Mittwoch, 13. September 2017

New Port Top...

... so heißt das erste Teil meiner diesjähringen Herbstgarderobe.
Ich weiß, das  Wort "Top" ist etwas irreführend. Denke ich zu mindest dabei an ein ärmelloses Shirt. Aber  tatsächlich handelt es sich um ein legeren, kastigen Pulli / Shirt, je nach Stoffwahl, mit wahlweise leicht ausgestellten 3/4 Ärmeln oder schmalen langen Ärmeln.
Wie ihr seht, habe ich mich für die 3/4-Version entschieden und nicht gesäumt, sondern sich den Crash-Strick aufrollen lassen und an drei oder vier Punkten mit ein paar Stichen fixiert.


Am Saum ebenso.
Der Saum ist übrings hinten etwas länger als vorne. Das kommt bei meiner Version auf Grund meiner Stoffwahl gar nicht recht zu Geltung...


A propos Stoffwahl - Strick war nicht die beste Idee. Ein festerer Jersey oder ein Sommersweat eignet sich, meiner Meinung nach besser. Aber ich wollte unbedingt den Crash-Strick vernähen...

Ich hatte nämlich das Problem, dass der weite Ausschnitt und somit auch der Schulterbreich viel zu groß war. Obwohl ich mich an die Maßtabelle gehalten habe. Ein Blick auf die beiligende Fertigmaß-Tabelle hätte mir gezeigt wie leger der Schnitt tatsächlich ist und ich hätte gleich eine Nummer kleiner gewähl.


So hatte ich eine Anpassungsorgie hinter mir und hätte fast aufgegeben. So wie ihr das Shirt jetzt seht, ist es in den Schultern etwa zwei Nummern kleiner und ansonsten eine Nummer kleiner als bei Itch to Stitch bei mir üblich.

Auch wenn ich zwischenzeitlich ordentlich geflucht habe, bin ich froh, dass Shirt fertig gestellt zu haben. Denn ich mag diese überlappenden Schultern  und diesen wunderbar femininen, aber zurückhaltenden Ausschnitt total gerne.


Und natürlich die Farbe. Passt sie doch perfekt in den Herbst. Und zu meiner Garderobe.


Je nach Laune lässt es sich mein New Port Top eleganter oder lässiger stilen.


Wenn ihr weiter Umsetzungen des New Port Top von Itch to Stitch sehen wollt, dann schaut mal bei der Blog Tour bei meinen Mit-Näherinnen vorbei...

12.9.: @nani_christiane
13.9.: Brülläffchen, ChriBi

14.9.: kreamino, madebyminoukiMein gewisses ExtraStrickprinzessin

15.9.: sewsloppy

19.9.: liesylotta


Die deutsche Übersetzung erhaltet ihr ab jetzt bei Angela von My little Sewing Dreams. Während der Blogtour ist der Schnitt übrigens um 20 % reduziert

Verlinkt mit After Work Sewing
Stoff: Crash Strick vermutlich vom Stoffmarkt
Schnitt: New Port Top von Itch to Stitch über My Little Sewing Dreams

Donnerstag, 24. August 2017

Colourblocking-Badeanzug...

Ich habe mir einen Badeanzug genäht und es war gar nicht schwer... Im Gegenteil! Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht.
Dabei war ich bei der Aufgabenstellung Badeanzug/ Bikini in der "ichnähemireineminigarderobe2017" mäßig begeistert und hätte mir wohl ansonsten nicht einfach so einen genäht. Dabei sind meine beiden Bikinis wirklich alt und sitzen nach zwei Schwangerschaften /Stillzeiten nicht mehr so richtig.
Aber ein Bikini wollte ich nicht. Lieber einen Badeanzug. Bitte sportlich mit Racerback und doch irgendwie feminin...

Also begab ich mich auf die Suche nach einem passenden Schnittmuster und stellte mich auf wochenlanges durchkämmen des Internets ein. Aber über eine andere Teilnehmerin der "Jemecoudsunegarderobecapsule2017" stieß ich recht schnell auf die Firma Jalie. Die kanadische Firma bietet Schnittmuster für Sportswear und eben auch diverse Swimsuits an. Der Schnitt 3350 - in der Version A - der war's...

Version A hat vorne einen leichten Herzausschnitt, ein Kontrastband unter der Brust und den gewünschten Racerback.
Die Version B hat auch den Herzauschnitt, aber mit getwistetem Band unter der Brust und geschlossenen Rücken.


Viel schwieriger gestaltete sich die Stoffwahl. Colourblocking? Oder doch lieber mit Muster?
Das einzige was feststand war, dass er weder blau /Türkis oder schwarz sein sollte. So planlos sucht es sich ziemlich schlecht...
Iiiiiirgendwann stand aber für mich Colourblocking und eine Hand voll Farben fest. Damit konnte ich "puzzeln" bis ich die für mich passende Farbkonstellation gefunden hatte. Welch schwierige Geburt! 


Und dann kam das Nähen... Plötzlich hatte ich einen Wahnsinns Respekt vor dem Lycra. Aber das war sowas von harmlos!
Der rote Stoff hat eine andere Zusammensetzung als der lilane und marineblaue und war viel flutschiger. Hier musste ich Butterbrotpapier zur Hilfe nehmen. Aber in Kombination mit dem Badegummi oder dem lilanen bzw. Blauen Lycra, ließ er sich einwandfrei nähen.

Das Vorderteil ist entsprechend dem E-Book komplett mit hautfarbenen Badeanzgfutterstoff gefüttert. Außerdem habe ich, für mein Wohlbefinden, noch Cups eingelegt.
Ich habe den kompletten Badeanzug mit der Nähmaschine im Zigzagstich genäht. Einfach weil ich keine dicken Nähte haben wollte. Bei dem Schnitt liegen z.T. 3 Nähte übereinander. Und ich habe das Gefühl, mit der Nähmaschine präziser arbeiten zu können. Zum Nähen habe ich übrigens eine 75 Microtex-Nadel genommen. 


Das E-Book ist auf englisch und französisch und richtig gut, finde ich.
Eine Spalte englisch, in der Mitte die technische Zeichnungen und letzte Spalte französisch. Die nummerierten technischer Zeichnungen verdeutlichen die textlichen Beschreibungen und lassen sich gut zuordnen. Ich finde diesen Aufbau sehr übersichtlich. War mir etwas nicht klar, habe ich entweder auf die Zeichnung geschaut oder es mit der englischen Erklärung versucht. Außerdem gibt es eine Übersicht der benötigten Schnittteile und sogar die einzelnen Gummilängen für jede Größe sind aufgeführt. Man wird Schritt für Schritt zu einem professionellen Ergebnis geführt. So hat das Nähen richtig Spaß gemacht.
 

Ich habe lediglich zwei Sachen geändert. Und zwar habe ich den Badeanzug in 32er Breite und 36er Länge genäht. Das entsprach genau meinen Maßen und waren 5 cm mehr Länge.3 cm hätten vermutlich auch gereicht, da der Badeanzug sich im Wasser deutlich dehnt. Im Nachhinein lässt es sich leider nicht mehr ohne weiteres ändern. Vielleicht durch kürzen des Trägers. Dafür müsste ich nicht den halben Badeanzug auseinander nehmen... Daher mein Tipp - haltet euch an die Angaben und schneidet auf keinen Fall größer zu. Der Lycra dehnt sich!
  

Und den Herzausschnitt habe ich 1,5 cm weiter geschlossen. So wie im Original, klappte bei mir die innere Kante seltsam um. Ob das an meiner Oberweite oder was anderem lag, kann ich nicht sagen...  

Kurzum ich freue mich sehr, dass ich mich auf das Abendteuer "Badeanzug" eingelassen habe. Er hat mir im Urlaub schon gute Dienstse geleistet. Sowohl bei flanieren am Strand, als auch beim Wellenspringen oder gar Schwimmen in der Nordsee... Ich habe nähtechnisch sehr vieles dazu gelernt. Und widererwarten war nicht das Nähen, sondern die Farbwahl und die Fotos das schwierigste....
Also, los, traut euch! Es gibt keinen Grund zu zögern...


 Mit meinem Badeanzug Jalie 3350 ergänzt ein weiteres Puzzelteil meine Mini-Garderobe...

Und weil es farblich so gut passt, schicke ich meinen lila-rote-blauen Badeanzug auch zu Selmin und ihren #12coloursofhandmadefashion rüber und bin gespannt, wie die anderen Mädels "lila" kombiniert haben...

Schnitt: Jalie 3350 Version A
Stoffe: Badeanzugstoff von Stoff-Handel (Lila,Coral, Marine), Futterstoff, Badegummi, Bikini-Schnalle von sewy und Cups von Prym


Donnerstag, 17. August 2017

Finas Kleid aus Leinen...

Ich hatte mich drauf gefreut kurz vor dem Urlaub dieses Jahr nicht in "Nähstress" zu kommen. Noch die Jeans für das Äffchen fertig machen und dann die Nähmaschine vorzeitig in Kur schicken...
Tja, da habe ich die Rechnung leider ohne Fina gemacht. ;-) Eine Woche bevor es in Urlaub gehen sollte, zeigte sie uns in ihrer Stammgruppeden ihre Version von "Finas Kleid". Damit waren dann auch schon alle guten Vorsätze hinfällig. Das Kleid musste ich einfach noch mitnähen. Ich hatte mich umgehend in die Kombination aus Stehkragen, spitzen V-Ausschnitt und Biesen verguckt... Schaut nur wie toll...


Und ein weiters Kleid  für den Urlaub am Strand kann nicht verkehrt sein...


Nach einem Blick in meinen Stofffundus endschied ich mich für einen mittelschweren olivfarbenen Leinenstoff. Da würden die Biesen schön zur Geltung kommen.


Ich weiß, an Leinen scheiden sich die Geister... Die einen lieben ihn und die andern mögen ihn nicht leiden. Weil es so knittert. Kratzt. Und weil es eigen ist. Aber genau wegen seiner Eigenart mag ich ihn. Er verändert seine Steifigkeit mit dem Tragen. Und ich mag seine unregelmäßige Garnstruktur.

Schon beim Nähen konnte ich spüren wie er immer mehr seine Steifigkeit verlor. Dennoch war der Stoff noch nicht ganz so weich wie ich ihn mir erhofft hatte. Also durfte das fertige Kleid eine Runde im Trockner drehen, ehe ich es fein säuberlich und möglichst knickfrei in mein Koffer packte. Vergebene Liebesmühe - und der Wind am Meer hat sein übriges beigetragen...


Aber noch einmal zurück zum Kleid bzw. was das Schnittmuster alles kann...

Ich habe bei meiner Version natürlich den Stehkragen und den kleinen V-Ausschnitt mit aufgesetztem Beleg ausgewählt. Der Schnitt beinhaltet nämlich auch noch einen tiefen V-Ausschnitt, der mir allerdings zu tief gewesen wäre. Mein Tipp daher - das Schnittmuster anhalten und am Körper entscheiden wie tief man blicken lassen möchte. Theoretisch kann man auch alle Längen dazwischen wählen. Man muss nur eben den entsprechenden Beleg dazu wählen und am Kragen die Differenz zwischen seiner Größe und der gewählten Größe einkürzen (oder später abschneiden).
 

Der eben erwähnte Beleg, kann auch als tatsächlicher Beleg auf die linke Seite angebracht werden und dann nur knappkantig abgesteppt werden.
Außerdem hat Fina auch einen Beleg für alle die keinen Stehkragen mögen vorgesehen...


Außerdem hat das Kleid Nahtaschen. Perfekt für mich - da steh ich drauf...

Das Kleid ist minimal tailliert. Wem das zu wenig ist, kann entweder ein Bindeband mit einnähen oder Gürtelsschlaufen anbringen. Beides wird im E-Book erklärt. Ich habe ganz drauf verzichtet, weil ich die Freiheit haben wollte das Kleid lässig oder mit einem Gürtel auf Figur gebracht tragen zu können. Mit Gürtel bekommt es einen Blusenkleidcharakter, was ich wirklich gerne an mir mag...
 


Und für alle die jetzt beginnen wollen für den Herbst zu nähen - das Ebook beinhaltet auch noch 3/4 Ärmel mit einer Manschette. Und mit einer Strumpfhose drunter kann man das Kleid sicherlich noch eine Weile tragen bevor es wirklich zu dünn wird...
Oder man näht das Kleid in Tunika-Länge. Auch möglich.

Schaut euch mal Finas Collage oder auch gerne das Lookbook an
Und mir fallen noch viel, viel mehr Möglichkeiten ein, was man aus dem Schnitt noch raus holen könnte...

Aber bevor ich mich an eine weitere Version setze, bin ich gespannt was ihr von meinem Kleid haltet und träume noch ein bisschen weiter von den Dünen...


Und dem Meer...


   
Verlinkt mit RUMS
Schnitt: Finas Kleid, Finas Ideen - Momentan zum Einführungspreis ;-)
Stoff: mittelfester Leinen, Stoffmarkt

Donnerstag, 27. Juli 2017

Das ist nix für mich...

Mit so einer Aussage sollte ich zukünftig vorsichtiger sein...
Anfang des Jahres, als ich mich meiner Mini-Garderobe beschäftigt habe, schloss ich einen Rock für mich mit dem Satz "das ist nix für mich- weil trage ich nicht" aus. Und was zeige ich euch heute? - Genau, einen Rock. Und ich habe ihn an den richtig heißen Tagen diesen Sommer schon ein paar mal getragen... Hätte mir mal nicht jemand vorher sagen können, dass Röcke sich so super einfach tragen und sau bequem sind? Grade wenn es heiß ist?


Da musste mir wohl erstmal das richtige Schnittmuster begegnen...
Anfangs war FinasRock für mich halt ein Rock und somit für mich uninteressant. Bis nach und nach immer mehr Röcke auftauchten und ich seinem Charme doch erlag. Schlicht, unkompliziert und große Taschen!!!


Ich sag euch, die Taschen sind zu verführerisch zum Hände reinstecken - zumindest für Fotos...

Und schnell genäht ist der Rock übrigens auch. Er besteht aus 4 Bahnen und den dazwischen eingefassten Taschen. Oben wird er umschlagen, Gummi eingezogen und unten noch säumen. Fertig.

In meinem Fall habe ich ihn nach der ersten Anprobe noch um ca. 3 cm gekürzt. Saumzugabe hatte ich von Anfang an nicht vorgesehen, so dass er etwa 5 cm kürzer ist als vorgesehen. Nun endet er etwa eine Hand breit über dem  Knie.


Den Rock habe ich aus einem Chambray genäht. Der obere Faden ist in einem Dunkelblau, der untere Faden Aprikot. Dadurch erhält er, je nach Lichteinfall, einen wunderschönen changierenden Effekt. Auf dem oberen Foto kann man es erahnen... Sieht es nicht genial aus?

Zu dem Rock trage ich eine Art Bretonenshirt. In korall-weiß geringelt aus Viskosejerey.

Koralle - noch so ein "Das-ist-nix-für-mich". Bis zur Farbberatung Anfang letzten Jahres.
Seitdem hat sich in meinem Kleiderschrank viel getan und die Abteilung rot/orange/rosa ist mächtig gewachsen.
Ein bisschen geschummelt ist das Bild, weil ich euch meinen hummerroten Doufflecoat und meine Cambag Tessa untergejubelt habe und sich meine grüne Cheyenne und meine hellblaue Flamingo-Bluse in der befanden... Und nein, so ordentlich sieht es normalerweise nicht aus...


Falls es euch interessiert wie mein Kleiderschrank vor knapp 1,5 Jahren aussah bitte hier entlang...

Aber jetzt schnell zurück zum Shirt.
Als ich den Stoff bei Karstadt auf dem Wühltisch sah, hatte ich genau dieses Shirt vor Augen. Leichter U-Boot-Ausschnitt und 3/4-Arm.

Bei dem Schnitt handelt es sich eigentlich um ein Plantain-Shirt von Deer&Doe. Allerdings habe ich den Ausschnitt verändert. Die Weite zu den Schultern hin ist gleich geblieben, aber von der Tiefe des Ausschnitts ist kaum mehr was übrig. Gerade noch so, dass die Schlüsselbeine sichtbar bleiben...
Außerdem habe ich den Ausschnitt nicht wie vorgesehen mit Bündchen eingefasst, sondern mit Beleg gearbeitet und abgesteppt.  


Da mir bei meinem orange-weiß-gestreiften Plantain-Shirt, der Brustbereich etwas eng ist, habe ich diesmal bis zu unter dem Armloch eine Größe größer zugeschnitten und habe es zur Taille hin wieder auf die kleinere Größe auslaufen lassen.
Entsprechend habe ich auch auch die größere Armkugel eingenäht und habe den Arm auf die kleinere Größe auslaufen lassen. Beim Fotos sichten ist mir aufgefallen, dass am Oberarm doch etwas viel Stoff schlappert. Da muss ich noch mal ran...


Mal sehen, ob ich das noch vor meinem Urlaub schaffe. Denn die Kombi muss auf jeden Fall mit... Wenn sie nicht nach Urlaub, Strand und Meer aussieht, dann weiß ich auch nicht.


Verlinkt mit RUMS#12coloursofhandmadefashionfinasideenblog#ichnähemirmeineminigarderobe2017
Stoffe: Shirt: Viskosejersey, Karstadt, Rock: Chambray dark blue/aprikot, Stoffhandel 
Schnitte: abgewandeltes Plantain Shirt, Deer & Doe, Finas Rock, FinasIdeen

Donnerstag, 20. Juli 2017

Lavanda...

Seid ihr auch fleißig dabei eure Sommer-/ Strandgarderobe auf vordermann zu bringen? Ich schon. Bei mir klafften noch die ein oder andere kleine Lücke. So hatte ich tatsächlich kaum mehr Jerseytops im Schrank. Und der Strandurlaub steht quasi (endlich) vor der Tür...
Da kam mir der Probenähaufruf von Kristina aka Firlefanz für ihr Top/ Kleid-Schnitt Lavanda gerade recht. Der Schnitt hatte mir vor einem Jahr, als sie ihre erste Version davon zeigte und noch gar nicht vor hatte ein E-Book draus zumachen, schon super gefallen.

Der Schnitt zeichnet sich durch tiefe V-Ausschnitte vorne und hinten und die eigentlich körperbetonte Schnittführung aus. 
Eigentlich - da ich mich für einen Viskosejersey entschieden habe und er naturgemäß etwas lockerer fällt.  Und ich es auch nicht zu enganliegend mag. 


Am vorderen V-Ausschnitt wird über der Brust gerafft. Das sieht super feminin aus und mogelt meiner Brust ein bisschen was zu. Schadet hier nix ;-)
Aber wenn ich ehrlich bin, gefiel mir der Ausschnitt besonders gut an den Probenäherinnen die deutlich mehr Oberweite haben. Das Dekolté wird toll in Szene gesetzt...


Am Rücken hingegen wird nicht gerafft. Und der Ausschnitt ist auch nicht ganz so tief- auch wenn es nicht danach aussieht...
Die erste Frage meines Mannes war übrigens, als er mich von hinten sah, ob ich das Top richtig rum an hätte? Aber nachdem ich mich zu ihm umgedreht hatte und der die Raffung sah, war auch ihm alles klar...


Vor den Ausschnitten bzw. Trägervariante braucht ihr übrigens keine Angst zu haben. Man muss zwar akurat arbeiten. Aber wenn man langsam macht und sich am Ebook entlang hangelt bekommt ihr das schon hin. Ach, und ich fand es am leichter mit der Nähmaschine als mit der Ovi an den Trägern / Auschnitt zu arbeiten...

Mit dem Top (und einem weiteren Exemplar) fühle ich mich für den Urlaub nun ganz gut ausgestattet und hoffe natürlich auf spitzen Wetter.
Und auf richtige Hafenkulissen... Davor macht sich meine Lavanda sicherlich noch besser als vor unserem Industriehafen. So sehr ich ihn auch mag...
Übrigens - Lavanda gibt es bis Sonntag noch zum Einführungspreis...

Verlinkt mit Rums
Schnitt: Lavanda von Firlefanz
Stoff: Viskosejersey vom Stoffmarkt

Dienstag, 4. Juli 2017

Finn...

Das Äffchen hat mal wieder einen ordentlichen Schuss gemacht. Zack, waren plötzlich sämtliche Hosen zu kurz. Und fast alle kurze Hosen zu eng...
Zum Glück hatte ich schon einen groben Plan was ich für seine Sommergarerobe nähen wollte. So lag schon der Schnitt Finn von Finnley's bereit. In der Upcyclingkiste fand ich auch den passenden Stoff - eine alte Papahose aus einem Baumwoll-Leinen-Gemisch.


Die Außenseite sah quasi aus wie eine Jeans. Aber die Innenseite war normal gewebt. Inklusive der typischen unregelmäßigen Struktur vom Leinen. Da konnte ich nicht anders, als die Innenseite für die neue Hose nach außen zu nehmen...


Bei der Größen- / Modellwahl hatte ich leider einige Probleme. Da finde ich da E-Book leider unzureichend erklärt.
Das E-Book ist in Doppelgrößen aufgeteilt. Eigentlich kein Problem. Was ich aber nicht mag - ist der Rat, je nachdem wie dein Kind zwischen den Doppelgrößen steht, die Nahtzugabe weg zu lassen... Zu dem Thema hat Schnabelina wunderbare Artikel geschrieben. Was ich aber noch irritierender fand, war, dass es keine Maßtabelle gab. Auch wenn ich die Schnittteile vorher mit passender Kleidung vergleiche, hätte ich gerne eine Orientierung gehabt. Für das Räupchen nähe ich z.B. aktuell, je nach Schnitt, zwischen 92 bis 104... Und das Äffchen liegt mit seinen 106,5cm natürlich zwischen den Doppelgrößen 98/104 und 110/116... Letztendlich habe ich die längere Länge gewählt und zwischen den beiden Größen gemittelt und inkl. Nahtzugabe genäht...


So finde ich es eigentlich ganz schön. Luftig und pumpig, aber mein eher schmales Kind versackt nicht in seiner Finn...

Ansonsten bietet der Schnitt mehrere Optionen. Zum Beispiel gibt es die Version mit tiefen und mit "normalem" Schritt. Ich habe letzteres gewählt. Aber dass es diese beiden Optionen gibt, ist im E-Book nirgendwo erklärt (oder ich habe es trotz Suchen nicht gefunden). Sie sind lediglich im Schnitt eingezeichnet.


Ansonsten gibt es noch zwei unterschiedlich große Eingriffstaschen, die Cargotasche und Potaschen. Wenn ihr die Cargotasche näht, müsst ihr darauf achten dass sie entweder nicht zu hoch sitz oder den Taschenbeutel deutlich verkleinern. (Der Hinweis ist jedoch auch im E-Book enthalten)
Dadurch dass der Taschenbeutel in der Seitennaht mitgefasst wird, was grundsätzlich gut ist, weil so die Tasche nicht rausrutscht, habe ich beim Annähen der Cargotasche mehrfach den Taschenbeutel zu genäht. Obwohl ich ihn bestmöglich weggeheftet hatte... Da habe ich mich irgendwie ziemlich doof angestellt...
Die Cargotasche an sich ist nicht schwer. Es sind lediglich ein paar mehr Schnitteile. Aber dafür machen sie die Hose auch zu was besonderem...
 

Die Fake-Knopfleiste war hingegen ein Klacks und eine gute Möglichkeit mal wieder Kamp Snaps einzusetzten. Passend zu den Cargo-Taschen...
Auch der Beinabschluss mit eingezogenen Gummi ist einfach umzusetzten.


 Und die hintere Passe gab mir mal wieder die Möglichkeit meiner Paspelliebe nachzugehen. Die peppt die Rückeite noch einmal auf...

Auch wenn ich mir bei dem Projekt überraschend schwer getan / doof angestellt habe, bin ich, aber vor allem das Äffchen, mit der Hose sehr zu frieden. Sie scheint sich angenehm zu tragen.


Und ich habe ein Teil weniger in meiner Upcycling-Kiste, das Äffchen dafür eine tragbar Hose mehr im Schrank. Der Mann freut sich, dass seine ehemals Lieblings-Sommerhose nun ein zweite Leben erhalten hat. Eine Win-Win-Win-Situation sozusagen...

Verlinkt mit CreaDienstag, Made4Boys, Refashion - neue alte Lieblingstücke

Schnitt: Finn, Finnleys
Stoff: alte Baumwoll-Leinen-Hose


Mittwoch, 28. Juni 2017

Loose fit in Ethnomuster...

Wenn was in meinem Schrank fehlt, dann ist das sommerliche Beinbekleidung! Und in anbetracht der hochsommerlichen Temperaturen bei uns im Süden musste dafür schnell eine Lösung her...
Da Röcke für meinen Alltag unpraktisch sind und ich in letzter Zeit schon zwei Shorts für mich genäht hatte - eine kleine Entspannung der Notlage - wollte ich gerne eine dünne, luftig-leichte aber lange Hose nähen.

Der Blick in meinen Stofffundus verriet mir, dass lediglich ein Stoff für dafür in Frage käme. Ein Stoff mit marine-weißem Ethno-/Atzteken-Muster! Den Stoff hatte ich letztes Jahr tatsächlich genau für so eine Hose gekauft. Aber dann verließ mich der Mut. Der Mut vor so viel Muster an mir...


Aber nun war die Not groß. Und Selmin hatte passenderweise bei den 12coloursofhandmadefashion die Farbe blau gezogen... Zeit also diese Hose anzupacken... Zumal meine mentale Outfitanlyse, die (fast) jedes Projekt durchlaufen muss bevor ich es umsetze, mehr als zwei Kombinationsmöglichkeiten ergab. Hier nur ein paar weitere Möglichkeiten. Und ja ich bin Bügelmuffel. Ich bügel meine Sachen nur beim Nähen und allerhöchstens zu wichtigen Ereignissen...


 Einmal mit meinem Vienna Top oben und unten zu meinem Herzstück




Als Schnitt habe ich mich übrigens für "Loose fit" aus der Ottobre 2/15 entschieden. Nach dem Schnitt habe ich schon eine hellgraue Leinenhose genäht. Super bequem, da oben nur zwei Gummis eingezogen werden und daher im Sommer gerne getragen, aber leider war das Ursprungsmodell einen Ticken zu kurz geraten. Und sie wirkt von weitem, wenn man die Leinenstruktur nicht sieht und sie noch nicht knitterig ist, ein wenig jogginghosenmäßig... Nicht nur bei mir, sondern auch bei Frau Freu-Zeit und ihrer grauen Loosfit Leinenhose, wie wir beim Memademay17 feststellten. Deshalb interessierte es mich, wie es mit einem gemusterten Stoff sein würde...


Von einer Jogginghose hat meine Ethnohose, meiner Meinung nach, nichts mehr. Ist aber mindestens so bequem wie eine. Und dank der Viskose ist sie perfekt für das aktuelle Wetter. Nur das hochgekrempelte Hosenbein hält nun nicht mehr so gut. Dafür ist die Viskose zu flutschig...


Das ist in diesem Falle nicht so schlimm, denn meine Hosenbeine sind diesmal ausreichend lang. Falls nicht sogar diesmal etwas zu lang...
Zum Ursprünglichen Schnittmuster habe ich nun 15 cm! hinzugegeben. 10cm waren es damals bei der Leinenhose und diesmal noch 5cm bei meinen 1,74m.
Die Hose in ungekrempelt, seht ihr übrigens oben bei den beiden Kombinationsfotos...

So ihr Lieben, ich bin dann man weg, das gute Wetter genießen. Und mich an das viele Muster an den Beinen gewöhnen...

Verlinkt mit MemadeMittwoch, AfterWorkSewing, 12coloursofhandmadefashion
Stoff: Viskose von Stoff und Stil
Schnitt: Loose fit, Ottobre 2/15