Dienstag, 26. September 2017

1 Stoff – vier Schnitte...

Heute wird's hier noch einmal kurz sommerlich. Denn da gibt es noch 4 Shirts die ich euch unbedingt zeigen mag. Immer mit den gleichen Stoffen, jedoch mit anderen Schnitten...

Am Anfang des Sommers fiel mir der Krakenstoff in die Hände. Ich fand ihn sowohl für mein großes Äffchen, als auch für meinen kleinen Räuber gleichermaßen gut geeignet. Daher habe ich auch voll auf den Putz gehauen und gleich 1 Meter von gekauft ;-)


Kurz darauf entstand auch schon für das Äffchen mal wieder ein Geheimling von Allerleikind. Diesmal in Kurzarm, V-Auschnitt und Kapuze. Da der Stoff auch noch für seinen Bruder reichen sollte, kombinierte ich ihn mit dunkelblau und ein paar Akzenten in rot-weiß geringelt. Schön maritim und passend für den Sommer eben...


Dazu trägt er übrigens die Sachensuchershorts aus dem Webwaren-Resten meines Victoria-Blazer-Futter. In der Version mit den seitlich aufgesetzten Taschen und mit Fake-Bindeband.
Leider wird die Shorts nächste Saison nicht mehr passen. Aber dem Räupchen wird sie gute Dienste erweisen...


Bis das Räupchen zu seinem Shirt kommen sollte, dauerte es noch etwas. Denn zwischenzeitlich kam mir die Idee, dass sich der Stoff auch wunderbar als Geschwistershirt für mein Patenkind und seinen älteren Bruder machen würde.

Für den älteren Bruder entschloss ich mich für den Perfect Polo von Blank Slate Patterns aus dem „Jungs“-Nähconnectionpaket. Wobei das Paket durchaus auch mädchentauglich ist. Es beinhaltet lediglich keine Kleider und Röcke ;-)

Das Polo-Shirt ließ sich auf jeden Fall sehr gut nähen und auch mit der Knopfleiste bin ich gut zurecht gekommen.

Meine Freundin hatte mir die Maße ihres Sohnes zukommen lassen, woraufhin ich mich für eine Größe entschied. Und das Polo-Shirt sitzt gut an ihrem Kind- das müsst ihr mir jetzt einfach glauben. So ungewohnt die Größeneinheit in Jahren auch sein mag – hier hat es sehr gut geklappt. Größe „3 Jahre“ für ein 3 jähriges Kind.
Um kein Risiko einzugehen, hatte ich jedoch im Vorfeld ein Shirt vom Räupchen drüber gelegt, fast die gleichen Maße hat.


Weil mir die Kombination vom Geheimling so gut gefallen hat, bleib ich dabei. Ich mein – Kraken und maritime Faben- was sollte da nicht passen...

Es folgte das Shirt für mein Patenkind. Für ihn wählte ich das Freebook „Mini-Basic-Pulli“ von Lotte&Ludwig aus, weil ich die Knopfleistenidee für Babys so toll finde.


Ich hatte kurz überlegt, weiß oder hellblau für die Vorderseite zu wählen, aber weiß für Babys? Das war mir doch zu empfindlich... Und hellblau gefiel mir nicht so recht. Also wählte ich hellgrau als Grundlage für die Applikation.
Die Applikationsvorlage stammt übrigens aus der Ottobre 1/2017. Die habe ich eingescannt und mit 80% wieder ausgedruckt und übertragen. Um das ganze ein bisschen farbenfroher zu gestalten, habe ich noch einen „Nemo“ draufappliziert. Den hatte ich vorher mit Stoffmalfarben gemalt.


Das Shirt gefällt mir optisch total gut. Jedoch sitzt es an dem kleinen, schmalen Kerlchen seeeehr leger. Eine Größe kleiner bei selber Länge wäre wohl die bessere Wahl gewesen...


Außerdem stand der vordere Ausschnitt bei seiner Sitzhaltung doof ab, als ich ihn im seinen Shirt sah. Das lag sicherlich daran dass das Shirt noch etwas groß für ihm war und dass er gerade erst sitzten lernte und sich vorne mit den Armen abstützte. Ich hoffe, dass es jetzt, wo er richtig frei sitzt, auch besser an ihm sitzt. Das müsste ich mal nachfragen...

Und dann zu guter Letzt, bekam das Räupchen endlich sein T-Shirt. Ein Twisted Tank Top von Titchy Threads. Ebenfalls aus dem Jungspaket. Und natürlich wieder in der gleichen Stoff Zusammenstellung...


Eigentlich geht die Diagonale in die andere Richtung unter der Tasche durch, aber ich war froh dass der Krakenstoff gerade so ausreichte. Ein klitze kleine Ecke fehlte eigentlich. Die habe ich aber drangefriemelt. Und es fällt gar nicht auf. Und schon gar nicht, weil der Kerl eh nicht still hält...



Das Räupchen hat das Shirt jetzt im Sommer super gerne getragen und regelmäßig nach seinen „Kaken“ verlangt.
Hier noch mal alle 4 Shirts aus dem Krakenstoff auf einem Blick.


Von links nach rechts noch einmal zusammengefasst:
Einen Geheimling für das 5 jährige Äffchen, ein Perfect Polo für den 3 jährigen Bruder meines Patenkindes, ein Twisted Tank Top für das 2,5 jährige Räupchen und ein Mini-Basic-Pulli für das mittlerweile 1-jährige Patenkind..
Unglaublich was der Schnitt ausmacht, oder?

Ich kann gar nicht recht sagen, welches Shirt mir am besten gefällt. Und ihr?

Die Shirts meiner Jungs...
Die verschenkten Shirts...

Und weil "maritim" gleichermaßen von Mädchen und Jungs gerne getragen wird, möchte ich die Shirts auch bei "Menschen(s)kinder" verlinken. Der Linkparty für Unisex-Kinderkleidung.

verlinkt mit CreaDienstag, Dienstagsdinge, Made4Boys
Schnitte: Geheimling von Allerleikind, Perfect Polo von Blank Slate Patterns, Mini-Basic-Pulli (Freebook) von Lotte & Ludwig, Twisted Tank Top von Titchy Threads , Schachensucher Shorts von Fabelwald
Stoffe: Jersey vom Stoffmarkt und Sachensuchershorts aus gestreifter Webware aus dem örtlichen Stoffladen

Donnerstag, 21. September 2017

Eliza...

Ich habe so meine Vorlieben. Und wer meinen Blog und mich kennt, wird feststellen, dass ein Großteil meiner Vorlieben in Eliza vereint sind...

Die offensichtlichste ist die Farbe.
Ich liebe gelb - in all seinen Schattierungen. Aber am liebsten mag ich ein schön warmes sonnengelb oder ein senfiges ocker. Und lange - gut ein Jahr - habe ich dem Wunsch nach einer senfgelben Walkjacke widerstanden. Bis eben zu Eliza. Denn Eliza ist speziell für Walk konzipiert. Oder Stoffe die nicht ausfranzen und offenkantig verarbeitet werden können. So wie z.B. Softshell, Scuba oder Sweat...

Ich selbst habe mich natürlich für Walk entschieden, was sonst? Walk ist so ein tolles Material.
Super einfach zu verarbeiten, angenehm zu tragen und easy in der Pflege.
Es wird mit einem elastischen Stich und einer Universalnadel mit der Nähmaschine genäht. Mehr ist nicht nötig.
Allerdings kann es unter dem Nähfuss schon mal etwas eng werden wenn man 3 oder gar 4 Lagen Walk drunter schiebt. Z.B. wenn man die Ärmel- oder die Seitennahtzugabe absteppen will. Wem das zu dick ist, der kann auch die untere Nahtzugabe zurückschneiden, die zweite Nahtzugabe drüberklappen und absteppen...

 

An der Seitennaht seht ihr, wie 3 Lagen Walk abgesteppt aussehen. An der Halsnaht kann man erahnen, wie es mit nur zwei Lagen aussieht...
Außerdem seht ihr auf dem Bild auch, dass die Jacke hinten etwas länger ist als vorne.
Hinten ist der Saum leicht abgerundet. Das ist im Schnittmuster nicht enthalten, wird jedoch im E-Book erklärt.  Dieses Vokuhila mag ich an Shirts sehr gerne. Da zieht dann nix ausversehen rein und beugt dem Bauarbeiterdekolleté vor. Und damit nicht ständig die Shirts rausgucken, musste es auch an der Jacke sein....

Dem ein- oder anderen mag Walk zu krazig sein. Mich selbst stört es nicht. Entweder bin ich nicht so empfindlich oder ich hatte bisher Glück.
Aber ich wasche meinen Walk auch vor. Alleine schon aus Prinzip. Bei 30° im Wollwaschgang und anschließen liegend trocknen. Auch wenn es heißt, dass man sich so das Lanolin rauswäscht und die Wolle ihre natürliche Schutzfunktion verliert. Aber mir ist der Walk trotz der 30° schon das ein oder andere mal eingelaufen und das dann lieber im Vorfeld als beim fertigen Stück. Und bisher konnte ich keine Verschlechterung der Funktionen feststellen. Dabei kommt mein Doufflecoat nun schon den dritten Herbst/Winter zum Einsatz... Und sollte ich feststellen, dass er sich nicht mehr so gut selbst reinigt  oder empfindlicher aud Regen reagiert, gibt es immer noch Laolinspülungen...

Wie ihr seht, habe ich die Kanten eingefasst. Mit Kunstleder-Schrägband. Das war eine doofe Idee...
Das Zeug ist eigentlich zu steif für den Walk. Und mein Schrägband eigentlich zu schmal für die Kante. Oder der Walk zu dick für das Schrägband? Es war auf jedenfall eine mords Tortur bis alles eingefasst war. Und nicht jede Naht ist perfekt geworden, aber ich finde, es macht trotzdem ganz schön was her, oder?


Damit ich mit meinem Schrägband am Saum um die Ecke komme, hatte ich die untere Ecke mit Hilfe einer Esspresso-Tasse abgerundet.

An der Kapuze könnt ihr mit einen weiteren Grund sehen, warum ich meine Kante eingefasst habe... Mein Kontraststoff ist eine Baumwoll-Webware. Und die franst...
Ich habe die Kapuze gefüttert (statt nur einen Beleb) und die  Belege an der Knopfleiste.


Die innere Kante des Beleges habe ich einfach nach innen umgeschlagen und abgesteppt. Kurz hatte ich bei der Stoffwahl der Belege gezögert, ob das nicht zu bunt gemustert sei. Aber ich trage ja mehr so uni-bunt. Und es sind genau "meine" Farben...

Hier könnt ihr noch mal schön die Belege und die gefütterte Kapuze sehen. Und den Aufhänger den ich rein gefriemelt habe... Und natürlich brauchte meine Version von Eliza die Patches. Noch so eine Schwäche von mir...


Eigentlich hatte ich die im Ebook angegebene Position für gut empfunden, aber jetzt auf den Fotos sieht man, dass sie durchaus noch 2-3 Zentimeter höher gekonnt hätten. Dabei hatte ich, bervor ich den Ärmel eingesetzt habe, die Patches mit Nadeln angesteckt um die Position zu überprüfen...

Auch hätte die angegebene Ärmellänge wohl gereicht. Die Ärmel hatte ich aus Gewohnheit 4 cm verlängert. Jetzt wärmen sie schön meine Handgelenke, wie von mir gewünscht, aber ich klappe sie beim Autofahren rein, weil sie doch etwas stören...

A propos verlängert. Ich habe S genäht, jedoch auf XL verlängert. Einerseits aus den oben genannten Gründen, aber auch, weil die S-Länge an mir zu kurz ausgesehen hätte... Da hat ja jeder so seine Vorlieben...


Zu meinen Vorlieben passt Eliza perfekt. Mit all den kleinen Anpassungen. Teilweise im Ebook erklärt, teilweise selbst modifiziert und an meine Bedürfnisse angepasst.

Aber weil meine Bedürfnisse nicht unbedingt eure sind, möchte ich euch nicht die anderen Optionen des Ebooks vorenthalten. So gibt es hier auch eine Mantelversion. Und die Möglichkeit auf die Kapuze zu verzichten (die entsprechenden Belege sind vorgesehen). Außerdem gehören eigentlich noch Taschen an Eliza. Und einen Riegel, der den Mantel etwas mehr talliert.

Katrin hat sich auf ihrem Blog die Mühe gemacht und für alle Probenäher kleine Eliza-Kollagen zusammengestellt. Schaut dort und bei den anderen Probenäherinnen doch mal vorbei und lasst euch inspirieren...

Verlinkt mit: RUMS
Schnitt: Eliza, freuleins
Stoff: senfgelber Walk, 385g/m, best-size

Mittwoch, 13. September 2017

New Port Top...

... so heißt das erste Teil meiner diesjähringen Herbstgarderobe.
Ich weiß, das  Wort "Top" ist etwas irreführend. Denke ich zu mindest dabei an ein ärmelloses Shirt. Aber  tatsächlich handelt es sich um ein legeren, kastigen Pulli / Shirt, je nach Stoffwahl, mit wahlweise leicht ausgestellten 3/4 Ärmeln oder schmalen langen Ärmeln.
Wie ihr seht, habe ich mich für die 3/4-Version entschieden und nicht gesäumt, sondern sich den Crash-Strick aufrollen lassen und an drei oder vier Punkten mit ein paar Stichen fixiert.


Am Saum ebenso.
Der Saum ist übrings hinten etwas länger als vorne. Das kommt bei meiner Version auf Grund meiner Stoffwahl gar nicht recht zu Geltung...


A propos Stoffwahl - Strick war nicht die beste Idee. Ein festerer Jersey oder ein Sommersweat eignet sich, meiner Meinung nach besser. Aber ich wollte unbedingt den Crash-Strick vernähen...

Ich hatte nämlich das Problem, dass der weite Ausschnitt und somit auch der Schulterbreich viel zu groß war. Obwohl ich mich an die Maßtabelle gehalten habe. Ein Blick auf die beiligende Fertigmaß-Tabelle hätte mir gezeigt wie leger der Schnitt tatsächlich ist und ich hätte gleich eine Nummer kleiner gewähl.


So hatte ich eine Anpassungsorgie hinter mir und hätte fast aufgegeben. So wie ihr das Shirt jetzt seht, ist es in den Schultern etwa zwei Nummern kleiner und ansonsten eine Nummer kleiner als bei Itch to Stitch bei mir üblich.

Auch wenn ich zwischenzeitlich ordentlich geflucht habe, bin ich froh, dass Shirt fertig gestellt zu haben. Denn ich mag diese überlappenden Schultern  und diesen wunderbar femininen, aber zurückhaltenden Ausschnitt total gerne.


Und natürlich die Farbe. Passt sie doch perfekt in den Herbst. Und zu meiner Garderobe.


Je nach Laune lässt es sich mein New Port Top eleganter oder lässiger stilen.


Wenn ihr weiter Umsetzungen des New Port Top von Itch to Stitch sehen wollt, dann schaut mal bei der Blog Tour bei meinen Mit-Näherinnen vorbei...

12.9.: @nani_christiane
13.9.: Brülläffchen, ChriBi

14.9.: kreamino, madebyminoukiMein gewisses ExtraStrickprinzessin

15.9.: sewsloppy

19.9.: liesylotta


Die deutsche Übersetzung erhaltet ihr ab jetzt bei Angela von My little Sewing Dreams. Während der Blogtour ist der Schnitt übrigens um 20 % reduziert

Verlinkt mit After Work Sewing
Stoff: Crash Strick vermutlich vom Stoffmarkt
Schnitt: New Port Top von Itch to Stitch über My Little Sewing Dreams

Donnerstag, 24. August 2017

Colourblocking-Badeanzug...

Ich habe mir einen Badeanzug genäht und es war gar nicht schwer... Im Gegenteil! Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht.
Dabei war ich bei der Aufgabenstellung Badeanzug/ Bikini in der "ichnähemireineminigarderobe2017" mäßig begeistert und hätte mir wohl ansonsten nicht einfach so einen genäht. Dabei sind meine beiden Bikinis wirklich alt und sitzen nach zwei Schwangerschaften /Stillzeiten nicht mehr so richtig.
Aber ein Bikini wollte ich nicht. Lieber einen Badeanzug. Bitte sportlich mit Racerback und doch irgendwie feminin...

Also begab ich mich auf die Suche nach einem passenden Schnittmuster und stellte mich auf wochenlanges durchkämmen des Internets ein. Aber über eine andere Teilnehmerin der "Jemecoudsunegarderobecapsule2017" stieß ich recht schnell auf die Firma Jalie. Die kanadische Firma bietet Schnittmuster für Sportswear und eben auch diverse Swimsuits an. Der Schnitt 3350 - in der Version A - der war's...

Version A hat vorne einen leichten Herzausschnitt, ein Kontrastband unter der Brust und den gewünschten Racerback.
Die Version B hat auch den Herzauschnitt, aber mit getwistetem Band unter der Brust und geschlossenen Rücken.


Viel schwieriger gestaltete sich die Stoffwahl. Colourblocking? Oder doch lieber mit Muster?
Das einzige was feststand war, dass er weder blau /Türkis oder schwarz sein sollte. So planlos sucht es sich ziemlich schlecht...
Iiiiiirgendwann stand aber für mich Colourblocking und eine Hand voll Farben fest. Damit konnte ich "puzzeln" bis ich die für mich passende Farbkonstellation gefunden hatte. Welch schwierige Geburt! 


Und dann kam das Nähen... Plötzlich hatte ich einen Wahnsinns Respekt vor dem Lycra. Aber das war sowas von harmlos!
Der rote Stoff hat eine andere Zusammensetzung als der lilane und marineblaue und war viel flutschiger. Hier musste ich Butterbrotpapier zur Hilfe nehmen. Aber in Kombination mit dem Badegummi oder dem lilanen bzw. Blauen Lycra, ließ er sich einwandfrei nähen.

Das Vorderteil ist entsprechend dem E-Book komplett mit hautfarbenen Badeanzgfutterstoff gefüttert. Außerdem habe ich, für mein Wohlbefinden, noch Cups eingelegt.
Ich habe den kompletten Badeanzug mit der Nähmaschine im Zigzagstich genäht. Einfach weil ich keine dicken Nähte haben wollte. Bei dem Schnitt liegen z.T. 3 Nähte übereinander. Und ich habe das Gefühl, mit der Nähmaschine präziser arbeiten zu können. Zum Nähen habe ich übrigens eine 75 Microtex-Nadel genommen. 


Das E-Book ist auf englisch und französisch und richtig gut, finde ich.
Eine Spalte englisch, in der Mitte die technische Zeichnungen und letzte Spalte französisch. Die nummerierten technischer Zeichnungen verdeutlichen die textlichen Beschreibungen und lassen sich gut zuordnen. Ich finde diesen Aufbau sehr übersichtlich. War mir etwas nicht klar, habe ich entweder auf die Zeichnung geschaut oder es mit der englischen Erklärung versucht. Außerdem gibt es eine Übersicht der benötigten Schnittteile und sogar die einzelnen Gummilängen für jede Größe sind aufgeführt. Man wird Schritt für Schritt zu einem professionellen Ergebnis geführt. So hat das Nähen richtig Spaß gemacht.
 

Ich habe lediglich zwei Sachen geändert. Und zwar habe ich den Badeanzug in 32er Breite und 36er Länge genäht. Das entsprach genau meinen Maßen und waren 5 cm mehr Länge.3 cm hätten vermutlich auch gereicht, da der Badeanzug sich im Wasser deutlich dehnt. Im Nachhinein lässt es sich leider nicht mehr ohne weiteres ändern. Vielleicht durch kürzen des Trägers. Dafür müsste ich nicht den halben Badeanzug auseinander nehmen... Daher mein Tipp - haltet euch an die Angaben und schneidet auf keinen Fall größer zu. Der Lycra dehnt sich!
  

Und den Herzausschnitt habe ich 1,5 cm weiter geschlossen. So wie im Original, klappte bei mir die innere Kante seltsam um. Ob das an meiner Oberweite oder was anderem lag, kann ich nicht sagen...  

Kurzum ich freue mich sehr, dass ich mich auf das Abendteuer "Badeanzug" eingelassen habe. Er hat mir im Urlaub schon gute Dienstse geleistet. Sowohl bei flanieren am Strand, als auch beim Wellenspringen oder gar Schwimmen in der Nordsee... Ich habe nähtechnisch sehr vieles dazu gelernt. Und widererwarten war nicht das Nähen, sondern die Farbwahl und die Fotos das schwierigste....
Also, los, traut euch! Es gibt keinen Grund zu zögern...


 Mit meinem Badeanzug Jalie 3350 ergänzt ein weiteres Puzzelteil meine Mini-Garderobe...

Und weil es farblich so gut passt, schicke ich meinen lila-rote-blauen Badeanzug auch zu Selmin und ihren #12coloursofhandmadefashion rüber und bin gespannt, wie die anderen Mädels "lila" kombiniert haben...

Schnitt: Jalie 3350 Version A
Stoffe: Badeanzugstoff von Stoff-Handel (Lila,Coral, Marine), Futterstoff, Badegummi, Bikini-Schnalle von sewy und Cups von Prym


Donnerstag, 17. August 2017

Finas Kleid aus Leinen...

Ich hatte mich drauf gefreut kurz vor dem Urlaub dieses Jahr nicht in "Nähstress" zu kommen. Noch die Jeans für das Äffchen fertig machen und dann die Nähmaschine vorzeitig in Kur schicken...
Tja, da habe ich die Rechnung leider ohne Fina gemacht. ;-) Eine Woche bevor es in Urlaub gehen sollte, zeigte sie uns in ihrer Stammgruppeden ihre Version von "Finas Kleid". Damit waren dann auch schon alle guten Vorsätze hinfällig. Das Kleid musste ich einfach noch mitnähen. Ich hatte mich umgehend in die Kombination aus Stehkragen, spitzen V-Ausschnitt und Biesen verguckt... Schaut nur wie toll...


Und ein weiters Kleid  für den Urlaub am Strand kann nicht verkehrt sein...


Nach einem Blick in meinen Stofffundus endschied ich mich für einen mittelschweren olivfarbenen Leinenstoff. Da würden die Biesen schön zur Geltung kommen.


Ich weiß, an Leinen scheiden sich die Geister... Die einen lieben ihn und die andern mögen ihn nicht leiden. Weil es so knittert. Kratzt. Und weil es eigen ist. Aber genau wegen seiner Eigenart mag ich ihn. Er verändert seine Steifigkeit mit dem Tragen. Und ich mag seine unregelmäßige Garnstruktur.

Schon beim Nähen konnte ich spüren wie er immer mehr seine Steifigkeit verlor. Dennoch war der Stoff noch nicht ganz so weich wie ich ihn mir erhofft hatte. Also durfte das fertige Kleid eine Runde im Trockner drehen, ehe ich es fein säuberlich und möglichst knickfrei in mein Koffer packte. Vergebene Liebesmühe - und der Wind am Meer hat sein übriges beigetragen...


Aber noch einmal zurück zum Kleid bzw. was das Schnittmuster alles kann...

Ich habe bei meiner Version natürlich den Stehkragen und den kleinen V-Ausschnitt mit aufgesetztem Beleg ausgewählt. Der Schnitt beinhaltet nämlich auch noch einen tiefen V-Ausschnitt, der mir allerdings zu tief gewesen wäre. Mein Tipp daher - das Schnittmuster anhalten und am Körper entscheiden wie tief man blicken lassen möchte. Theoretisch kann man auch alle Längen dazwischen wählen. Man muss nur eben den entsprechenden Beleg dazu wählen und am Kragen die Differenz zwischen seiner Größe und der gewählten Größe einkürzen (oder später abschneiden).
 

Der eben erwähnte Beleg, kann auch als tatsächlicher Beleg auf die linke Seite angebracht werden und dann nur knappkantig abgesteppt werden.
Außerdem hat Fina auch einen Beleg für alle die keinen Stehkragen mögen vorgesehen...


Außerdem hat das Kleid Nahtaschen. Perfekt für mich - da steh ich drauf...

Das Kleid ist minimal tailliert. Wem das zu wenig ist, kann entweder ein Bindeband mit einnähen oder Gürtelsschlaufen anbringen. Beides wird im E-Book erklärt. Ich habe ganz drauf verzichtet, weil ich die Freiheit haben wollte das Kleid lässig oder mit einem Gürtel auf Figur gebracht tragen zu können. Mit Gürtel bekommt es einen Blusenkleidcharakter, was ich wirklich gerne an mir mag...
 


Und für alle die jetzt beginnen wollen für den Herbst zu nähen - das Ebook beinhaltet auch noch 3/4 Ärmel mit einer Manschette. Und mit einer Strumpfhose drunter kann man das Kleid sicherlich noch eine Weile tragen bevor es wirklich zu dünn wird...
Oder man näht das Kleid in Tunika-Länge. Auch möglich.

Schaut euch mal Finas Collage oder auch gerne das Lookbook an
Und mir fallen noch viel, viel mehr Möglichkeiten ein, was man aus dem Schnitt noch raus holen könnte...

Aber bevor ich mich an eine weitere Version setze, bin ich gespannt was ihr von meinem Kleid haltet und träume noch ein bisschen weiter von den Dünen...


Und dem Meer...


   
Verlinkt mit RUMS
Schnitt: Finas Kleid, Finas Ideen - Momentan zum Einführungspreis ;-)
Stoff: mittelfester Leinen, Stoffmarkt