Sonntag, 1. Januar 2017

Ich näh mir meine Mini-Garderobe...

Hallo ihr Lieben,
Frohes Neues erstmal. Seid ihr gut rein gekommen? Habt ihr Vorsätze für 2017?
Ich schon - ich würde gerne wieder etwas entspannter mit den Jungs umgehen... Und weniger streiten...

Und dann gibt es da noch mein Projekt der Mini-Garderobe. Das würde ich zwar weniger ein Vorsatz nennen, als ein nähtechnisches Ziel, welches ich mir gesteckt habe. Aber ein Ziel zu haben ist doch auch was tolles, oder? Vorallem wenn es, wie bei diesem Projekt von Clotilde, etapenweise erreicht wird... Jeden Monat einen kleinen Schritt vorwärts...

Als ich letztens davon berichtete, verwies ich lediglich auf die französische Seite von Clotilde. Einige von euch interessierten sich für das Projekt, allerdings scheuten sie das französisch... ;-) Und so wurde ich gebeten ob ich das Projekt nicht im deutschen initieren könnte?
Also habe ich kurzum Clotilde eine Mail geschickt und was soll ich sagen? Sie ist begeistert und freut sich - wie ich - über Mitnäherinnen!

Worum geht es hier überhaupt?

Das Projekt nennt sich "Ich nähe mir eine Mini-Garderobe 2017" Es geht darum für sich zu nähen. Jeden Monat ein Teil. Und zwar jeweils eins aus jeder Kategorie. So hat man am Ende des Jahres zwölf selbst genähtes Kleidungstücke mehr im Schrank und kann dann vielleicht fast täglich auf selbstgenähtes zurückgreifen- egal welche Situation...

Die 12 Kategorien sind folgende:
  • Oberteil (Webware sprich unelastisch) [haut: chaine et trame]: Das kann zum Beispiel ein blusenähnlicher Schnitt wie die Bluse Nr. 6 von Lillesol & Pelle für Webware, oder eine Frau Aiko von Schnittreif, oder eine Bellah von Prülla oder was euch sonst gefällt. Hautsache für obenrum und aus unelastischem Stoff...

  • Oberteil (Jersey sprich elastisch) [haut: jersey]: T-Shirt langarm oder kurzarm, Pulli aus Sweat oder Strick... Was gebraucht wird oder eh auf eurer To-Sew-Liste steht. Ich bin sicher, da fällt euch was zu ein...

  • Bluse [Chemise]: So eine richtige! Mit Kragen und Manschette. Alles andere ist wie euch beliebt... Als Beispiel fallen mir da spontan die Archer von Granline Studio, die Cheyenne von Hey June oder Mélilot von Deer & Doe ein... Aber bei Burda und co werdet ihr sicher auch fündig.
    Oder ihr wartet den 22.1. ab. Da startet Elkes alias EllePuls auf ihrem Blog den Bluse-Sew-Along. Ich bin mir sicher, sie wird euch noch weitere Schnitte vorstellen und uns beim Blusen nähen an die Hand nehmen, so dass wir hinterher alle tolle Blusen im Schrank haben werden ;-)
  • Rock [jupe]: Jersey oder Webware, in lang oder in der Miniversion, als Falten- oder Tellerrock, mit oder ohne Taschen... Oder gar als Hosenrock? Möglichkeiten über Möglichkeiten...
  • Shorts [shorts]: Eine Hose die über den Knien endet. Alles andere ist frei...

  • Hose [pantalon]: mit Reißverschluss oder Knöpfen, oder gar Fake... Jenachdem was euch als Schnitt gefällt und was ihr euch zutraut. Aber vielleicht ist das ja endlich die Gelegenheit die richtige Hose zu nähen? Da gibt es zum Beispiel aus der Chinoabteilung die Chi Town von Alina Design, oder die Port Trousers von Pauline Alice oder die Ludwig Lässig von Lotte und Ludwig.
    Bei den Jeans-Schnitten möchte ich euch zu Marinas Jeans Sewalong vom letzten Jahr verweisen - vielleicht ist da was dabei... Ansonsten gibt es noch die Alexandria Peg Trouseres von Named, die Velara von Schnittgeflüster und... und... und...

  • Einteiler [combinaison]: Ob mit kurzer oder langer Hose, Jumpsuit, Overall oder Latzhose. Auch hier ist man frei...
    Und wer kein Freund von Einteilern ist, so wie ich , der schummelt sich die Optik einfach ;-)
     
  • Kleid [robe]: Jersey, Webware, für einen bestimmten Anlass oder einfach nur so...
  • Mantel [manteau]: Ein richtiger Mantel oder Jacke für den Winter. Und mit Futter. Ein richtiges Masterpiece eben...
  • Jacke [veste]: Eine Jacke für die Übergangszeit. Das kann eine richtige Jacke zum Schließen sein wie z.B. die Jerika von Prülla, oder ohne Verschluss, also ein Coatigan, wie Silvia von Schnittchen oder eine Strickjacke wie die Basic Stricjacke von Ki-ba-doo oder doch lieber die Jakke von Elvi's Needle
  • Lingerie [lingerie]: Das kann sowohl Unterwäsche, also eine Unterhose, ein BH oder ein Unterhemd, als auch ein Pyjama, Nachthemd, Kimono oder gar ein Bademantel sein...
  •  Badeanzug [maillot de bain]: Einteiler oder Zweiteiler, je nach Geschmack. Oder wer sich an Lycra nicht ran traut oder keinen braucht, kann ja vielleicht auch ein Paréo oder Strandüberwerf-Ding nähen... Oder was sonst noch zum Thema Schwimmen im weitesten passt...


Soweit die Kategorien... Ihr seht, es gibt keine Schnittmustervorgaben. Alles ist möglich. Ob Indi-Label, Zeitschrift, die klassischen Schnitthersteller oder eigener Schnitt... Jeder wie er mag, es zu ihm passt und er sich wohl fühlt.


Und natürlich ist es auch jedem freigestellt mehr zu nähen. Es soll aber nur ein Teil pro Kategorie zu der Aktion verlinkt werden.

Und wem 12 Teile zu viel sind? Der näht eben weniger. Wie wäre es denn mit drei Oberteilen und zwei Unterteilen? Schön wäre es allerdings, wenn man sich im Vorfeld auf die entsprechende Anzahl festlegt.

Und wenn einem eine Kategorie so gar nicht zusagt? Der ist frei sie zum Beispiel durch ein Accessoire zu ersetzten.

So werde ich z.B. keinen Rock nähen. Die trage ich einfach nicht. Stattdessen wird es bei mir eine Tasche geben... Auch werde ich keine weitere Winterjacke nähen. Und auch kein Cape. Sondern stattdessen eine dünne Leinenjacke für den Sommer- Die kann ich viel eher gebrauchen...

Bevor wir starten, sollte jeder seine 12 (oder weniger) Schnitte festlegen. Und wenn er möchte, in irgendeiner Form veröffentlichen. Natürlich könnt ihr es auch bloß für euch in euer Notizbuch kritzeln. So niedergeschrieben wird das Vorhaben erst zu was handfestem.... Man hat z.B. keine Ausreden mehr warum man den Schnitt X wieder vor sich herschiebt.
Es ist Zeit aus seiner Komfortzone heraus zu kommen!
Man hat ein Monat Zeit pro Projekt. Das ist mehr als bei so manchem Probenähen, wo man in 2 Wochen 3 Teile raus haut...
Allerdings ist die Liste auch nicht in Stein gemeißelt. Denn im Laufe eines Jahres kommen neue Schnitte raus, man verändert ich oder findet den Stoff der genau das eine Schnittmuster benötigt... Ihr wisst schon...

Die Reihenfolge in der ihr näht ist euch ebenfalls selbst überlassen. Ob schwer/ aufwendig, leicht, schwer/aufwendig oder zur entsprechenden Saison...

Wenn es euch schwer fällt euch zu organisieren, dann schaut doch mal bei Fredi von seemannsgarn-handmade vorbei. Sie hat einen tollen Nähplaner entwickelt. Der hilft euch vielleicht dabei, euch zu strukturieren...

Letztendlich geht es um euch! Ihr nehmt euch Zeit für etwas das ihr für euch geplant habt. Da soll es auch zu euch passen und euch hinterher hoffentlich damit wohl fühlen. Ihr macht euer Tempo und euer Nählevel.

Und dann schickt ihr mir einen Link zu eurem Post. Und zwar bis zum vorletzten Tag des Monats. Dann kann ich uns nämlich mit Clotilde verlinken ;-) Und wir haben eine schöne Linksammlung, wo jede auch bei der anderen stöbern kann. Ich bin sicher, da gibt es viel zu entdecken!


Und solltest du keinen Blog führen, kannst du ja auch auf Facebook oder Instagram mitmachen. Nutze dafür den Hasttag #ichnähemirmeineminigarderobe2017 oder in französisch #jecoudsmagarderobecapsule2017.

Oder wenn du weder Blog noch Facebook oder Instagram verwendest, bist du auch herzlich eingeladen mir entweder ein Foto oder gar einen kleinen Beitrag den ich auf meinem Blog veröffentliche, zu schicken.

Und wie schaut's aus? Bist du dabei? Hast du schon Ideen? Oder Fragen? Dann lasst es mich wissen...

Ich freu mich über jeden Mitstreiter...

Einen kleinen Einblick in meine Nähpläne habt ihr schon erhalten.  Wer mehr wissen will schaut am besten am Dienstag  dem 3.1 bei mir vorbei. Da veröffentliche ich meine Liste und beschreibe euch, wie ich bei meiner Projektauswahl vorgegangen bin...

Bis dahin - habt's euch wohl und liebe Grüße
Miriam

PS:
Auf der Seite #Ich nähe mir meine Mini-Garderobe 2017 könnt ihr mit Hilfe des Linktools eure Beiträge verlinken. Zu der Seite gelangt ihr entweder ganz oben, neben der Seite "Blog" oder über das verlinkte Logo in der rechten Spalte.

Freitag, 23. Dezember 2016

Rückblick & Ausblick...

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es ist ganz gut so. Nicht dass das Jahr schlecht war- im Gegenteil. Aber ich merke, wie bei mir momentan die Luft raus ist. Ein paar Tage Ruhe werden mir sicher gut tun, damit ich mit Schwung und neuer Energie neue Projekte starten kann... Bevor ich aber von den neuen Projekten erzähle, möchte ich auf mein Näh-Jahr 2016 zurückblicken.

Nähtechnisch war hier recht viel los. Ich hab ziemlich viel für mich genäht (und die Jungs vernachlässigt -Ich gelobe Besserung-). Ich habe versucht neue Wege zu gehen und neue Techniken zu erlernen. Außerdem habe ich meine Vorliebe für Webware entdeckt... Und weil Webware passform- und komforttechnisch weniger verzeiht als Jersey, ging es hier auch viel darum, die richtige Passform zu finden... Dabei habe ich manchmal auch ein bisschen die Leichtigkeit des Nähens, des einfach machens, verloren. Und das nicht jedes Kleidungsstück perfekt sein muss. Auch wenn ich es gerne habe, das man den Teilen nicht ansieht, dass sie selbst gemacht sind... ;-)
Jetzt könnte ich euch natürlich eine Collage mit allen meinen Nähwerken von 2016 zeigen, aber ich finde die Aktion von Susanne von mami-made viel besser. Habt ihr sie schon gesehen? Hier geht es drum die Top 3 der meistgetragenen Kleidungsstücke, die 2016 genäht (und geblockt) wurden, zu zeigen.

Mein Platz 3 geht an:

Mélilot
Die Bluse habe ich seit dem Nähen quasi dauergetragen bis der Herbst kam...


Mein Platz 2 geht an:

Meine erste Jeans
Ich habe sie sehr gerne und sehr häufig getragen. Und es halten immer noch die Nähte ;-)


Mein Platz 1 geht an:

Tulipa als Shopper
Unangefochten vorne, da ich sie tatsächlig tagtäglich getragen habe. Was man ihr leider auch ansieht... Nächstes Jahr werde ich wohl eine neue Tasche brauchen...


Die Top 3 der Jungs gestaltet sich da schon schwieriger...
Für das Räupchen würde ich sagen:
Platz 3 geht das Ananas-Shirt


Platz 2 an das Draußenkind:
Es wurde letzten Winter dauergetragen. jetzt mag er es leider überhaupt nicht mehr, obwohl es ihm noch passen würde (Er wird ja nicht mehr getragen - mag er nicht mehr :-( )


Platz 1 geht an den Basic Pulli
Der passt nämlich geraaaaade noch so und ist das ganze Jahr über getragen worden...


Und das Äffchen? Das ist Bloggtechnisch wirklich zu kurz gekommen... Nicht das es nichts genäht bekommen hätte...
Auf den Blog hat es, glaube ich, nur seine Upcycling-Cordhose, sie mittlerweile zu kurz ist und seine Krokodils-Shorts geschafft. Die hat er immerhin auch wirklich den ganzen Sommer über getragen...



Ist es nicht toll, so viele Lieblingstücke in seiner Gaderobe zu haben? 

Für 2017 habe ich mir vorgenommen wieder mehr für die Jungs zu nähen. Die sprießen gerade wie Unkraut und die abgelegten Sachen vom Äffchen sind meist komplett durch, so dass das Räupchen sie nicht mehr tragen kann. Zumal er auch eine andere Statur als sein Bruder hat...

Für mich werde ich natürlich nächstes Jahr auch weiter nähen - keine Frage... Aber mein Schrank ist tatächlich recht gut gefüllt. Es sind kaum zwingen notwendige Nähaufgaben dabei. Aber für die habe ich schon die richtige Aktion gefunden. Und zwar bin ich auf einem französichen Blog gestossen, der nächstes Jahr eine Mini-Capsule-Wardrobe näht. Es gibt 12 Kategorien : Oberteil (Webware), Oberteil (dehnbar), Kleid, Hose, Einteiler, Shorts, Rock, Mantel, Weste, Hemd, Lingerie und Bademode. Hier geht es darum pro Monat 1 Teil aus einer Kategorie für sich zu nähen, so dass man am Ende des Jahres theoretisch für jede Situation ein selbstgenähtes Kleidungsstück besitzt. Ziemlich cool, oder?
Tatsächlich hatte ich von den Punkten 2/3 auf meiner ToSew-Liste und das ein oder andere vor dem ich mich bisher gedrückt habe...
Anfang Januar werde ich dann noch einmal mehr über das Projekt schreiben und die meine Projektliste veröffentlichen. Schnittmuster und Reihenfolge sind nämlich frei wählbar, sollten jedoch am Anfang des Jahres veröffentlicht werden...

Dann möchte ich gerne mehr aus meinem Stoffbestand nähen. Alle Kisten quellen über. Webware, Jersey, Upcycling... Da muss ich erstmal einiges "abarbeiten" bevor ich neues bestelle ;-)
Ich denke, ihr kennt das Problem, oder?

Jetzt freue ich mich aber erstmal auf Weihnachten und einige ruhige Tage bevor mich der Alltagswahnsinn wieder hat.
Ich wünsche euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch und ein kreatives Jahr 2017.
Bis dahin, passt auf euch auf. Wir lesen uns nächstes Jahr wieder.
Liebe Grüße Miriam

Verlinkt mit Freutag und mami-made

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Und noch eine Strickjacke...

Vor einigen Wochen schrieb Sindy vom "Mein Gewisses Etwas" einen Beitrag über den Signature-Blitz. Und da begegnete sie mir zum ersten mal - Lola von Schnittchen! Eine Strickjacke mit interessanter Schnittführung. Der Schnitt zeichnet sich vor allem durch die seitliche Falte und die rückwärtigen Nähte aus.
Als bekennender Strickjackenfan, musste ich den Schnitt gleich ausprobieren...


Lola ist als easy eingestuft - ist es auch. Wenn man das mit der Falte verstanden hat... Denn es gibt nur eine textliche Anleitung.  Hier war ich kurz verwirrt und hätte tatsächlich gerne Bilder gehabt. Aber der angegebene Link zur bebilderten Anleitung führte ins Leere... Doof das. Aber auch nicht wirklich schlimm, denn mit etwas nachdenken ließ es sich doch bewältigen. Die Falte wird nämlich erst nur gesteckt und dann in die nach hinten laufende Naht eingenäht.


Ansonsten müssen noch die Schulternähte geschlossen und anschließend die Ärmel eingesetzt werden. Zum Schluss werden die offenen Kanten mit selbstgemachtem Schrägband eingefasst. An den Ärmeln habe ich es auch so gemacht. An der langen Hals-/Vorderseiten-/ Rückensaumkante nicht. Da habe ich den Saumstreifen komplett nach innen geklappt. Das gefiel mir optisch besser.


Hier, wo die Strickjacke etwas aufklappt, kann man es ganz gut erkennen... Der Saumstreifen stabilisiert die Kante übrigens super. Während mein weichfallender Strick unbekannter Zusammensetzung, anfangs vorsich hin labberte, hält behält er jetzt seine Form...

An dem Schnittmuster habe ich ein paar Änderungen vorgenommen. Laut Größentabelle brauche ich eine 38. Die angegebene Körperlänge ist jedoch 6 cm zu kurz. Daher habe ich in der Taille (die Taillenhöhe ist angegeben) das Vorder- und Rückteil um 6 cm verlängert.


Jedoch lag die Strickjacke dann auf meinem Hintern auf und warf Falten und vorne erschien sie mir auch zu lang. Daher habe ich sie rundum doch wieder um 1,5 cm gekürzt. Jetzt entspricht sie etwa eine Größe kleiner.
So finde ich sie von der Länge super. Nichts hasse ich mehr, als wenn es mir zwischen Hose und Shirt reinzieht...


Die Ärmel habe ich, wie immer verlängert. Außerdem habe ich sie im Nachgang noch einmal knapp 1 cm nach innen gesetzt. Aber wenn ich die Fotos so sehe, könnte es eigentlich noch mehr sein, oder was sagt ihr?
Auf dem Knopf zum verschließen habe ich übrigens verzichtet, da ich Strickjacken in der Regel eh offen trage...

Die Vorderteile sind natürlich gleich lang, auch wenn es auf den Bildern nicht so aussieht ;-)

Unter meiner Lola trage ich einmal meine Mona von Make my Lemonade. Und ja, das sind Herzchen. Zu Mona wird es im Frühling einen separaten Post geben...

Und einmal trage ich eine grüne Liv von Pattydoo. Soviel sei gesagt - Liv ist nicht mein Schnitt und das erste Schnittmuster das direkt wieder in die Tonne wanderte. Das Shirt saß an der Armkugel überhaupt nicht und auch der Ausschnitt war nix für mich. Für letzteres kann der Schnitt jetzt nix... Zum Glück habe ich mittlerweile ausreichend Erfahrungen um so etwas doch tragbar zu machen.

Ich denke, meine Lola hat tatsächlich das Zeug zum Lieblingsteil. Einerseits wegen der Farbe, aber auch weil Strickjacken eh meins sind und sie mit ihrer Form Abwechslung in die meist geraden geschnittenenen Cardigans in meinem Schrank bringt.
Und ich finde, Lola lässt sich gut kombinieren lässt. Zur Bluse wenn es mal eleganter / stilischer zugehen muss. Oder im Alltagslook, zu einem schlichten Shirt...

Und weil meine Lola ein waschechtes, wunderbares "L" ist schicke ich sie zum Abschluss noch zu Selmin. Vielen Dank liebe Selmin  (und alle Mitinitatonrinnen) für diese tolle Aktion. Es hat mir viel Spaß gemacht, auch wenn ich nicht bei allen Buchstaben mitdabei war...

Und wenn ich schon beim Bedanken bin, dann mag ich mich auch noch beim Team vom MMM für ihre wunderbare Arbeit das ganze Jahr über bedanken.

Verlinkt mit MeMadeMittwoch und #12lettersofhandmadefashion
Schnitte: Strickjacke - Lola von Schnittchen, Bluse- Mona Make my Lemonade, Shirt - Liv
Stoff: Strickjacke - Feinstrick vom Stoffmarkt, Bluse - Baumwolle vom örtlichen Stoffladen, Shirt - 100% Baumwolljersey von Karstadt

Mittwoch, 23. November 2016

Manche Teile brauchen etwas länger...

Im Fall dieses Kleides ziemlich genau 2,5 Jahre! Ok, ich habe keine 2,5 Jahre dran gesessen. Die meiste Zeit schlummerte es in der UFO Kiste. Damals hatte ich es für eine Hochzeit begonnen, aber dann schlich sich das Räupchen ein und ich war recht früh ziemlich rund...

Das Kleid war natürlich gebügelt, aber das Foto ist im Laufe des Tages entstanden...

Als dieses Jahr wieder eine Hochzeitseinladung bei uns einging, war klar, dass ich mein Kleid Tanja von Schnittchen endlich fertig machen wollte. Denn es gefiel mir nachwievor. Vorallem der Tulpenrock mit der Faltenlegung hatte es mir angetan. Endlich was auf der Hüfte! ;-)

   So habe ich das Kleid aus der UFO Kiste gezogen. 


Wie ihr seht, hat sich einiges dran getan...
Die Ursprungsfarbe ging für mich gar nicht. Viel zu blass... Aber der Stand der Baumwolle und ihre leicht unregelmäßige Struktur waren für das Kleid perfekt.
Ich habe das Kleid also umgefärbt (in der Waschmaschine und die sah danach gar nicht mehr gut aus, also Achtung!). Mit der Farbe, eine Mischung aus Smaragd und Petrol bin ich wirklich glücklich, dafür dass es ein Zufallsprodukt ist...


Außerdem habe ich das Kleid im Oberkörper deutlich enger gemacht noch zweimal den nahtverdeckten Reißverschluss neu eingenäht bis er mir gefiel. Nachwievor nicht perfekt, aber unsichtbar genug...
Außerdem die Ärmel eingesetzt und gesäumt.

Zu Tanja gibt es zwei Ärmel Möglichkeiten - Kappärmel oder 3/4 Arm. Lange habe ich gezögert die Kappärmel zu wählen. Immerhin war die Hochzeit Anfang Oktober... Meine Wahl fiel auf die kurzen Ärmel, da ich drüber einen Blazer tragen wollte und wir uns ohnehin die meiste Zeit in Räumlichkeiten befinden würden. Die Entscheidung war genau richtig. Mir war abends ordentlich warm...

Ich habe allerdings erst das Kleid gekürzt und mit Schrägband versäubert bevor ich mich entschloss doch mit Hand zu säumen. Daher sieht man Innen das Garn etwas. Aber mich stört es nicht. Irgenwie hab ich am Tag der zweiten Fotos - wir hatten tatsächlich von meinem Abendoutfit keine gemacht- komisch gebügelt. Der Saum sieht unschön aus. Aber man sieht ja auf den anderen Fotos, dass es ihn auch in hübsch gibt ;-)
Außerdem habe ich noch schnell ein Unterrock zu genäht und ihn an die Nahtzugabe es Rockteils geheftet. Der erfüllt seinen Zweck voll und ganz und trug sich angenehm.

Tagsüber, beim Standesamt, war ich ein wenig legerer gekleidet. Mit Strumpfhose und Stiefeln. Und auf dem Weg zum und vor dem Standesamt mit Strickjacke (La Maison Victor) und Halstuch...


Abends habe ich, zu mindest für kurze Zeit, die kurze Version des Victoria Blazers aus Velour-Leder-Imitat und Baumwollfutter über dem Kleid getragen. Außerdem habe ich die Strumpfhose und Schuhe gewechselt. Was habe ich mich gefreut, als ich feststellte wie perfekt die Schuhe dazu passen. Endlich eine gute Gelegenheit sie auszuführen...


Ich finde den Victoria Blazer zu dem Kleid klasse. Genäht habe ich Größe 10 ohne Änderungen. Dank der technischen Zeichnungen hatte ich keine Probleme mit der englischen Anleitung. Ich hatte lediglich das Problem, dass das Baumwollfutter scheinbar zu schwer im Verhältnis zum Außenstoff war und sich nach unten herausgeschoben hat. Ich habe daher die Nahtzugabe mittels Hexenstich am Futter fixiert...

Der Blazer endet exakt am Beginn des Rockteil des Kleids. Auch die 3/4 Ärmel finde ich gut. Allerdings hätten sie für mich einige Zentimeter länger sein können... Und diesen Umschlag finde ich toll.
Leider habe ich kein Detailfoto. Da würde man nämlich sehen, dass es nicht enfach nur ein weißer Stoff ist, sondern einen Druck mit braunem gekritzel drauf hat....

Grundsätzlich mag ich es optisch sehr gerne wenn die Ärmel vom Blazer umgeschlagen sind und man das Futter sieht. Aber hier soll das sogar so und macht mit der Art Manschette richtig was her.

Inwiefern ich den Blazer im Alltag tragen werde, weiß ich noch nicht. Zur Jeans und Shirt wirkt es durchaus extravagant. Immerhin habe ich mir mittlerweile ein paar Kombinationsideen für den Frühling / Sommer überlegt...

Das Kleid werde ich sicherlich wieder tragen. Ich habe mich darin pudelwohl gefühlt. Und je nachdem was man dazu trägt kann es Up- oder Downgestylt werden. Ich finde, es geht auch super zu meinen heißgeliebten Chucks. ;-)


Und was sagt ihr? Hat es sich gelohnt das Kleid wieder hervor zu holen?
Und was sagt ihr zum Blazer?

Verlinkt mit MemadeMittwoch und dank meines nahtverdeckten Reißverschluss auch zu #12lettersfhandmadefashion - diesmal mit dem Buchstaben N
Schnitte:
Kleid: Tanja von Schnittchen,
Blazer: Victoria Blazer von by Hand London,
Cardigan: Rosina aus der La Maison Victor 3/16 aus Rico Fashion Top Spin in beige
Stoff:
Kleid: Baumwolle aus Schwiegermutters Bestand, gefärbt,
Blazer: Velour-Leder-Imitat vom Stoffmarkt

Dienstag, 22. November 2016

Ein Schlupfhemd fürs Räupchen...

Als die Einladung zur Hochzeit eintrudelte war für mich klar, wir gehen in selbstgenähten Outfits! Keine Frage, oder?
Was ich anziehen würde war gleich klar. Da schlummerte noch ein UFO in der Kiste. Bei den Jungs tat ich mir deutlich schwieriger. Es sollte alltagstauglich und doch besonders sein. Und natürlich zusammen passen...
Deshalb haben sie die gleichen Schnitte, in völlig unterschiedlichen Stoffen und Farben getragen. Heute gibt es aber nur das Outfit des Räupchens zu sehen. Die andern beiden folgen bald. Und ich finde ihn darin sooo niedlich...


Wie ihr seht, stammen die Fotos nicht von der Hochzeit, sondern von einem wunderbaren Tag mit der ganzen Familie im Garten einer Freundin...

Grundlage für das Outfit war eine Strickjacke die meine Mutter vor einiger Zeit für die Jungs genäht hatte. Einmal in rostrot für das Räupchen und in grün für das Äffchen. Darauf habe ich dann Hosen und Hemden abgestimmt.


Die Cord Ludwig Lässig kennt ihr ja schon von hier. Da hatte ich für das innere des Bundes und das Taschenfutter auch den Stoff vom Schlupfhemd für das Räupchen genutzt.


Das Schlupfhemd ist ein Ottober-Hack. Um ehrlich zu sein, ist vom Schnitt nicht mehr viel übrig geblieben. Denn eigentlich handelt es sich bei Lenni (6/2012) um ein normales Hemd. Mit normalen Kragen und bis unten durchgeknöpft. Aber ich wollte unbedingt ein Schlupfhemd haben. Ich mag den Stil so gerne, aber es gibt kaum Schnitte, geschweige denn Kaufhemden in der Art.

Ich habe also die Knopfleiste umgemodelt und den Steg vom Schnitt dran angepasst. Wisst ihr wie das geht? Habt ihr Interesse an einem Tutorial dazu? Das sieht nicht nur bei Hemden super aus, sondern pimpt auch "normale" Shirts... Egal ob mit Steg oder nur mit Bündchen oben...


Kurz hatte ich überlegt den Kragen vom Schnitt zu übernehmen und hatte ihn sogar schon fertig genäht. Aber er war mir viel zu ausladend...

An den Ärmeln habe ich Riegel ergänzt zum hochkrempeln. Die haben sich nicht nur bei der Hochzeit als sinnvoll erwiesen. Die Jungs sind so viel rumgeflitzt, dass ihnen warm war. Und beim Essen, haben sie geholfen, dass der Ärmel nicht ständig im Essen hing. Außerdem sieht es super aus, finde ich...


Da der Schnitt erst bei 92 losgeht, das Räupchen allerdings bei der Ottobre erst bei 86 ist, habe ich den Schnitt um eine Größe runtergradiert. Von der Breite und vom Sitz an den Schultern ist es auch genau richtig. Allerdings habe ich den Schnitt deutlich verlängert. Nähmlich auf 98. Und die Ärmel auf 92.
Das zeigte nämlich ein Vergleich mit einem Kaufhemd. So ein Abgleich kann ich wirklich nur empfehlen, wenn man einen Schnitt neu näht. Der Schnitt fällt insgesamt breit und kurz aus.


Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich das Hemd nicht doch noch ein bisschen verlängert habe oder zumindest Zuwachs im Saum vorgesehen habe. Zum Zeitpunkt der Hochzeit (und der Fotos) war das Hemd von der Länge genau richtig. Aber nun hat der Räupchen mal wieder einen Schuss gemacht und es ist gerade so passend von der Körperlänge.
Dabei steht ihm das Hemd so gut und ich könnte ihn jedesmal fressen wenn er es trägt. Egal ob zur Ludwig Lässig oder als auch zur Jeans...


Und wer sich fragt, was wir da getrieben haben- wir waren zur Apfelernte eingeladen. Am Ende des Nachmittages hatten wir ganze 87 kg gepflückt, die wir gleich in einer Kellerei gebracht haben. Als Lohn gab es einen Nachmittag voller Spaß, drei Flaschen Süßen und ein paar, nicht nennenswerte, Euronen...

Verlinkt mit CreaDienstag, DienstagsDinge, HoT, SewMini
Schnitt: Lenni, Ottobre 6/12, sehr abgewandelt
Stoff: Baumwolle von Mondial Tissus

Sonntag, 13. November 2016

Großes Finale beim WMSA 2016...

... und ich bin dabei! Yeah!


Da war ich mir in der Woche noch nicht so sicher...
Er am Freitag Nacht habe ich die letzte Naht von meinem Wind- und Wetterparka genäht. Am Samstag früh dann noch die Wendeöffnung schließen, die ganzen Fäden verschwinden lassen und Fotos machen.

Das Wetter hat zum Glück mitgespielst. Ich wäre mit meinem Parka wohl auch dem schlechten Wetter gewachsen gewesen - immerhin ist mein Außenstoff teflonbeschichtet und somit wasserabweisend. Aber meinen Kerlen hätte ich es nicht zu muten wollen. Es wäre allerdings ein guter Härtetest gewesen. Der steht somit noch aus.


Vorallem bin ich gespannt, wie warm das Thinsulate, mein Wärme-Futter-Vlies, tatsächlich hält. Beim Fotografieren war es mit ca. 5 ° zwar frisch, aber nicht knackig frisch. Und mir war am Oberkörper trotz dünnen Pulli nicht kalt. Allerdings ist mein Parka so unglaublich leicht - das macht mich skeptisch.

A propos Pulli. Größenteschnisch stand ich zwischen 36 und 38 und habe mich letztendlich für größer entschieden. Und es war gut so. Denn wenn ich einen meiner dicken Pullis trage, dürften die Ärmel nicht schmäler sein...


Sowohl das Verarbeiten des Thinsulate als auch des Oberstoffes stellte keine Probleme dar.
Das Thinsulate sieht aus wie normales Volumenvlies und lässt sich auch so verarbeiten.
Auch das mit Teflon  beschichtete Baumwoll-Mischgewebe von Activstoffe ließ sich wie ein normaler Baumwollstoff verarbeiten. Ich habe hier, auf anraten von Activstoffe, mit einer 75 Universalnadel genäht. Ging 1A.

Der Oberstoff reichte tatsächlich noch um für innen Belege zu basteln. Das hat mich ganze zwei Nähabende gekostet. Aber das hat sich sowas von gelohnt!



Ich liebe es, wenn es auch innen schön aussieht! Und sogar die Paspel, die ich zufällig im Stoffladen gefunden habe, passt farblich perfekt zu meinem Futterstoff. Sogar die Übergänge hauen hin...


Zwischenzeitlich war ich mir unsicher wie mein Parka aussehen sollte. Zuviele Möglichkeiten... Aber letztendlich ist er genau so geworden wie ich ihn mir ganz ursprünglich vorgestellt habe.

Mit Schulterpassen und Rückennaht. Mit doppelt abgesteppten Ziernähten aus braunen Jeansgarn.



Mit verdeckten Bündchen und verkleintem Halsausschnitt und Kapuze.


Und wie ihr seht, sind habe ich mich doch für die Pattentaschen entschieden. Auch das ging super. Dafür habe ich sogar auch mal ins e-book geguckt. Alles andere habe ich so genäht. Allerdings es kostet ganz schön Überwindung in eine quasi fertige Jacke, reinzuschneiden. 


Hier sieht man auch die tollen altkupferfarbenen Druckknöpfe.  Dadurch dass ich sie im Windschutz verdeckt angebracht habe, sieht man nur das dunkle Unterteil, aber nicht die tolle Farbe.

Den Fischschwanz habe ich aus der Ottobre (4/13) Autumn Windbreaker entnommen.
Oh man! Hat der mich Nerven gekostet! Alles andere lief glatt, aber dieses Detail!
Beim Zusammennähen hat verliefen von der Spitze aus ständig irgendwelche Falten. Letztendlich habe ich Futter und Oberstoff nur bis 1-2 cm vor der Spitze zusammen genäht und siehe da - die Spannung und die sich daraus ergebenen Falten waren verschwunden. Durch das Absteppen, habe ich auch gleich das Loch geschlossen.
Auch das Detail mit der rückwärtige Schlaufe -auf dem oberern Rückenansicht sichtbar - stammt von dem Schnitt.



Ansonsten habe ich noch ein paar Lederdetails eingebaut. Das gefiel mir dazu viel besser als auf die gekauften Kordelenden etc. zurückzugreifen.


Ihr seht, es ist ein wirkliches Mischmaschteil geworden. Ein bisschen hiervon, ein bisschen davon. Aber so ist er (für mich) perfekt.

Hier noch einmal die Harten-Fakten:


Schnitt: Wind- und Wetter-Parka von Lotte & Ludwig
Änderungen: Kapuze aus der überarbeiteten Version, Schultern 1 cm nach innen gesetzt, Ärmel um 8 cm verlängert (die fallen kurz aus, aber ich habe auch lange Arme), Länge um 4 cm verlängert, Fischschwanz
Stoffe: beschichtete Baumwoll-Mischgewebe und Futtertaft von activstoffe.de, Thinsulate von Funfabric, Mind the moose, Soft Cactus über Kleewald, Druckknöpfe, Prym aus dem örtlichen Stoffladen, Bündchen Kordel und Zwei-Wege-Reißverschluss vom Stoffmarkt

Kosten: 40 €
Arbeitszeit:
ca. 20 Std



Ich bin wirklich richtig glücklich mit meinem Parka. Ich liebe die Details und die türkisenen Elche die farblich ein wenig Pepp in dieses beige-braun Gemisch bringen.  Und ich freue mich, dass Schal und Mütze, welche meine Mutter vor einiger Zeit für mich gestrickt hat, so toll zu dem Parka passt.

Jetzt brauche ich aber erstmal ein paar schnell schnell Projekte bevor ich mich wieder auf was größeres stürze.

Aber zuerst bewundere ich eure Jacken und Mäntel, die dieses Jahr im Sewalong vom MMM entstanden sind ...

Dienstag, 8. November 2016

Babygeschenke...

Bisher gab es auf meinem Blog noch keine Babygeschenke zu sehen. Warum eigentlich? Denn seit ich nähe, verschenke ich fast ausschließlich selbstgenähtes. Wenn ich mir rückblickend meine ersten Werke ansehe, denke ich mir auweija- wie konntest du die nur verschenken!
Aber wisst ihr was? Ich hab tolle Freunde!
Als ich mich neulich mit meiner Mädelsrunde traff um endlich den kleinen E. Kennenzulernen (der mittlerweile gar nicht mehr so klein ist, sondern schon ein Halbes Jahr), erfuhr ich nebenbei, dass die Mädels die Klamotten ihrer großen Kinder zum Großteil verkauft / verschenkt haben. Aber meine damaligen Geschenke werden in Ehren gehalten und sind in die Erinnerungskisten der Kinder gewandert. ♥
Um so leichter fiel es mir dann doch dass Geschenk für E. Zu übergeben. Denn auch das ist nicht perfekt, aber das sehen wohl nur wir Nähtanten, dass das Bündchen zu arg gedehnt wurde ;-)


Es ist ein Isaac aus der LaMaison Victor 4/16 in Größe 92 für den nächsten Sommer geworden. Ich war mir sicher, dass der gemusterte Stoff meiner Freundin gefallen würde, dennoch habe ich lange gezögert, aus Angst dass er wie ein Schlafanzug wirken könnte. 
Im Nachhinein völlig unbegründet und ich konnte mich nur schwer von dem Shirt trennen. Auch wenn es für mich ungewöhnlich bunt ist.

Die nächsten Geschenke die ich euch zeigen möchte, gingen an eine meiner besten und ältesten Freundin. Sie hatte sich damals, als wir zusammen bei Stoff & Stil waren, für Ihren Großen ein Stoff für ein Langarm - Shirt ausgesucht. Genäht habe ich ein "Bug" aus der Ottobre 3/16. Ich mag den Schnitt und es passt gut zu ihrem schlanken Sohn. Anfangs waren die Ärmel auch komplett in dem mintfarbenen Stoff. Abgesehen, dass sie zu kurz geraten waren, sah dass in dem Fall tatsächlich nach Schlafanzug aus. Die habe ich daher kurzer Hand abgeschnitten und die Ärmel stattsessen im Lagenlook genäht. Mit der Version war ich dann wirklich zu frieden.


Aus dem Rest wollte ich unbedingt ein ähnliches Shirt für den Baby-Bruder nähen. Aber viel war nicht mehr vom Stoff übrig. Deshalb habe ich ein wenig gepuzzelt und geschoben, bis Schnabelias Trotzkopf drauf passte. Allerdings ohne Teilung. Die mag ich nämlich nicht.
Das untere Vorderteil ist mit Teilung und seitlich eingefasst. Außerdem habe ich im Nahtschatten des Auschnittes des Vorderteils ein Stückchen festgesteppt. So kann sich das kleinere Unterteil nicht mehr hochklappen und der Kopfausschnitt ist immer noch großzügig.


So sieht das dann aus mit dem feststeppen. Einmal von links und von rechts.

Zu dem Trotzkopf gesellte sich dann noch ein grauer Sweat-Frechdachs von Lilabrombeerwölkchen hinzu. Für den Zwickel  reichte der letzte Fitzel des Stoff & Stil Stoffs.



Die Nahtzugaben habe ich, wie beim Trotzkopf, mit orangfarbenen Zickzackstich festgesteppt.


Im Nachhinein frage ich mich, warum ich das nicht schon öfters so gemacht habe. Das gefällt mir hier richtig gut. Meiner Freundin übrigens auch. Sie hat sich riesig über das Päckchen gefreut...

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Stoff: Stoff- und Stil sowie Bestand