so wie es ist. Was mich allerdings stört, ist, dass ich das Gefühl habe, dass das Oberteil bzw. genauer gesagt das "Bündchen" /Einfassung durch das Hochschieben beim Stillen ausleihert. Ist das nur mein Eindruck? Oder ist das tatsächlich so? Das Problem wäre sicherlich keins, wenn ich Bündchenstoffgenommen hätte, aber ich wollte gerne dass man es nicht sofort als Stillobeteil erkennt und daher so unauffällig wie möglich haben. Daher habe ich mich auch gegen Kampsnaps oder Druckknöpfe zum Vermeiden des hochrutschens entschieden, sondern für Klett.


Nichtsdestotrotz bin ich mit meiner Martha eigentlich recht glücklich. Nur "recht glücklich", wie der Kragen nicht so fällt wie ich es mir vorgestellt habe. Ich fürchte dafür ist der Jersey einfach zu labberig.


Auf den Fotos, wenn alles schön drapiert ist, gefällt er mir aber ;-)


Dafür freue ich mich drüber, dass die Streifen recht ordentlich auf einander treffen, dass mir die Puffärmel und die Länge an mir gefallen und dass es als Silloberteil echt mega praktisch ist. Und dass ich in der Martha so mädchenhaft wirke.





Es werden sicherlich noch ein paar Versionen folgen. Wahrscheinlich ohne Kragen... Aber dafür hat man bei diesem Schnittmuster ja mehr als genug Optionen und Anpassungsmöglichkeiten... ;-)

Verlinkt mit: RUMS
Schnitt: Martha von Das Milchmonster
Stoff: Jersey vom Stoffmarkt