Donnerstag, 23. Juni 2016

B wie Bermuda...

Andere nähen sich für den Urlaub Röcke oder Strandkleider. Das fand ich für einen Berg-/ Wanderurlaub nicht so passend. Deshalb ist es bei mir eine Bermuda geworden... Hätte ich geahnt welches Wetter uns hier erwartet hätte ich meine Zeit wohl eher in einen Friesennerz oder dicken Pulli investiert... Wobei ich wirklich nicht meckern darf - die letzten zwei Tage waren super, so dass ich meine neue Bermuda tragen und Fotos machen konnte.


Den  Stoff habe ich vom Stoffmarkt. Ich war sofort von dieser Zweifarbigkeit angetan. Creme mit rot, so dass es von etwas weiter weg korallig aussieht. Daher habe ich gar nicht groß nach gefragt, um was es sich da handelt. Ich fürchte, irgendwas poly-mäßiges... Und sehr knitterfreundliches...


Ihr werdet es kaum glauben - die Bermuda war gebügelt und ich hatte sie keine 10 Minuten vor dem ersten Foto an... Allerdings wirkt sie in echt nicht ganz so arg knittrig wie auf den Fotos - zu mindest aus meiner Perspektive...

Genäht habe ich die Pinstripe Plaid aus der aktuellen Ottobre 2/16 ohne Änderungen. Das Nähen ging problemlos. An irgendeiner Stelle bin ich über das Ottobrisch gestolpert und hab dann letztendlich die Hose so zusammen genäht wie immer. Auch mit der Anleitung für den Reißverschluss habe ich so meine Probleme und habe auch hier einfach mal gemacht. Scheint zu passen... Dennoch, wenn ihr einen Link zu einer ordentlichen Erklärung zum Hosenreißverschluss einnähen habt, dann gerne her damit...


Gut erklärt ist jedoch wie der Hosenbund angenäht wird. Der sieht außen und innen schön ordentlich aus. Theoretisch. Praktisch sehe ich gerade auf den Fotos dass er durch das eingenähte Gummi seltsame Falten wirft... Vielleicht nutze ich doch noch den bisschen verbleibende Stoff um Gürtelschlaufen zu machen. Das hatte ich eh überlegt. Das macht eine Hose irgendwie vollständiger. Und unter einem Gürtel interessieren mich Falten wenig...


Hinten gibt es einen Abnäher. Der macht eine schöne Form.


Vorne ist hat die Hose auf beiden Seite zwei Falten. Dadurch bollert sie ein wenig. Macht sie aber auch interessanter- also die Falten, nicht die Beule...
Ansonsten handelt es sich hier um eine Hose mit hohen Bund. Das ist für mich ungewöhnlich. Normalerweise trage ich meine Hosen auf der Hüfte, aber ich muss sagen mir gefällt der hohe Bund auf den Bildern recht gut an mir. Das betont schön den Poppes und man muss keine Angst vor dem Bauarbeiterdekoltée haben...

Oder auch den Bauch, wenn ich zum Erstaunen der Jungs seltsam durch die Gegend hüpfe...


Eigentlich hatte ich überlegt die Hose wie auf diesen Fotos hochgekrempelt zu tragen. Denn die Innenseite des Stoffes ist noch einmal ein bisschen röter. Finde ich als Effekt auch ganz nett... Und die Beine wirken länger. Aber auch diese Bermudalänge gefällt mir erstaunlich gut. Daher habe ich mich- vorerst- gegen das Fixieren auf ca. 15 cm Beinlänge entschieden und werde die Hose je nach Laune als Bermuda oder als Shorts tragen. Noch habe ich den Sommer nämlich nicht aufgegeben...


Ansonsten folgt hier noch meine Zusammenfassung

Wer schon mal eine Hose genäht hat, sollte damit keine Probleme haben. Nur der Reißverschluss ist so eine Sache. Ansonsten finde ich dass die Hose bei mir gut sitzt. Allerdings muss ich mich an den hohen Bund an mir gewöhnen (optisch). Und der Stoff gefällt mir zwar gut, hat allerdings beim Tragen so seine Macken (Falten und Poly).

Heute verabschiede ich mich mit einem Foto der grandiosen Aussicht von unserer gestrigen Tour. Damit ihr mir auch glaubt, dass das Wetter tatsächlich Bermuda-freundlich war. Das lassen die obrigen Fotos gar nicht vermuten...


Stoff: Stoffmarkt


Mittwoch, 22. Juni 2016

Mélange Knit...

Ich habe eine Schwäche für Cadigans. So bald es draußen einigermaßen mild ist, werden sie getragen. Deshalb Stand von Anfang an fest, dass ich den Mélange Knit aus der Ottobre 2/2015 nähe. Bis es dann tatsächlich dazu kam hat es mal wieder gedauert. Wie immer... Das lag vorallem daran, dass ich keinen Stoff fand der mir so recht zusagte ohne ein komplettes Poly-irgendwas zu sein. Aber dann wurde ich in Frankfurt im Stoffladen fündig. Mariner Strickstoff mit wollweißen Knubbels und gut 50% Baumwoll- und Viskoseanteil. Den musste ich haben...


Dass der Stoff mich beim Nähen zu übermäßigen Fluchen verführen würde, war mir da noch nicht ersichtlich. Der Zuschnitt war kein Problem. Er fusselte zwar wie sonst was, aber nun gut. Ich wollte mit der Ovi versäubern und nix ging. Ständig flutschte der Stoff weg. Was habe ich geschimpft! Eigentlich dachte ich ja, dass man Strickstoff nicht versäubern müsste, aber nachdem sich am Saum bereits direkt nach dem Zuschnitt Laufmaschen bildeten bleib nix anderes übrig als ganz Oldschool mit der Nähmaschine zu versäubern. Ganz laaaangsam im Schneckentempo um alle fünf Teile.  

Zum Glück sieht der Saum an der vorderen Kante und unten dank Zwillingsnadel auch ohne Ovi recht sauber aus, denn die Strickjacke klafft natürlich immer wieder auf...


Das Zusammennähen ging dann wieder schnell. Ist ja im Prinzip nur Schulternähte schließen, Ärmel annähen, Seitennähte schließen, Säumen - fertig. Also ganz easy...

Da es sich hier um Strickstoff handelt, habe ich, wie von der Ottobre vorgesehen, zum ersten Mal Framilion in die Schulternähte eingenäht. Mal sehen ob es tatsächlich langfristig das Ausleiern der Schultern verhindert. 


Da ich kein Kantenband für den rückwärtigen Ausschnitt hatte, habe ich stattdessen Schrägband aus einem Reststück Baumwolle herstellt, mit eingenäht, umgeklappt und festgesteppt. In meiner Theorie sollte es einen ähnlichen Effekt haben - Den Ausschnitt zu stabilisieren und dennoch ein bisschen elastisch bleiben. Und zudem gut Aussehen...


Ansonsten habe ich tatsächlich alles ganz ottobrisch gemacht. Sogar die Ärmel die ich wie immer pauschal 5cm verlängert hatte habe ich später wieder auf wie vorgesehen gekürzt. Das passiert selten. Die scheinen daher recht lang auszufallen...



Zu guter Letzt habe ich noch Ärmelpatches angenäht. Kurz hatte ich überlegt sie vor dem Schließen der Seitennähte mit der Maschine anzunähen, mich dann aber doch für die Handvariante entschieden. Erst mit Geradestich von Loch zu Loch. Und weil ich aber beim Arbeiten mit den Patches immer an der Tischkante hängen geblieben bin, nochmal im Zickzack drum herum...


Ich sag euch, die Patches waren ein abendfüllendes Programm. Das hatte ich so nicht erwartet... Und so ist aus einem eigentlich schnellen, einfachen Schnitt ein erstaunlich aufwendiges Projekt geworden.


Aber die Mühe war es mir definitiv wert. Der Cadigan ist eine super Ergänzung in meiner Garderobe. Schlicht, aber nicht langweilig. Trägt sich, dank recht hohem Naturfaseranteil, angenehm und ist für die aktuellen Temperaturen werden zu warm noch zu kalt... Ein absolutes Lieblingsteil eben... 


Verlinkt mit: MeMadeMittwoch, HoT
Stoff: Stoff Martino, Frankfurt

Dienstag, 7. Juni 2016

Ananas...

Passend zum Sommer, gab es für das Räupchen ein T-Shirt. Und zwar dem Bug aus der aktuellen Ottobre 3/16. Schon beim ersten durchblättern gefiel mir der Schnitt mit der vorgezogenen Knopfleiste. Das hat ein bisschen was von einem einseitigen amerikanischen Ausschnitt...


Der Ringel- und gelbe Stoff standen schnell fest. Senfgelb steht ihm einfach zu gut und passt wunderbar zu blau. Kurz habe ich überlegt mit welcher Applikation ich das Gelb wieder aufnehmen könnte. Das Quitscheentchen war mir zu kindlich, also bin ich mal dem Trend gefolgt und habe mich für eine Ananas entschieden...


Obwohl ich Vlies unter der Appli hatte, verzog sich der Stoff beim Waben Nähmalen. So kam ich erst auf die Idee die Ananas dreidimensional zu machen.
Ich habe die Ananas zu 2/3 festgenäht und anschließen die Reste einer alten Decke hineingestopft. Das geht natürlich auch mit normalem Volumenvlies, Füllmasse etc. Dann habe ich noch mal einige Waben nachgenäht um sie noch plastischer wirken zu lassen.


Die Blätter sind ganz normal drauf appliziert.
Das Mint der Blätter habe ich auch noch einmal an der Streifenversäuberung der Ärmel aufgenommen.



Was ich bei dieser ganzen 3D-Geschichte außer Acht gelassen habe, war, dass das Räupchen einen kleinkindtypischen Kugelbauch hat. Das ist so doch ziemlich viel Bauch... Am Tag der Fotos ganz besonders, Dank Magen-Darm-Blubber-Bauch. Armes Räupchen...


Zu nähen ging das Shirt sehr gut. Allerdings bin ich über die einzige Hürde gestolpert die es bei einem Asymmetrischen Schnitt zu nehmen gibt - die Asymmetrie...
Weil es sich ja um ein simples Shirt handelt, habe ich die Anleitung weggeräumt und wollte es ohne nähen und habe prompt die gegenseitige Lasche abgeschnitten. Großartig...! Neu zuschneiden war nicht, wegen kein Stoff mehr. Also wieder mit minimaler Nahtzugabe angenäht und gehofft dass es sich beim Tragen nicht zu sehr verzieht. Tut es zum Glück nicht!


Das Räupchen hat echt Pech. Kommt beim Nähen zu kurz und ständig passiert Murks...
Und dann habe ich mir noch nicht mal Mühe beim Streifenverlauf gegeben...


Dafür gab es noch mal ein extra Design-Feature am Saum. Den schönen geschwungenen Abschluss habe ich mit der Zwillingsnadel mit gelben und mintfarbenen Faden gesäumt...

Da das Räupchen im Brustbereich 86 benötigt, habe ich diese Größe auch genäht. Ich finde das Shirt recht schmal. Wer also wie das Räupchen ein etwas kräftigeres Kind hat und es gerne etwas legerer mag, sollte es vielleicht eine Nummer größer zuschneiden. Die Länge ist hingegen reichlich. Auch die Ärmel finde ich recht lang... Nichts destotrotz mögen wir alle sehr gerne das Shirt und es wird häufig angezogen. Das Äffchen hat beim ersten mal Tragen auf die Ananas gezeigt und mit "Da!-Oooooh..." kommentiert. Scheint ihm also auch zu gefallen


Schwierig ist der Schnitt nicht. Ein Blick auf die technische Zeichnung hätte genügt um die richtige Laschen abzuschneiden. Ansonsten muss man nur beachten, dass am kompletten Auschnitt keine Nahtzugabe hinkommt.


Ich glaube für das Äffchen gradiere ich den Schnitt hoch. Der ist ja eher schmal gebaut und mir gefällt diese Ausschnittsart gut.

Verlinkt mit CreaDienstag, Made4Boys, SewMini
Schnitt: Ottobre, Bug
Stoff: Jersey, Stoffmarkt

Dienstag, 31. Mai 2016

#MeMadeMittwoch-Woche 4

So! Nun ist der Mai so gut wie rum. Und was denkt ihr? Habe ich mein Ziel erreicht? Oder gar übertroffen?
Wie schon angedeutet, war die letzte Woche für mich recht herausfordernd. Mittwochs musste ich nämlich schon packen für meinen 4 Tagetrip. Alleine. Ans andere Ende der Republik. Mit Radtour. Und abendlichem Ausgehen. Und möglichst wenig Gepäck... 


Outfit 23: Stiefel, helle Jeans, SweatAiko
Kalt, grau, bäh. Gemütliches Outfit nötig...

Outfit 24: Socken, helle Jeans, Basic Kapuzenpulli
Kalt, nass, bäh. Morgens mit Sneakers, nachmittags mit Gummistiefeln um mit den Jungs Pfützenspringen zu gehen. Deshalb ist die Hose zum Zeitpunkt des Fotos auch wäschereif...

 

Outfit 25: Socken, dunkle Jeans, senfgelber BasicPulli, caramelfarbene Lederjacke.
Sehr schöne Farbzusammenstellung. Gefällt mir, muss ich mir merken... 

Outfit 26: Graue Sneakers, LudwigLässig, weißes Fledermausoberteil, anthrazitfarbene Strickjacke
Gemütliches Outfit für 5 Stunden Zugfahrt und einmal Abendessen. Na? Erkennt ihr wo ich hingefahren bin?
Genau - Berlin! Ich durfte Yvonne vom Blog YvaR. kennenlernen und einen schönen Abend mit ihr verbringen, bevor es zu meiner Kajüte ging...


Am nächsten Morgen, als ich zur unchristlichen Uhrzeit aufstehen musste, schwamm, beim Öffnen des Bullauges, gerade eine Ente vorbei. Das konnte nur ein guter Tag werden...


Outfit 27: graue Sneakers, LudwigLässig, sonnengelbes T-Shirt, Sonnenbrand
Eigentlich war ein anderes Outfit geplant, aber morgens um 5:30h war es noch sehr frisch und das Wetter war als mäßig eingestuft. Um die Uhrzeit habe ich dann auch nicht dran gedacht mich einzucremen. Erst später... Dementsprechend gibt es von zwischendrin ein Foto mit Sonnenbrand. In zerzaust. Auf dem Schiff auf der Müritz. Nach gut 35km Radfahren an der Mäcklenburgischen Seenplatte. Weiter 10 km lagen noch vor mir, bis wir zu unserem Ziel - einem fantastisches Fischrestaurant am See kamen.


Ist das nicht idyllisch?


Unsere Drahtesel...
Aber nun weiter im eigentlichen Programm...

Outfit 28: Socken, Loosefit Leinenhose, umgebasteltes DuoTones, immer noch Sonnenbrand.
Nachdem ich erst um 1h zurück in Berlin war, chilliges  frühstücken auf "meinem" Schiff auf der Spree.

So lässt es sich leben, was?

Anschließen mit meiner Freundin Stoffe shoppen bei Stoff&Stil, dann ab zu ihr und Abend nochmal ausgehen.


Outfit 29: Graue Sneakers, Loosefit Leinenhose, grünes Sculpture Shirt
Spaziergang bei Kaiserwetter durch einen der unzähligen Berliner Gärten und nachmittags Rückfahrt mit der Bahn in mein normales Leben...

Outfit 30: Socken, Jeans, korallfarbene Bluse, marine blaue Mélange Knit


Outfit 31: Socken, Jeans, gestreifte Bethouia
Ich glaube, ich weiß jetzt was mich an meiner Bethouia stört. Da ist zu viel Stoff unterm Arm. Zu mindest in der Stoffkonstellastion sieht es seltsam aus. Der Oberkörper wirkt dadurch noch länger als er eh schon ist. Aber das lässt sich ja zum Glück recht einfach ändern...

Ich habe es tatsächlich geschafft die 31 voll zu machen! Yeah! Auch wenn ich zwischenzeitlich das Gefühl hatte zu schummeln, da ich häufig auf meine drei Hosen zurückgegriffen habe. Aber das zeigt auch wie wunderbar sie sich in meine Gaderobe integrieren.

Allerdings mangelt es mir an stinknormalen schlichten unifarbenen Basisshirts. Vorallem in den richtigen Farben. Völlig unspannend, aber wichtig.

Und ein großes Problem, das war mir allerdings schon vorher klar, meine Vorliebe für Cardigans. Ich habe nämlich, bis auf die PowPow Juna, keinen Mantel für den Übergang/Sommer. Nur Jacken. Und morgens ist es meistens noch zu frisch um auf die Jacke ztu verzichten. Aber ich mag es nicht sonderlich wenn der Cadigan so weit unter der Jacke hervorschaut.
Schnitttechnisch weiß ich wie ich mein "Problem" beheben mag, aber bisher habe ich noch nicht den passenden Stoff gefunden...

Auch fand ich sehr interessant die Schnitte / Ausschnitte / Längen etc. im direkten Vergleich zu sehen. Das war sehr leerreich.
Bei dem ein oder anderen Teil werde ich noch einmal Kleinigkeiten nacharbeiten, wie zum Beispiel beim letzten Outfit

Aber die wichtigste Erkentniss des #MMM16: Es lohnt sich, Gedanken über sein Outfit zu machen und nicht einfach wahllos in den Schrank zu greifen...
So kam ich mir deutlich weniger "bunt" vor als sonst. Ich habe nämlich meistens nur zwei, ab und zu drei Farben getragen. Wobei eigentlich nur eine Farbe davon eine Akzentfarbe war und die andere(n) was relativ neutrales.

Und auch in der Retrospektive gefallen mir die meisten Outfits. Die sind tatsächlich "ich". Mir war auch gar nicht so recht bewusst wie ich tagtäglich wirke. Dafür verbringe ich zu wenig Zeit vor dem Spiegel...







Mittwoch, 25. Mai 2016

Flamingos...

Animal- so das Thema des angekündigten Mottotag bei MMM. Na prima!
Genau das richtige für mich... Weder Animalprints, noch Tierdrucke sind meins... Aber man kann ja mal gucken was der Online -Stoffmarkt so hergibt, ne?

Und dann das! Flamingos- grafische aufgemacht! Auf Webware. Genauer gesagt Double Gauze- Wollte ich schon länger testen... Da setzte der Verstand aus. Und die guten Vorsätze auch. Ich war verliebt- ganz egal, dass der Hintergrund mint ist und mich die Farbe blass macht. Und Flamingos in der Regel ziemlich pink sind und auch dass überhaupt nicht meine Fabe ist... Cooles grafisches Muster = muss ich haben!


Dann kam der Stoff, übrigens von Charley Harper aus der Serie Maritime für Birch Fabric, und ich war erstmal enttäuscht... Die Flamingos hatte ich mir nur halb so groß vorgestellt. Und den Double Gauze viel weichfallender. Letztendlich ist es in seiner Steifheit und Griffigkeit ein bisschen wie Leinen. Toll, aber nicht das was ich erwartet hatte. Allerdings muss ich sagen, dass der Stoff, jetzt nachdem ich ihn zweimal gewaschen habe schon weicher geworden ist. 


Andererseits ist es auch logisch- bei Double Gauze handelt es sich, wie der Name schon sagt um doppelte Stofflage. Wenn man beim oberen Bild ganz genau hinschaut, kann man die Punkte an denen die beiden Lagen miteinander verbunden sind erahnen...

So recht wusste ich nicht was ich mit dem Stoff anfangen sollte. Tatsächlich für mich vernähen? Zwei Tage ging es in meinem Kopf: Bluse? Short? Kissen? Bluse? Kissen? Short? Kissen? Mein Mann ermutigte mich, meinem Plan bei der Stoffbestellung zu folgen. Wie ihr seht ist es die Bluse geworden. Und zwar die Donna von LaMaisonVictor.


Das war mein erster Versuch mit dieser Zeitschrift und ich bin begeistert. Die Zeitschrift ist schön aufgemacht und hat ansprechende Fotos inklusive Stilingvorschläge. Die Schnittbögen sind übersichtlich und die Erklärung ist im Vergleich zur Ottobre oder Burda ein Roman. In gut verständlich. Sogar Skizzen sind zur Erläuterung dabei...


Auch auf die Innenverarbeitung scheint wert gelegt zu werden. Der Ausschnitt ist komplett mit Beleg gearbeitet und wird hinterher festgesteppt. Zwar war das Anbringen und richtig klappen des Beleges ein wenig tricky, aber Anhand der Skizzen durchaus nachvollziehbar.


Und hätte ich mir beim Ärmelumschlag annähen die Skizzen genauer angeguckt, wäre der Erklärung gefolgt und wäre nicht der Meinung gewesen, dass die kein Ahnung haben- ich aber schon, hätte ich mit das Auftrennen und neu annähen sparen können...

Das sind die beiden kniffligeren Stellen der Bluse. Es sei denn man hat Angst vor Knopflöchern, dann muss man die Hürde noch nehmen. Die braucht man nähmlich. Ohne kommt man nicht richtig in die Bluse rein.


Und wie es für eine klassische Bluse gehört, hat Donna einen geschwungenen Saum. Sowas mag ich gerne...Und wenn man richtig ordentlich bügelt, lassen sich auch die Rundungen erstaunlich gut in Form bringen. Das steht hier leider nicht dabei. Auch wenn ich mittlerweile über die Wichtigkeit des Bügelns bescheid weiß, drücke ich mich gerne davor. Aber man kann es nicht anders sagen- es hilft beim Nähen und lässt das Ergebnis um einiges ordentlicher werden. So wie hier meinen Saum. Auf den bin ich ein wenig stolz...

Grundsätzlich finde ich die Passform der Bluse gut. Entsprechend der Maßtabelle habe ich eine 34 genäht. Da ich einige Zentimter länger bin als die für die Größe angegebene Länge, habe ich die Bluse um 3cm verlängert. Würde ich rechnen können, hätte ich gemerkt, dass es deutlich mehr hätten sein müssen. Dann wäre die Bluse auch so lang, wie auf den Bildern. So ist es gerade noch ok- der Saumhochpunkt ist doch sehr knapp vor hüftfrei...


Außerdem habe ich sie im Nachhinein unterhalb der Ärmel noch etwa eine Nummer enger genäht. Entweder fällt der Schnitt etwas größer aus oder es liegt am Stoff. Ein weichfallender Stoff, so wie angegeben, wäre sicherlich geeigneter gewesen.... Beim nächsten Mal... Das wird es sicherlich geben. Mir gefällt der Schnitt außerordentlich gut. Hat ja auch überschnittene Ärmel- auf die steh ich...


Das hier ist mit Abstand das ausgefallenste Teil in meinem Kleiderschrank. Das zudem absolut kombinationsunfreundlich und voll 80ies ist. Das ich im Laden never ever auch nur mit dem Popo angeguckt hätte... Und dennoch! Ich find die Bluse einfach mega. Ich bin sogar schon mehrfach (positiv) drauf angesprochen worden. Das passiert eher selten, da man meinen Klamotten selten ansieht das sie selbstgenäht sind. Vielleicht sollte ich öfters mal mutig sein und so ausgefallene Stöffchen tragen...
Aber jetzt bin ich erstmal gespannt was ihr dazu sagt und wie häufig ich sie tatsächlich tragen werde...

Verlinkt mit MMM
Stoff: Charley Harper Maritime Double Gauze über gundn-atelier

Sonntag, 22. Mai 2016

#MeMadeMay16-Woche 3...

Die dritte Woche gestaltete sich nicht so einfach wie die vorherigen. Dank Kindergarten-Ferien waren wir zu einem sehr verlängerten Wochenende bei meinen Eltern. D.h. ich musste dienstags packen und Kombis fafür die Woche voraus planen. Laut Wettervorhersage sollte es frisch und regnerisch werden. Und was hatten wir? Mild bis warm und bestes Wetter...
Nicht das ihr denkt, dass ich mich beklagen mag. Das Wetter war top, aber wenn ich zu Hause gewesen wäre, hätte ich auf luftigere Kleidung zurück gegriffen...


Outfit 16: Socken, sandfarbene Jeans, bordeauxfarbenes Ringelshirt, bordeauxfarbener Wollcardigan. 
Der Wollcardigan habe ich aus einem Coupon vom Stoffmarkt nach einem Freebook genäht. Leider ist er ein bisschen kurz. 10 cm hinten mehr, hätten ihm nicht geschadet. Außerdem hatte ich damals die richtige Einstellung bei der Ovi noch nicht raus, so dass insbesondere der Saum hinten wellig ist und eigentlich nach jeder Wäsche gebügelt werden müsste. Daher greife ich selten zu dem Teil.

Outfit 17: Socken, Jeans, Hoodie nach dem Basic Pulli Schnitt. 
Es sollte kalt werden, wurde es aber bedingt. Ansonsten gibt es zum Pulli wenig zu sagen. Kuscheliger Sweat, Nahttaschen, fehlende Kordelenden... Habe ich im Winter so recht gerne getragen, weil schön warm..

Outfit 18: Socke, grüne Stoffhose, senfgelber Vokuhila Basic Pulli.
Farblich gefällt mir die Kombi sehr gut, wenn sie auch mehr nach Herbst als Sommer aussieht...
Die Hose war mal eine Zigarettenhose die allerdings nie wirklich saß. Keine Ahnung warum ich die damals gekauft hatte.
Weil ich die Farbe aber sehr schön finde, habe ich einiges an überflüssige Weite weggenommen. So ist sie wieder tragbar.

Outfit 19: Socken, Jeans, 3/4-Arm Wintersonne
Meine Bluse gefällt mir, glaube ich, zur hellen Jeans besser. So wirkt es etwas sportlicher.
Auf Grund der Passformprobleme trage ich sie tatsächlich nicht so häufig wie ich gerne würde. Beim Toben mit den Jungs hat der Ärmel mich mehrmals eingeschnitten. Ansonsten, an reinen Büro-Tagen, ist sie ok- wenn ich mich an die Enge gewöhnt habe...


Outfit 20: braune Sneakers, sandfarbene Jeans, Kaufoberteil, PowPow Juna
Ein Null-Bock-Outfit. Leider trifft man mich so sehr häufig an. Daher ist der #MMM16 für mich Gold wert. 
Die PPJ wollte ich damals unbedingt nähen und eigentlich gefällt sie mir auch und doch bin das irgendwie nicht "ich". Und passen tut sie auch nur bedingt zu meinem Kleiderschrank...

Outfit 21: braune Sneakers, grüne Stoffhose, Bluse Donna von LaMaisonVictor.
Bombenwetter und Grillparty. Zum Glück hatte ich auf dem letzten Drücker doch noch meine neue Bluse eingepackt, die quasi extra für den Mottotag von MMM am Mittwoch entstanden ist. Da gibt es auch mehr dazu.

Outfit 22: Chucks, sandfarbene Jeans, blaues Strick-Wasserfalloberteil, Oversize-Strickjacke
Chronologisch gesehen eigentlich Outfit 17, aber das Bild war kurzzeitig abhanden gekommen...
Die Strickjacke trage ich eigentlich wirklich oft, auch wenn sie hier bisher nicht zu sehen war... Manchmal sind die simpelsten Sachen einfach die besten.

Die nächste Woche wird ähnlich herausfordernd sein, da ich wieder vier Tage am Stück unterwegs sein werde. Diesmal mit dem Zug. D.h. möglichst wenig Gepäck. Aber zum Glück fehlen nur noch drei Outfits um mein Ziel zu erreichen. Wobei ich mir eigentlich schon vorgenommen habe die 31 voll zu machen...